Tag Archive: Kindesmissbrauch


Wider den politischen Kindesmissbrauch!

Wider den politischen Kindesmissbrauch! Benutz niemals Kinder für deine Agitation! Egal, was du tust. Egal, wie wichtig du es findest. Tätowier es dir auf deine Hand! Schreib es an deine Tür, dass du es jedes Mal vor Augen hast, wenn du nach draußen gehst! Benutz niemals Kinder für deine politischen Aktionen! Egal, wie gut deine Aktionen sind: Kinder haben ein verdammtes Recht darauf, Kinder zu sein und diese Zeit so frei wie möglich von dieser ganzen Scheiße zu leben. Sie gehören dir nicht. Auch nicht, wenn du sie mit Leichtigkeit für etwas begeistern kannst, was sie gar nicht verstehen. Es ist unverantwortlich. Es ist für die Kinder gefährlich. Du bist keinen Deut besser als der kinderküssende Politiker, wenn du Kinder einspannst. Du zeigst damit nur zwei Dinge: Dass du solche Mittel brauchst, weil du nicht anders argumentieren kannst, und dass du dir ausgelieferte Menschen bedenkenlos für deine Ziele missbrauchst, wenn du nur die Möglichkeit dazu hast.

Wenn ich solche Bilder und vor allem die Reaktionen einiger, ja, gar nicht so weniger Menschen darauf — “oh, wie schön!” — erlebe, möchte ich mich nur noch übergeben. Ich werde wütend auf jeden, der Kinder für solche Zwecke benutzt, und es mir scheißegal, ob es sich dabei um Neonazis, Antifaschisten, CDU-Anhänger, Anarchisten, Neoliberale, christliche Fundamentalisten oder Anbeter gigantischer hornbewehrter Zitronenfalter handelt. Dieses Bild stammt übrigens von einer antifaschistischen Demostration in Athen, wo der Polizeiknüppel zurzeit noch lockerer sitzt als hierzulande.

Frau Ursula von der Leyen!

Ich würde so ein Stück lichtscheues Gesindel wie Sie es sind, gar nicht weiter der Erwähnung für würdig erachten, aber das folgende indirekte Zitat aus Stellungnahme der gegenwärtigen Bundesregierung — sie gehören dieser ja selbst noch an — zur heutigen Aufhebung ihres Internetzensurgesetzes hat mich noch einmal intensiv an Sie denken lassen:

Die Bundesregierung begründet den endgültigen Rückzieher nun damit, dass die Sperren umgangen werden können. Es sei im Interesse der Opfer, strafbare Inhalte durch “konsequentes Löschen” aus dem Netz zu verbannen. […] Darstellungen des Missbrauchs von Kindern seien vor allem in Staaten mit ausgebauter Internetinfrastruktur zu finden, hieß es weiter. Dort sei es grundsätzlich rechtlich möglich, diese schnell löschen zu lassen.

Ja, Frau von der Leyen, hier stellt die Bundesregierung fest, dass sie eine schamlose Lügnerin sind und einen politischen Kindesmissbrauch zu Wahlkampfzwecken begangen haben.

Wie die gleiche Bundesregierung ihre Gegenwart in derselben aushält, gehört freilich zu jenen Geheimnissen des ethisch verrotteten, lichtscheuen Gesindels, die einem Denkenden und Fühlenden nur indirekt erschließbar sind.

Kleiner Rückblick: Meine letzte Erklärung an die classe politique vom 22. Juni 2009

Zitat des Tages

Die frommen Geistlichen pflegten schon im Mittelalter alles zu vögeln, was eine Vagina hatte, Ehefrauen, Jungfrauen, kleine Mädchen und wie wir nicht ohne Grund vermuten dürften, weibliche Tiere. Die Homosexualität florierte in den Klöstern seit deren Bestehen. Wo es an Männern mangelte, man den Nonnen nicht einmal die Beichtväter gönnte, mußten sie oft mit Kindern vorliebnehmen.

Karlheinz Deschner

Missbraucht und verdrängt

Die von Mitgliedern der classe politique immer wieder in den Apparat der Contentindustrie gepresste Idee, dass sexueller Kindesmissbrauch irgendwo im Internet und für das Internet stattfinde, ist deshalb so gefährlich und auch so wirkmächtig, weil sie den Hang vieler Menschen zur Verdrängung füttert. In Wirklichkeit. Werden die Kinder (und andere ausgelieferte Menschen) von nahe stehenden Menschen aus dem direkten persönlichen Umfeld, zuweilen sogar von den eigenen Eltern, häufiger jedoch von Lehrern, Pastoren, Nachbarn, Verwandten oder Bekannten der Eltern missbraucht. Im Internet hinterlässt dies nicht einmal Spuren, sondern es geschieht in eiskaltem Totschweigen. Dagegen helfen keine Stoppschilder für Websites. Die Zensur — sie bedarf nicht einmal des Staates — findet bereits statt. Und. Die Mechanismen dieser Zensur sind eher noch dichter als jede staatliche Unterdrückung gewisser Äußerungen, weil sie direkt in die Seelen der missbrauchten Menschen gegossen werden. Auf der einen Seite des psychischen Betons schweigt das Trauma und hinterlässt ein schwer beschädigtes Leben, auf der anderen Seite sind die Täter in Sicherheit. Sie sind in so großer Sicherheit, dass — wie aktuell in vielen Fällen des Kindesmissbrauchs durch Pädagogen und Geistliche in gruseliger Weise sichtbar wird — die Opfer, die einst missbrauchten Kinder, so lange schweigen, bis die Gewalttaten längst verjährt sind, wenn sie überhaupt einmal ihre Stimme wiederfinden.

