Tag Archive: Kirlian Camera


Die Wüste in mir

Ich sah ihre Schatten hinfort gehen
Dem Glanz der Sonne entgegen,
Und alles mahnt an ihre Namen…
Doch diese Kälte kann ich nicht erklären.
Und Häuser, ringsumher nur Häuser
Quer durch diese Zwecklosigkeit.
Ich nehme schon alle Worte, die ich habe…
Kannst du eine unerwünschte Seele verstehen?

Da ist nichts einfacheres
Als diese Einsicht in die Niederlage,
Und die Träume, sie sind unverändert verblieben,
Ganz wie erbärmliche Denkmäler.

Und eines Morgens werde ich aufwachen
Nach leidvollen und langen Jahren
Die der Erde Eis und Schnee geschenkt
Auf den Schwingen eines verirrten Herzens.
Und dann werde ich das Tageslicht auslöschen
Und seine schändlichen, armen, alten Tricks —
Weil dein Lächeln schlicht das Einzige ist
Das ich in mir bewahren muss.

Dieser Winter
Ruft nach mir,
Mit seinen tristen Engeln.
Um mich. Draußen.

[Ähm, ist jemand hier, der etwas italienisch kann¹?]

Und die Luft scheint unbewegt zu sein,
Und niemand mag den Kuss dieser
Kalten und sanften Lippen fühlen
Der die gnädige erste Ruhe gibt.
Nur ein eisiger Himmel steigt auf
Über der Asche der Welt,
Dreht die flammenden Horizonte hinfort
Mit seinem grenzenlosen, gefrorenem Dämmern.

Diese eisige Wüste
Ruft nach mir,
Immer wieder nach mir…
Mit ihren weiten Armen
der Einsamkeit.

Und die Luft scheint unbewegt zu sein,
Und niemand mag den Kuss dieser
Kalten und sanften Lippen fühlen
Der die gnädige erste Ruhe gibt.
Nur ein eisiger Himmel steigt auf
Über der Asche der Welt,
Dreht die flammenden Horizonte hinfort
Mit seinem grenzenlosen, gefrorenen Dämmern.

Diese eisige Wüste
Ruft nach mir,
Immer wieder nach mir…
Denn sie ist
Mein Vater.

Die Wüste in mir…

Kirlian Camera: The Desert Inside
Die Übelsetzung und alle Fehler sind von mir…
Gruß an Dia und Tabby

¹Ich bin mir nicht sicher, aber ich vermute auf der dürren Grundlage meines Restlateins, dass es sich um eine Wiederholung der ersten Strophe auf Italienisch handelt. Aber wo man nicht wirklich versteht, „versteht“ man leicht das, was man „verstehen“ möchte — davon bin ich auch nicht frei.

Hinforttreiben

Hier bin ich nun, nahe bei diesen Fenstern,
Betrachte jene Augen, als seien sie eingerahmt,
Fühle, dass ich dieses Spiegelbild nicht ertrage
Während alles in die Flammen fliegt.
Danke, meine Freunde, dass ihr freundlich zu mir seid,
Dass ihr versteht, was ich brauche.
Euch zu vergessen, wird mir nicht schwer werden.
Alles, was verbleibt…
Alles, was verbleibt…

Und das ist für euch, eurer geliebtes Gespenst.
Die Dinge, die ich sah, sie sind in mir verloren.
Teure Liebhaber, ihr… ihr wisst, wer ich bin,
Danke dafür, dass ihr mich so zart gemordet habt,
Und für all die Tränen, die ich nicht weinen kann.
Alles, was verbleibt, ist nur ein Narr
Der mit Ungeheuern redet, die ihr nicht sehen könnt.
Alles, was verbleibt, ist nur entblößte Weisheit.

Erzählt mir schweigsame Worte!
Denn jedes Mal, wenn ich meine Augen schließe
Verweigert mir ein schauriges Licht den Schlaf
Und ein wohlbekannter Schrecken erstickt mich.
Deshalb — bitte — ich flehe euch an, lasst mich verblühen,
Gebt mir eure warme, verlorene Hand zu halten.
Alles, was verbleibt, ist nur noch Schlaf
Alles, was verbleibt…
Alles, was verbleibt…

Kirlian Camera: Drifting | YouTube-Direktlink
Dieser Text ist recht schwierig ins Deutsche zu übertragen, und ich hätte zu beinahe jeder Zeile eine Anmerkung zur durchaus fragwürdigen Wortwahl schreiben können…