Tag Archive: Link


Typenhebel und Mechanik

Schau sie dir genau an, die classe politique, die dir eine so genannte „elektronische Gesundheitskarte“ aufzwingt und deine Daten allesamt in der cloud speichern will, selbst aber zum Schutz vor Spionage im NSA-Ausschuss mechanische Schreibmaschinen zu verwenden gedenkt! Was du so trüb und lichtschwach in diesem Spiegel siehst, das ist der Wert deiner Privatsphäre; der Wert deines menschlichen Seins in den Augen derer, die sich darüber zu bestimmen erhoben haben.

Die Hassmentalität

30 Jahre lang musste ich mir erzählen lassen, dass ich mein Freizeit mit Killespielen [sic!] verbringe und dabei mein Gehirn in ein weiches, fernsteuerbares Brötchen verwandele. Sowas macht einen nicht nur wütend, sondern wirft ja auch die Frage auf, wie es denn um die Berichterstattung um alle jene Bereiche bestellt ist, in denen ich nicht Experte oder Betroffener bin?

Anmut und Demut: Hasszeit

Deutsche WordPress-Community…

Der Tag, an dem mich die „deutsche WP Community“ endgültig verloren hat, der Tag, an dem ich beschlosen habe, niemals wieder eine Zeile Code für diese „Community“ der Inpsyde GmbH zur Verfügung zu stellen und niemals wieder einen konstruktiven Beitrag zum dort betriebenen Forum zu leisten, ist mir heute noch bekannt: Es war der 26. September 2007. Der verlinkte Thread im Forum lohnt das Blättern durch (fast) alle seine Seiten, insbesondere auch wegen der Verwendung des Begriffs „Community“ durch Leute, die für die Inpsyde GmbH tätig sind (und natürlich dabei auch gern mal so tun, als ob sie auch den Code von WordPress geschrieben hätten, wo sie im Wesentlichen „nur“ eine deutsche Sprachdatei erstellt haben) – und im Rückzug auf irgendwelche »Firmengeheimnisse«, wenns dann mal um Fragen von Nutzern geht.

Wenn heute jemand beklagt, dass nur noch daran gedacht wird, ein „bisschen“ Coding für WordPress zu monetarisieren, dann sollte er auch betrachten, von welcher Seite derartige Bestrebungen mit welchen halbseidenen Mitteln erstmals begonnen wurden. Dieser Rückblick kann den Scharfsinn schulen. Eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (die mit der Absicht der Gewinnerzielung betrieben wird) als Grundlage einer „Community“ führt schnell in ein „Miteinander“ mit bescheidener Hoffnung.

Geld ist doch kein Problem…

Auch wenn die Schulen verschimmeln, öffentliche Leihbüchereien geschlossen werden, Straßen und Brücken in schlechtem Zustand sind, verarmte Menschen verhungern oder erfrieren, für eines ist in Niedersachsen doch immer noch genug Geld vorhanden und wird mit vollen Händen zum Fenster raus… ähm… ausgegeben: Um für unangemessen hohe Kosten veraltete Technik weiterverwenden zu können.

Und nein, das Ende des offiziellen Supports für Windows XP am 8. April ist keine über Nacht gekommene Katastrophe, sondern über Jahre von Microsoft angekündigt.

Den Aufschub der Umstellung bezahlt das Land aus Steuermitteln. […] Im Gespräch mit c’t während der CeBIT meinte Microsoft-Manager Oliver Gürtler allerdings, dass der Preis für so eine Verlängerung der Support-Laufzeit so hoch ist, dass er selbst für viele Firmen zu teuer sein dürfte

Der Unterschied zwischen einer wirtschaftlichen Unternehmung und dem Land Niedersachsen ist nun einmal, dass die wirtschaftliche Unternehmung mit beschränkten Mitteln wirtschaften muss, während das Land Niedersachsen einfach mit Zwangsmitteln (und vorwiegend zu Lasten der weniger Begüterten) eingezogene Steuergelder für technische Idiotie verschwenden kann. Leider ist in der BRD nur die Steuerhinterziehung strafbar, nicht jedoch der Raub an der Gemeinschaft durch sinnlose Geldausgaben.

Gruß auch an die Sonderspezialisten von T-Systems und dem Landesbetrieb für Statistik und Kommunikaitionstechnologie Niedersachsen!

10. September 2006

Wer in der Piratenpartei nach der mittlerweile vollzogenen Umwandlung in ein berlin­ver­giftetes troll­feministisch-pseudo­linkes¹ Tollhaus heute nicht mehr weiß, wofür die Piraten­partei einmal gegründet wurde und mit welchen politischen Forderungen sie auch ohne allumfassendes Programm nach dem Vorbild der so genannten „Volksparteien“ ihre beachtlichen Anfangs­erfolge feiern konnte, opfere bitte nur zehn Minuten seiner Lebenszeit und lies nach, was Heise Online am 10. September 2006 anlässlich der Gründung der Piraten­partei Deutschland berichtet hat.

Und nun, Piratenparteimitglied an deinem Platz zwischen den dauerbeleidigten Gendertröten im Kreischmodus: Viel Spaß noch in der Bedeutungslosigkeit!