Das Thema Kindesmissbrauch — es ist schon bitter, hier von einem “Thema” zu sprechen, als handele es sich um etwas, was wie die Klassifikation von Schmetterlingsarten abzuhandeln sei — führt zu entsetzlichem Elend nicht wegen seiner Offenheit, sondern wegen seiner Ausblendung und seiner kollektiven Verdrängung. Die gemeine Idee, Kinderpornografie im Internet mit irgendwelchen Stoppschildparagrafen unsichtbar zu machen, statt für eine wirksame Strafverfolgung Sorge zu tragen, ist ein Spiegelbild dieser Verdrängung. Und. Es ist ein Zement für diese Verdrängung.

Der politische Kindesmissbrauch geht weiter

Ursula von der Leyen indessen hat mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes eine zweifache Niederlage hinnehmen müssen. […] Da hilft es auch nichts, dass sie kurz nach der Urteilsverkündung zurückruderte und die Entscheidung als “große Chance für Kinder” bezeichnete. “Dazu hätte es den heutigen Morgen nicht geben müssen”, so ein Besucher der Urteilsverkündung in Karlsruhe, “sondern nur eine menschliche Sozialpolitik.”

Die Telepolis zum heutigen Urteil des BVerfG, dass die Hartz-IV-Regelsätze in der gegenwärtigen Form verfassungswidrig berechnet seien.

S. ist tot

Vim vi repellere licet

S. ist tot, und niemand kann es fassen. Niemand, das heißt: Niemand von all diesen Menschen, die glaubten, dass sie S. schon deshalb kannten, weil sie in ihrer ständigen Gegenwart waren; solche Menschen wie die Eltern oder der Lebensabschnittsgefährte. Sie hat doch gestern noch mit so ungewohnt klarer Stimme am Telefon gesprochen, mit so einer ungewohnt klaren Stimme.

Und dann hat sie dafür gesorgt, dass sie ein paar Stunden ungestört ist und sich mit ihren gesammelten Tabletten und einer großen Menge Alkohol vergiftet. Tabletten hatte sie viele. Man bekommt sie ja mit flottem Stift verschrieben, wenn die Körpermaschine trotz der blutenden Psyche weiterhin im betrieblichen Produktionsprozesse verwertbar sein soll, und auch, um einen Menschen mit einer solchen Körpermaschine immer wieder einmal ruhig zu stellen, wenn die gewöhnliche Sedierung mit dem Fernsehempfänger nicht ausreicht. Es ist ein gutes Geschäft mit den Tabletten, gerade unter dem gegenwärtig über die Gesellschaft ablaufenden Prozess. Und deshalb hat ein Mensch mit schweren Problemen eben viele Tabletten, vor allem, wenn er mit dem Zielbewusstsein der Erlösung ein wenig sammelt.

Jede Hilfe kam zu spät. Sie wusste genau, wie man sich die erforderliche Ruhe verschafft. Damit. Die Weltschmerztablette auch wirkt.

Ein paar als Rettungssanitäter bezeichnete Barbaren haben sich noch in der ihnen so eigenen Professionalität darum bemüht, mit den üblichen Mitteln die Körpermaschine wieder in Gang zu setzen, obwohl diese Körpermaschine zu einem Menschen gehörte, dem sein Dasein längst zum Ekel geworden war und der dies mit seinem Freitod völlig unübersehbar und unmissverständlich dokumentiert hat. Auch der Defibrillator bekam wieder einmal etwas zu tun. Niemandem hier ist das natürliche Recht auf seinen eigenen Tod gegeben. Genau so wenig. Wie hier irgend jemandem das natürliche Recht auf ein selbstbestimmtes Leben gegeben wäre. Und dann. Wurde S., die als Lebende nach ihren ganzen Erfahrungen mit dem Wert eines Menschen im BRD-“Gesundheitssystem” nichts so hasste wie das Innere einer Klinik, noch auf die Trage geschnallt und in die Klinik gefahren, auch das ist ja ein gutes Geschäft. Selbst. Wenn die Körpermaschine, die da an der Notaufnahme abgeliefert wird, schon anfängt, kühl zu werden und Leichenflecken auszubilden. Immerhin konnte die Energie für das Blaulicht und das Martinshorn eingespart werden.

Meine Überraschung war nicht sonderlich groß, als ich heute davon hörte. Ihre Stimme an der Kälte des Telefonapparates war wohl so klar — ich habe sie leider nicht selbst gesprochen und bin auf die zweite Hand angewiesen — weil ihr, S., zu diesem Zeitpunkt völlig klar war, dass sie das Ende ihrer Qualen jetzt selbst in der Hand hatte. Vielleicht war ich so wenig darüber überrascht, weil ich nicht nur mit ihr gesprochen habe, sondern ihr auch zuhörte. Was wirklich. Nicht immer leicht war.

