Tag Archive: Kotzreiz


Vor der gewaltsamen Eroberung: Belagerung

Eine so verstandene fürsorgliche Belagerung [von Hartz-IV-Empfängern, meine Anmerkung] finde ich sinnvoll

Detlef Scheele, gegenwärtiger Vorstandsvorsitzender der so genannten „Bundesagentur für Arbeit“

Dauerhaft archivierte Version der Quelle

Offener Brief an Martin Schulz

Werter Herr Schulz,

ich finde, sie müssen in all der medialen Feier um ihre chancenlose Kanzlerkandidatur unbedingt an eine Tatsache erinnert werden, die sie bei ihren Reden von „Gerechtigkeit“ so gern vergessen machen: Die von ihnen vertretene Sozialdemokratische Partei Deutschlands ist eine Regierungspartei.

Eventuelle Taten, die eine Umkehr fort von Gerhard „Putin ist ein lupenreiner Demokrat“ Schröders und seines korrupten Kumpelkreises bizarrer Ideenwelt bedeuteten, können also genau jetzt von dieser SPD veranlasst werden, wenn eine solche Abkehr wirklich gewünscht wäre. Derartige Taten würden ihren wahlkampfbeflissenen Reden etwas geben, was ihnen zurzeit völlig abgeht: Glaubwürdigkeit.

Lügen haben die Menschen genug gehört.

Unter Erbietung meiner vorzüglichsten Hochachtung
Der Nachtwächter
Nach Diktat verreist

Jetzt Facebook-Fan werden!

Screenshot der mobilen Website des Stern -- Feldarbeit und Co.: Wie Flüchtlingskinder in der Türkei als billige Arbeitskräfte missbraucht werden -- Jetzt Facebook-Fan werden

Screenshot via @benediktg@gnusocial.de.

Tweet von @PolizeiBerlin_E (PolizeiBerlinEinsatz, verifizierter Twitter-Account): Bitte verbreiten Sie keine Videos vom Ereignisort im Netz.So schützen Sie die Privatsphäre der Opfer & ihrer Angehörigen. #Breitscheidplatz

Leider wurde diese für jeden Menschen mit einer Grundausstattung an Empathie nachvollziehbare Aufforderung weder an die direktübertragenden Fernsehsender mit ihren bewegten und bewegenen Bildern direkt vom Tatort noch an die Gossenjournalisten von bild (punkt) de gegeben, die sofort ihren Artikel „mit Video“ fertig hatten und routiniert einen Live-Ticker mit den Bildern des Anschlags nachlegten — beide in erster Linie, um die so geschaffene Aufmerksamkeit für die Werbeplätze umso besser vermarkten zu können. Vermutlich handelt es sich um das gleiche Geschmeiß, das morgen schon in seinen fake news über die gleichermaßen respektlosen wie verlogenen, stets um Aufmerksamkeit buhlenden Internetnutzer reden wird, denen man sofort gesetzliche Schranken und eine weitgehende Zensur auferlegen muss.

Alle Screenshots von bild (punkt) de via @benediktg@gnusocial.de — mich lässt dieses Drecksblatt zum Glück nicht mitlesen, weil ich nicht gewillt bin, Sicherheitseinstellungen meines Webbrowsers zu lockern.

Die Feinde der Grund- und Menschenrechte

Die Feinde der Grund- und Menschenrechte — und damit die Feinde der Menschen, aller Menschen — pflegen es zurzeit, sich zu tarnen, indem sie digitale Grund- und Menschenrechte einfordern (und diese Forderung sofort mit Zensurideen und dem „Recht auf Nichtwissen“ verbinden, aber den Datenschutz zugunsten totalitärer Verwirtschaftung für unbeachtlich halten), statt unteilbare und in jedem Daseinsbereich unmittelbar gültige Grund- und Menschenrechte zu fordern. Dem Blendwerk dieser Forderung können sich sogar die üble classe politique und ihre rückgratlosen Speichellecker, die Journalisten, anschließen.

So lange es die menschenverachtende Hartz-IV-Willkür — nebst Totalentrechtung von Menschen und Quasizwangsarbeit — gibt, die explizit staatlich gefordert und gefördert wird, zeigt das wichtigtuerische, sich selbst als „digitale Charta“ verherrlichende Gefasel und Tintengekleckse dieser offenbar über derartige Nöte weit erhabenen Grund- und Menschenrechtsfeinde nur eines: Dass sie jeden Maßstab verloren haben und sich ihre nekrophile Empathie auf Maschinenbenutzung beschränkt. Den durch Amtswillkür obdachlos gewordenen, den Hungernden, den Unterdrückten und den systematisch in den Freitod getriebenen Menschen helfen diese so genannten digitalen „Menschenrechte“ nicht, nein, sie sind nicht einmal ein schwacher Trost.