¹Menschen, die ihre politische Positionierung „links“ nennen und nicht etwa als „Sozialismus“, „Kommunismus“, „Anarchismus“, „Syndikalismus“ oder dergleichen bezeichnen, machen völlig klar, worauf es ihnen ankommt: Auf das Erreichen des mit Pfründen bequem gemachten Sitzplatzes im Parlament der Bourgeoisie, ganz ohne analytisch-politische Tätigkeit. Eine solche analytische Tätigkeit würde vielleicht auch Gedanken dazu hervorbringen, was bei der bourgeoisen Transformation feministischer Forderungen herausgekommen ist und warum das Ergebnis dieser Transformation so schlecht wie die Herrschaft selbst geworden ist.

Auswärtiges Denken

Die Warenikonografie gegenwärtiger Industriegesellschaften preist Kinder oft als sexualisierte Objekte an – in einer paradoxen Volte, die dicht bei der Kinderpornografie siedelt. Gerade indem nämlich die „niedliche Unschuld“ eines Jungen oder Mädchen als Reiz verkauft wird, wird ebendiese angegriffen und der Angriff bagatellisiert. Hautenge Jeans, Bikinis für Neunjährige, knapp bekleidete kleine Reklamedarsteller, Modelwettbewerbe mit Minderjährigen liefern allen Generationen Bilder, die teils aus Grauzonen kommen, teils auf solche verweisen

Der Tagesspiegel — Debatte um Fall Edathy: Die Kinder sind die eigentlichen Opfer

Kurz verlinkt: Fernsehen

Der Fernsehzuschauer ist in diesem Zustand hochgradig suggestibel. Er ist fast völlig wehrlos gegenüber den Botschaften des Fernsehens, auch wenn er sich ihnen gegenüber erhaben wähnt. Die Botschaften dringen tief in sein Unbewusstes ein und setzen sich dort fest.

Pflasterritzenflora: Fernsehen

Gewalttäter warnen: Gewalt ist falsch!

Es ist doch immer wieder erhebend und klingt klingeling schön nach Menschenrecht und Demokratie, wenn die classe politique des Staates, der — nur ein einziges Beispiel von vielen — Gegnern eines sinnlosen Prestige-Bahnhofes in Stuttgart die Augen aus dem Kopf schießt, vor Gewalt gegen Demonstranten im Ausland warnt. Es gibt nun einmal einen Unterschied zwischen dem Widerstand gegen die Entscheidungen „demokratisch“ gewählter Regierungen im Ausland und dem Widerstand gegen die Entscheidungen „demokratisch“ gewählter Regierungen, zu denen man selbst gehört…

Aus einem Propagandahandbuch der BRD

In der Bewertung der meisten Menschen überwiegen emotionale Aspekte gegenüber rationaler Argumentation. […] Aus diesem Grunde müssen wir rationale Argumente emotional aufladen. Dabei müssen wir durch unsere Sprache Negativassoziationen vermeiden

Zitiert nach netzpolitik.org — und aus ganz alltäglichem Augen- und Ohrenschein vermutet, dass diese so trefflich beschriebene Herangehensweise sehr viel häufiger bewusst angewendet wird, um Menschen emotional und psychisch zu manipulieren. Wo der Verstand verkümmern gemacht wird und die tierhaft-mechanische Psyche zum Eigenlichen des Menschen erhoben wird, da hat der Demagoge, der professionelle Lügner¹ oder ein vergleichbarer Menschenfeind leichtes Spiel.

¹Werber und PR-Leute sind professionelle, also für diese Tätigkeit (oft recht hoch) bezahlte, Lügner.

Die Nummer

Hat vielleicht mal jemand die Telefonnummer von Barack Obama für mich? Ich würde da nämlich auch gern mal anrufen und mich darüber beschweren, dass ich anlasslos überwacht werde.

Kino ohne Kaugeräusche

Erstmals liegt unmittelbar vor uns eine Zeit, in der die Kinos den Genuss von Popcorn (und natürlich auch Kaugummi) während der gesamten Vorführung verbieten werden — nicht, weil es einige Zuschauer stört, sondern, weil es ein wichtiges Geschäft des Kinobetriebs stört.

Bulimie-Lernen für Menschenverwurster

An der WHU¹ gibt es kein Studentenleben. In der Pause wird „Wall Street Journal Europe“ gelesen oder der nächste studentische Private Equity Club organisiert. In Vallendar rennen Studenten mit ihrem Laptop zwischen Vorlesung und Schreibtisch hin und her. Nur keine Zeit verlieren. Vor Klausuren wird kollektiv bis zum Morgengrauen gelernt. Im Prüfungssaal stinkt es dann nach Red Bull. Zur geistigen Freiheit wird da niemand erzogen. Für Reflexion ist kein Platz im vollgepackten Curriculum. In der spärlichen Freizeit wird gesoffen. Work hard, play hard […] Dort werden nur Ordner auswendig gelernt. Es ist ein reines Bulimie-Lernen: in sich reinfressen und in der Prüfung rauskotzen. Intellektuelle gibt es da nur trotz und nicht wegen der WHU

[…] Wer das Risiko scheut, überlebt am besten. Die Leute sind ängstlich und brutal ehrgeizig, Statussymbole sind ihnen wichtig. Und man muss technokratisch veranlagt sein, sonst langweilen einen die Analysen und scheinrationalen Prognosen

Benedikt Herles im Interview mit dem Spiegel

¹Abk. f. „Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmungsführung Vallendar“