Nun quälen sich die zu Hinterbliebenen gewordenen Menschen mit ihrem Bild von S. und den kognitiven Dissonanzen, und natürlich auch mit sinnlosen Selbstvorwürfen, als ob diese und der Strom von Tränen nicht um Jahrtausende zu spät kämen.

Dabei wird — wie bei jedem Freitod — so vieles verschwiegen und vergessen.

Schon, als sie noch lebte, hat man es gern und schnell vergessen, wie sie als drei- oder vierjährige Zwergin von einem Nachbarn sexuell missbraucht wurde. Wenn man so etwas aus der Erinnerung ausblendet — so bildet sich Mitmensch Mordsspießer das ein — denn hat es niemals stattgefunden. Und die Kinder vergessen ja sowieso, was ihnen geschah, also geschieht es gar nicht. Sie. Wusste es noch. (Zumindest in Andeutungen, die im Gesamtbild aber für mich mehr als deutlich waren.)

Man merkte es ihr so gar nicht an, als sie noch klein war — das sagen jene, die es ihr hätten anmerken müssen. Sicher, sie war ein “schwieriges Kind” und völlig in sich zurückgezogen, konnte niemandem vertrauen, wirkte oft ein wenig abwesend und war in vielen Dingen auch ein wenig ungeschickt. Deswegen musste sie auch die komplette strukturelle Gewalt des Zwangsschulsystemes der BRD kennenlernen, die gern im Wort von den “Hänseleien” verniedlicht wird, um den kalten Zynismus noch zu steigern. Aber sowas! Andere Kinder gehen doch auch zur Schule, und drehen nicht so völlig ab…

“Drehen nicht so völlig ab”, wie es bei S. im Alter von 11 Jahren, an der Schwelle zur Hölle der Pubertät, begann. Das In-sich-Zurückziehen nahm Züge einer ausgewachsenen Phobie an. Der Arzt des Dorfes nannte diese Phobie “Schüchternheit”, er ist eben Arzt und wird nicht für gute Dignosen und noch weniger für die Gesundheit der Menschen bezahlt, sondern dafür, dass er die Leistungsfähigkeit der Menschmaschinen erhält. Und das tat er auch bei S., indem er ihr etwas gegen die “Schüchternheit” verschrieb. Das waren ihre ersten Tabletten. Mit diesen gelang ihr immerhin die weitere Teilnahme am Schulunterricht, und sie saß auch nicht mehr den ganzen Tag weinend in ihrem kleinen Zimmer in dem großen Haus, wenn sie mal wieder von ihren Mitschülern verprügelt und bespuckt wurde.

Die Dosis steigerte sich, früh kam auch schon Alkohol dazu, der gleiche Alkohol, der in den größeren Zimmern des großen Hauses von den größeren Menschen in erheblichen Mengen gesoffen wurde, um die Ödnis des eigenen Lebens nicht so sehr fühlen zu müssen — eine sumpfige Ödnis, in der man nicht mehr miteinander spricht, in der man in stiller Entseelung nebeneinander herlebt und die moderne Dreieinigkeit von Arbeit, Fernsehen und Schlaf ein ganzes Leben formt. Diese Ödnis nennt sich Ehe und Wohlstand. Man kriegt ja nichts geschenkt. Man muss ja zufrieden sein. Und. Es fehlt ja auch eigentlich an nichts.

Und. Alkoholiker sind immer die anderen, und unsere Tochter hat zwar manchmal einen gesoffen, aber sie war keine Alkoholikerin und auch nicht von den Medikamenten abhängig. Dass sie einige Male im Koma lag, kommt vor, wenn man jung ist. Tja, mit dreizehn ist man eben noch jung.

Für einen Abschluss hat es noch gereicht. Die Parallelwelt der Schule, die als verkleinertes Abbild der gesellschaftlichen Wirklichkeit dem rückblickenden Menschen beinahe niedlich scheint, lässt sich mit solchen Hilfsmitteln durchaus durchstehen — vor allem, wenn wenigstens ausreichend Geld da ist, um etwas Nachhilfe finanzieren zu können. Denn diese Schulzeit wurde für S. doch durch den einen oder anderen Klinikaufenthalt unterbrochen, und diesen ständigen Rückstand muss man ja irgendwie aufholen. Am Gelde ists jedenfalls nicht gescheitert.

Nach der Schulzeit. Verflüchtigte sich jede Hoffnung auf irgendeine Besserung wie von allein. Die Ausbildung scheiterte. Das bisschen Clique, das S. um sich hatte, beschränkte sich in der sozialen Interaktion auf Einkaufen, Diskobesuche und ausgiebigen Alkoholgebrauch. Probleme hatte man niemals. Die Verdrängung, die S. aus ihrem direkten Umfeld kannte, setzte sich nahtlos außerhalb dieses Umfeldes fort, bis im Laufe der Jahre auch noch dieser kärgliche Trost in vielen Hochzeiten zerstob. Und. Das richtige Schweigen begann, das nur von einigen so genannten Beziehungen unterbrochen wurde, die den Charakter eines Verkehrsunfalles hatten.