Klitzekleine Pause

Barack Obama, Präsident der USA und Friedensnobelpreisträger, hat sogar eine klitzekleine Pause in der Bombadierung des Jemens, Libanons, Syriens, des Iraks, Afghanistans, Libyens, Pakistans und Somalias eingelegt, um adrett vor der US-Flagge und dem Logo des Weißen Hauses in die Kameras positioniert und mit gewohnt gut geübten betroffenem Gesichtsausdruck seiner von bezahlten PR-Mitarbeitern vorformulierten Trauer über die Anschläge in Frankreich Ausdruck zu verleihen: „Dies ist nicht nur ein Anschlag auf Paris. Dies ist ein Anschlag auf die gesamte Menschheit„.

Nobelpreisträger unter sich

Der Friedensnobelpreisträger von 2009, Barack Obama, hat den Friedensnobelpreisträger von 1999, Ärzte ohne Grenzen, mit Luftangriffen und vorsätzlichen, gezielten und mörderischen Bombenabwürfen aus Kunduz vertrieben. Mord. Ist der neue Frieden.

Contentindustrie = Menschenverachtung

Tweet von @mipff, 25. März 2015, 14:40 Uhr: Journalisten bieten Schülern Geld an, um an Fotos von der schulinternen Trauerfeier zu kommen. #Germanwings #4U9525

Auch, wenn es direkt nichts mit dem gescreenshotteten Tweet zu tun hat, zur weiteren Lektüre empfohlen: Sven bloggt — Medien zum Absturz der Germanwings 4U9525 — es ist einfach widerlich.

Nachtrag 27. März, 23:00 Uhr: Eine weitere Quelle lässt sich im Bildblog nachlesen.

Katastrophen

Katastrophen. Die Hölle für die Opfer und ihre Angehörigen. Ein Fest für Newsbetrieb, Contentindustrie und… mittelbar… die Werbevermarktung.

Immerhin hat er nicht den Holocaust geleugnet…

[…] das Auswärtige Amt, das daraufhin Jazenjuks Leugnung des Angriffskrieges der Nazis als „Ausdruck der für uns sehr wichtigen Meinungsfreiheit“ betrachtete

Hintergrund — Ukraine: Kiew auf Kriegskurs, das dort teilweise gegebene Zitat lässt sich im Protokoll der Bundespressekonferenz vom 12. Januar 2015 nachlesen.

Die „Staatskrise“

Eine Journaille, die erst dann bemerkt, was für ein Staat die USA sind, wenn die Geheimdienste der USA zur Abwechslung auch einmal das tun, was alle Geheimdienste dieser Welt tun: An möglicherweise interessanten Stellen Informationen beschaffen. Eine Journaille, die nicht bemerkt, was für ein Staat die USA sind, wenn die Geheimdienste der USA das tun, was man sonst vor allem von den dienstbeflissenen Schergen mörderischer Regimes der jüngeren Vergangenheit kennt: Möglichst jeden Menschen anlasslos und permanent überwachen — und weils die USA sind, dieser staatgewordene Götze des Planeten, über dessen Haupt zum Hohn ein Banner der Freiheit in den kalten Lüften hängt, damit die zertrampelten Leichen unter den Füßen nicht mehr so leicht gesehen werden, dies eben auf der ganzen Welt. Und. Journalisten im Brote der Verlagsmilliardäre, die möglichst viele bedeutungsschwere Wörter zu erstaunlich dunklen Texten aufbauschen, in denen von schweren Staats- und Vertrauenskrisen die Rede ist, weil die Spione zur Abwechslung mal althergebracht spionieren, statt einfach nur jeden verdammten Menschen auf diesem Überwachungsplaneten durch möglichst lückenlose Überwachung jeder Kommunikation unter Kontrolle zu halten.

Tja, wer diese intelligenzverachtenden Pressemachwerke auch noch kauft und sich seine politische Deinung daran bildet, der hat wahrlich seine Freiheit nicht verdient: Zeitungsleser! Geh auf deinen Hundeplatz! Morgen schon kommen deine Borgimplantate…

Ukraine

Wie fein sich die Kriegsverbrecher in die Pose der Schutzherren des Völkerrechts werfen können, und wie unwidersprochen sie darin sind!