Sicher, S.s Fassade sah gut aus, sie war eine attraktive, schlanke Frau mit gutem Geschmack und auch scharfen Gedanken, wenn sie einmal ansprechbar war. Elend macht eben auch klug. Man sah und hörte ihr nicht an, dass sie schon als Kind von einem unbeschreiblichen Selbsthass zerfressen war, dass sie sich nach dem völligen Scheitern jeder Lebensperspektive und jedes Versuches der Selbsttröstung mit regelmäßigem selbstverletzenden Verhalten eine Karthasis verschaffte, die dann im Laufe der Jahre auch fad wurde. Sie trug halt lange Ärmel. Die Fassade ist dort, wo sie herkommt und wo das große Haus steht, wichtig. Über alle Maßen wichtig.

Dorthin, in das große Haus, ging sie immer wieder einmal zurück, wenn sie “abgestürzt” war und aus der Klinik entlassen wurde, was mit ermüdender Regelmäßigkeit geschah. Und dort, im großen Haus beim Fernseher und der gut gefüllten Hausbar, gaben ihr die jetzt so Überraschten gern und reich ihren Rat, wann immer sie dort war. Sie müsse sich nur zusammenreißen und wieder arbeiten, denn komme sie schon auf andere Gedanken. Die paar Assimilationsarb Sozialarbeiter, die sie in der Klinik kennenlernte, sagten ihr übrigens inhaltlich das gleiche, schlugen aber tendenziell eher ein “Arbeiten” mit therapeutischem Hintergrund, eine so genannte “Ergotherapie”, vor, diese begleitet von Maßnahmen zum Alkohol- und Medikamentenentzug. Arbeit macht frei.

Niemand glaube, dass S. das alles nicht versucht hat! Für einige Wochen ist die Verdrängung ja aufrecht zu erhalten, aber eben nicht auf Dauer. Der letzte Versuch — oder genauer: das Scheitern des letzten derartigen Versuches — führte S. mit einer so starken Vergiftung in die Klinik, dass sie tagelang im Koma lag und dem Tod gerade so eben von der Schippe gesprungen war.

Sie hatte sich noch nicht einmal so richtig davon erholt, da begann wieder das professionelle Gefasel vom “Arbeiten” und die familäre Ergänzung vom “Zusammenreißen” — und der in solch neoliberal nützlicher Stumpfpsychologie mitschwingende Vorwurf, es sei alles ihre Schuld, sie suche sich ihr Elend doch selbst aus.

Nun hat sie ihr Elend selbst beendet. Denn das konnte sie. Gut geplant, schmerzlos und mit einer Zielstrebigkeit, die jeden Gedanken an einen rein appellativ gemeinten Suizid den Boden raubt, trotz des eher unsicheren eingesetzten Mittels.

S. ist tot.

Ihre Seele erfror in der schweigenden Kälte. Und die Schweigenden sind überrascht, betroffen, erschüttert. Damit hätten sie denn doch nicht gerechnet. Damit, dass S. auf die strukturelle Gewalt in ihrem Leben, der sie gar nicht mehr entkommen konnte, reagierte, indem sie sich selbst Gewalt antat und damit ihre Ohn-Macht beendete.

Demnächst wird es eine Todesanzeige für S. geben, in einer kleinen regionalen Zeitung irgendwo auf dem weiten Land des kalten Schweigens. Die Gestaltung und den Text der Anzeige wird jemand übernehmen, der sich dafür bezahlen lässt, und er wird die üblichen Phrasen zu Papier bringen, so etwas wie “Für uns alle unerwartet ist sie in der Blüte ihres Lebens entschlafen”. Wenn er einen ganz lichten Moment hat, schreibt er einfach nur “Sie ist erlöst”. Da sein Geschäft auch ohne lichte Momente läuft, wird er wohl eher keinen lichten Moment haben.

Und dann kommt die Beerdigung. S. war getauft, also wird sich ein Pfaffe hinsetzen und in seinem Notizbuch nachschauen, ob er schon eine wiederverwertbare Ansprache für einen derartigen Todesfall hat. Pfaffen verlassen sich genau so treffsicher auf das schlechte Gedächtnis der Menschen wie Politiker, und sie sind genau so gut wie jene im Belügen der Menschen und im Vermeiden eigener Mühe geübt. Wie sich doch alle Geschäfte aneinander angleichen! Und wie wichtig doch überall die Fassade ist.

Man wird ein Loch graben und einen Sarg dort hineinsenken, wo man hinterher einen Stein auf das Gras stellt und für ein paar grüne Lappen ein paar Blümchen von der Gärtnerei pflanzen und pflegen lässt, damit auch diese Fassade gut aussieht. Auch das. Ist vor allem ein gutes Geschäft. Und die Menschen, die zu Hinterbliebenen geworden sind, werden sich hinstellen und sich gegenseitig versichern, wie völlig unerwartet das alles kam; einige werden sich allerdings schon an der offenen Grube klammheimlich auf den Kuchen, den Kaffee und den in der Speiseröhre so warmen Schnaps freuen. Es ist ja Herbst.

Ich werde diese unpassende Komödie gewiss nicht besuchen, denn mir ist nicht zum Lachen zumute. Ich habe S. nämlich wirklich gemocht.

Und ich weiß. Dass S. mich vollkommen verstehen würde — wie sie generell vieles von meinem Ekel vor dieser Gesellschaft verstand, in der ich weiter mein trübes Dasein fristen muss. Sie. Ist ja jetzt gegangen. Vorgegangen.

Elend. Macht eben klug.

Knapp anderthalb Prozent aller Todesfälle in der BRD sind sicher erkannte, erfolgreiche Suizide, es handelt sich um ungefähr 12.000 Menschen im Jahr. Niemand weiß, wie hoch die Dunkelziffer ist; wie viele seltsame Unfälle mit tödlichem Ausgang, falsche Dosierungen von Medikamenten, Drogen- und Alkoholexzesse, systematische Unterernährungen und dergleichen mehr in Wirklichkeit in bewusster oder doch wenigstens latenter suizidaler Absicht herbeigeführt wurden. Nur jeder zehnte bis zwanzigste Suizidversuch führt zum Tode, und auch bei den Suizidversuchen ist die Dunkelziffer nicht abzuschätzen. Das kalte Schweigen geht weiter.

Ach ja, wer glaubt, S. identifizieren zu können: Der Anfangsbuchstabe des Namens wurde von mir geändert, und jeden hilfreichen Hinweis aus der ersten Version dieses etwas zu langen Textes habe ich bewusst entfernt.

Kinderspiegel

Die außerordentliche und mit großer emotionaler Intensität begleitete Ächtung, die Menschen mit pädophilen Neigungen entgegengebracht wird und die in jüngster Zeit von der classe politique unter dem boulevardträchtigen Schlagwort von der “Kinderpornografie” sogar als Vehikel zur Abschaffung von Bürgerrechten ausgebeutet wird, sie ist nur ein verzerrtes Spiegelbild der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entsexualisierung der Kindheit, der mit aller Energie und gegen allen Augenschein aufrecht erhaltenen, kollektiven Verdrängung der kindlichen Sexualität. Wie sehr die eine Perversion die andere hervorbringt, verbleibt als eine Frage, deren Antwort erst kommende Generationen geben können.

Die leeren Reihen

Sie erzählte mir wortreich, was es doch für ein schöner Abend gewesen sei. Sie war im Theater. Dort wurde eine Veranstaltung mit “verhaltensgestörten” (das war ihr Wort dafür) Kindern aufgeführt, die sich zu klassischer Musik mäßig dressiert auf der Bühne bewegten, und das sei wirklich so anrührend und schön gewesen. Auch einen guten Platz hat sie gehabt, so erzählte sie, sie saß weit vorne in der siebten Reihe. Wie schön, dass an diesem besonderen Abend alle Plätze das gleiche kosteten. Sonst hätte sie sich diesen Platz von der kleinen Rente gar nicht leisten können. Am liebsten hätte sie sich noch weiter nach vorn gesetzt, aber die ersten sechs Reihen waren für jene geladenen Prominenten reserviert, die diese Veranstaltung ermöglicht haben und dabei immer wieder ihre Namen und Firmierungen in die Presse gedrückt und auf die Veranstaltungshinweise gedruckt haben, frei nach dem Motto: Tue Gutes und rede darüber. Und. Diese sechs Reihen waren völlig leer. Es hatte offenbar für keinen dieser “Wohltäter” sein Tun so viel Bezug zu seinem eigenen, persönlichen Wollen und Leben, dass er sich an diesem Abend auch ins Theater bequemt hätte. Aber der Werbewirksamkeit des “sozialen” Engagements. Hat dies bestimmt keinen Abbruch getan. Diese Form der “Wohltätigkeit” ist nur ein sozial optimierter Weg der indirekten Werbung.

Mit Gruß an M.

Vergesst “Zensursula”!

Die Partei, die Partei, die hat immer recht […]

Louis Fürnberg, Lied der Partei

Die starke Konzentration der Aufmerksamkeit vieler Blogger und frisch politisierter Menschen auf die Person Ursula von der Leyens ist ein Fehler, der in eine Sackgasse führt. Diese Frau erfüllt nur die ihr zugedachte Funktion, sie zieht dabei auch durchaus in geplanter Weise den berechtigten Missmut jener Menschen auf sich, die den politischen Betrug der Internet-Zensur als solchen erkennen und vom politischen Kindesmissbrauch zur Einführung einer Zensur-Infrastruktur angewidert sind.

Es ist kein besonderes Anzeichen von Intelligenz, in die Falle zu tappen, die einen gestellt wurde. Ursula von der Leyen ist austauschbar. Ich bin mir sogar sehr sicher, dass wir am Ende dieses Jahres immer noch eine Frau als Bundeskanzler, einen homosexuellen Mann als Außenminister und keine Frau von der Leyen mehr in irgendeinem Ministeramt haben werden — und wäre über jede andere Entwicklung eher angenehm überrascht. Natürlich wird man “Zensursula” angemessen alimentieren, etwa mit einem gutdotierten Posten in der EU-Verwaltung; sie hat ihre Aufgabe doch wirklich gut erfüllt. Wenn jemand an die Internet-Zensur in der BR Deutschland denkt, denn denkt er jetzt an Ursula von der Leyen. Und. Es ist eine sichere Wette, dass ein Kabinett ohne Frau von der Leyen nichts an den Zensurgesetzen ändern wird, die sich mit dem Namen von der Leyen verbinden. Genau so. Ist es geplant. Und genau so. Wird es durchgeführt. Wer darauf wie ein pawlowscher Hund mit mechanischem Speichelfluss reagiert, der reagiert genau so, wie es in der Verfolgung der Pläne gewünscht ist. Einem Hunde hat er nur voraus, dass er sich dabei noch einbildet, politisches Bewusstsein zu haben.

Doch diese Frau von der Leyen — über deren Chrakter ich allein deshalb nichts schreiben werde, weil mein Vorrat an unflätigen Wörtern zu beschränkt dazu ist — kann kein Gesetz “machen”. Das kann nur eine Mehrheit der Abgeordneten des Deutschen Bundestages. Und diese stimmen in ihrer Mehrzahl so ab, wie es ihnen von ihrer Fraktionsspitze “nahe gelegt” wird — die meisten Abgeordneten verfügen außerhalb ihres jeweilgen Fachgebietes über keinen besonderen Sachverstand, sind aber stark von den Führungsstrukturen ihrer Parteien abhängig, wenn sie noch einmal auf eine Landesliste kommen wollen. Diese Struktur der Parteimacht führt dazu, dass ein relativ kleiner Kreis von Menschen großen Einfluss auf die politischen Entscheidungen nehmen kann und eine nur kleine Beobachtung der politischen Praxis zeigt, dass dieser relativ kleine Kreis von Menschen das auch tut.

Das Internet-Zensurgesetz ist nicht das Gesetz von “Zensursula”. Es ist das Gesetz von Angela Merkel, Franz Müntefering, Horst Seehofer und einen kleinen Kreis weiterer Personen, die mit ihrem Einfluss dafür sorgen konnten, dass die Internetzensur in der BR Deutschland zum Gesetz wird. Und zwar nur aus dem einen Grund, dass dieses Gesetz ihren politischen Gestaltungsideen entspricht.

Wie schon gesagt, Ursula von der Leyen ist austauschbar. Vorher musste der gemeingefährliche politische Amokläufer Wolfgang Schäuble unter den Bedingungen einer lediglich medial inszenierten Terrorgefahr für einen ähnlichen Zweck herhalten, und nachdem sich die phobische Wirkung dieses Schreckgespenstes verflüchtigte, musste mit Hilfe einer sich gern als Mutter präsentierenden Frau der ebenfalls nur inszenierte Massenmarkt für käuflichen Kindesmissbrauch herhalten, um die Menschen in der BR Deutschland mit Angst und wohlgesteuerter Empörung gefügig zu machen.

Richtet eure Aufmerksamkeit nicht auf diese medial inszenierten Personen und glaubt, die Fehlentwicklung könnte überwunden werden, wenn diese Personen überwunden werden! Richtet eure Aufmerksamkeit auf die Strukturen, die überwunden werden müssen! Und lasst euch nicht davon abhalten! Und vor allem: Beginnt damit, zu agieren, statt in der gewünschten Weise zu reagieren, wenn ihr wirklich den Staat verhindern wollt, der zurzeit in der BR Deutschland errichtet werden soll!

Ende des Alarmrufes in die Nacht.

Letzte Erklärung

Zukunft ist etwas, das die Menschen erst lieben, wenn es Vergangenheit geworden ist.

William Somerset Maugham

An alle Politiktreibenden in der BR Deutschland!

Damit ihr überhaupt eine Chance habt, diesen Text zu verstehen, muss ich mich kurz vorstellen. Keine Sorge, ich komme schnell zur Sache, damit sie sich gleich wieder mit Ihresgleichen in ihrer Parallelgesellschaft aufhalten können.

Mein Name ist Elias Schwerdtfeger, aber er tut nicht viel zur Sache, da hier viele Namen mit einer vergleichbaren Geschichte und mit einer ähnlichen Mitteilung stehen könnten. Ich wurde 1966 geboren, bin also keineswegs ein jugendlicher Wirrkopf unter den Bedingungen der pubertären Verzweiflung. Der prägende Stempel auf meinem direkten familiären Umfeld war Armut, Alkoholismus und Aussichtslosigkeit. Meine früheste bewusste Erinnerung ist die Mondlandung, die sich gerade zum vierzigsten Mal gejährt hat — oder besser: die ganz besondere Aufregung in meinem Umfeld und das lange Wachbleiben, die mir selbst als dumpfbewusster Zwerg nicht entgangen sind. Anders, als viele politisch-ideologisch geprägte Menschen habe ich die Möglichkeiten der Technik nicht als eine Bedrohung erlebt, die zur Ursache gut gepflegter und propagandistisch ausgebeuteter irrationaler Ängste wird, sondern auch und vor allem als eine große Chance für jeden Menschen und damit auch für mich. Und ich habe mich deshalb immer, schon als Kind, mit Technik beschäftigt, habe versucht, sie zu verstehen und sie für mich (und später, als Programmierer, auch für andere Menschen) nutzbar zu machen — und ich tue dies bis heute.

Persönliche Anmerkung mit Lokalkolorit: Als einen besonderen Segen und eine zivilisatorische Leistung ersten Ranges empfand ich in meinem unstillbaren, frühen Wissensdurst die Existenz öffentlicher Leihbüchereien. Neben einiger Trash-Literatur, die ich verschlang, erhielt ich auch die Möglichkeit, mich in Themen einzulesen, die meinem sozialen Umfelde fremd waren, erhielt ich also einen einfachen Zugang zu einer Chance, mich selbstständig zu bilden. Diese Chance habe ich begierig ergriffen. Die hannöversche Bücherei, in der ich dies in erster Linie tat, wurde kürzlich geschlossen, weil die paar tausend Euro für ihren Betrieb eingespart werden sollten. Der gleiche, von einer CDU-Regierung geführte Rat einer Stadt, die auf diese Weise den einfachen und nahe gelegenen Zugang zur Bildung für jeden verschlossen hat, er hat nicht die geringsten Probleme damit, am anderen Ende der gleichen Straße Millionen von Euro in eine Ruine wie dem Ihmezentrum zu stecken, obwohl es dort nicht einmal eine langfristige Aussicht auf irgendeine Nachhaltigkeit gibt. Dies ist eine Botschaft der “Zukunftspolitik” in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover, die nicht nur ich so verstanden habe, wie man sie nur verstehen kann.

Mein erster Computer war ein VC-20. (Nein, ich erkläre ihnen jetzt nicht, was das ist, fragen sie doch bitte einmal Google, wenn es sie überhaupt interessiert!) Es war ein nach heutigen Maßstäben bescheidenes und überteuertes Gerät, und ich hatte wegen der Armut meines Umfeldes große Mühe und viel Aufwand im Vorfelde, ihn zu erwerben, aber ich habe in der Folgezeit an diesem einen Beispiel eines kleinen Computers gelernt, wie ein Computer funktioniert und wie man ihn programmiert. Diese Erfahrung wurde für mich der Grundstein einer lebenslangen Beschäftigung mit einer Technik, der man damals noch gar nicht ansehen konnte, in wie hohem Maße sie einmal heutigentags das Leben prägen würde.

Noch bevor es das Internet in Form des Massenphänomens World Wide Web gab — eine Entwicklung, die sich vor allem mit der Veröffentlichung des NCSA-Browsers Mosaic und noch mehr mit der Veröffentlichung des Mosaic Netscape 0.9 beta verbindet; zwei Browser, die mit ihren leicht verständlichen Benutzerschnittstellen erstmals auch einen Weg für technische Laien in “das Internet” ebneten — waren mir die Möglichkeiten vernetzter Informationssysteme bewusst. Zugegeben, die damalige Mailbox-Kultur zeichnete sich nicht gerade durch Komfort aus, aber sie bot mir und anderen Pionieren der DFÜ schon alles, was viele Menschen später als den “Geist des Internet” kennenlernen sollten. Es gab offene Diskussion zu Alltäglichkeiten und Fachthemen, ein Mailsystem und ein Mit-Ein-Ander in offener Verschiedenheit; zuweilen auch in streitbarer oder trolliger Verschiedenheit. Zum Glück gab es keine Spur der Kommerzialisierung, sie hätte diesen Geist wohl an der Wurzel verdorren lassen.

In diesen ganz frühen Anfängen war es kein politisches Thema. Es war in der Außenwahrnehmung so etwas Ähnliches wie ein schräges Hobby für eine Handvoll schräger Typen, vielleicht entfernt ähnlich zum ebenfalls technischen Hobby des Amateurfunks. Für die Post war es sehr wohl ein Thema; die Taktung der Telefongebühren stand in einem direkten Zusammenhang mit der zunehmenden Benutzung der damals analogen Telefonleitungen zum Zweck der Datenübertragung und Kommunikation; und erst, als diese jetzt tote technische Kultur zunehmend von der neueren Kultur des Internet abgelöst wurde, löste sich diese Einteilung der Gesprächsdauer in Kostenabschnitte wieder auf, bis hin zum heutigen Angebot so genannter “Flatrates” für die Telefonie.

Es wurde weder zu einem politischen Thema dadurch, dass über die damaligen Mailboxen ein fröhlicher Austausch urheberrechtlich geschützter Daten praktiziert wurde, noch reichten die teilweise radikalen politischen Standpunkte damaliger DFÜ-Teilnehmer dazu hin, Mailboxen zu einem politischen Thema zu machen. Es wurde schlicht politisch verpennt, wie dies auch in der Folgezeit in der BR Deutschland bei technischen Entwicklungen typisch werden sollte. Dabei entstand gerade hier ein Biotop — oder sollte ich eher “Bitotop” sagen — in dem sich eine wahrhaft demokratische Kultur entwickelte, die in mancher Frage vom harten Ringen um einen Standpunkt und von einer Darlegung auch komplexerer Standpunkte geprägt war.

Als ich 1995 in der CeBIT-Halle meine erste Begegnung mit dem World Wide Web, den modernitätsbesoffenen Werbeheinis an den Ständen und den klickigen Webbrowsern der damals neuen Generation hatte, konnte ich über diese Ödnis nur lachen. Es schien mir zu sehr jene Form der Einweg-Kommunikation zu sein, die ich schon längst hinter mir hatte. “Bunt” und “interessant” waren für mich stets zwei sehr verschiedene Attribute, und der viel beschworene elektronische Katalog eines Versandhauses für Tinnef war das letzte, was ich meinem Dasein hinzufügen wollte.

Aber ich bin in meiner Persönlichkeit ja so gestrickt, wie es von euch Politiktreibenden immer wieder von allen Menschen gefordert wird. Ich habe mich also auch mit dieser Technik beschäftigt, habe HTML gelernt, später auch Perl und noch später PHP, um auch interaktivere Dinge realisieren zu können. Ich habe mir einen Webserver aufgesetzt, um ein wenig mit der Technik “spielen” zu können, damit ich einen Eindruck davon erhalte, was im Rahmen dieser Technik möglich ist und was nicht. Dies alles, noch bevor das World Wide Web zum Massenphänomen und in der Folge auch immer mehr zum “World Wide Waste” einer herrgottsdummen kommerziellen Nutzung wurde.

Ich bin eben genau das, was ihr Politiktreibenden in euren Forderungen an die Menschen unter eurer Herrschaft immer haben wollt. Ich betrachte mein Leben als ein lebenslanges Lernen, ich betrachte technische Innovationen als eine für mich und andere zu nutzende Chance, ich betrachte die damit verbundenen sachlichen Schwierigkeiten eher als zusätzlichen Ansporn zu erhöhter Anstrengung denn als ein ernsthaftes Hindernis, das mich jammern und verzagen macht. Auf diesem Weg habe ich mir einen Satz von Fertigkeiten erworben, von denen ich zum Zeitpunkt des Erwerbes noch gar nicht wissen konnte, dass sie auch einmal eine gesellschaftliche Bedeutung haben könnten. Und. Ich fahre — mit mittlerweile gebremsten Tempo — damit fort, mir solche Fertigkeiten anzueignen. Manchmal macht mir das einen Heidenspaß, und manchmal verursacht es mir Kopfschmerzen. Wenn ihr Politiktreibenden wirklich einmal etwas gelernt habt — man merkte es euch ja bislang in der von euch betriebenen Politik meist nicht an — denn kennt ihr ja auch diesen Prozess des Wissenserwerbes und den Stolz auf die zunehmende Literalität in einem Fachgebiet, das man sich aneignet.

Natürlich hatte das alles irgendwann auch zur Folge, dass ich mir eine Zeitlang meinen Lebensunterhalt als Programmierer verdiente. Dabei durfte ich in bitterster Form erfahren, dass man mit einem solchen Beruf in der BR Deutschland in einer Weise ausgebeutet wird, die jeder Beschreibung spottet. Meine Mitmenschen waren zwar immer wieder fasziniert und sagten so etwas wie “Da verdienst du ja richtig Kohle”, aber die Wirklichkeit sah anders aus. Ich hatte mich auf ein Leben als moderner Nomade ohne jede Stabilität in meinen Daseinsbedingungen einzustellen, wurde unter gezielter Ausnutzung der von euch Politiktreibenden ermöglichten zweijährigen Probezeit flugs eingestellt und nach Bedarf wieder kurzfristig entlassen, und zu allem Überdruss war ich einen Großteil meiner Zeit damit beschäftigt, meinem Gehalte hinterherzurennen, das sehr häufig ganz einfach nicht bezahlt wurde. Beinahe so, als würden die so genannten “Arbeitgeber”, die die Früchte meiner Arbeit begierig an sich rissen, denken, es sei unrecht, jemanden für sein Hobby auch noch Geld zu geben. Dabei habe ich, um überhaupt ein paar Mark und später Euro zur Begleichung meines persönlichen Kostenapparates zu bekommen, eher regelmäßig als gelegentlich Fristen setzen müssen und diese mit der zusätzlichen Ankündigung salzen müssen, dass ich im Falle der Nichteinhaltung ohne weitere Warnung sofort eine Anzeige wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung erstatten würde — denn eine “normale” Friststellung hatte bei diesen Menschgeiern keineswegs Erfolg. Natürlich war das Geld nach solcher Rede immer sehr schnell da und wurde mir in einer Weise, die meine ebenfalls um ihren Lohn geprellten Kollegen nicht bemerken sollten, bar in die Hand gedrückt, denn das Geld fehlte in diesen Unternehmen niemals, es sollte einfach nur auf diese Weise eingespart werden. Man wurde eingestellt, wie ein Stück Scheiße behandelt und wieder weggeworfen, und dies an recht vielen Stellen, die sich vom äußeren Anschein her sehr seriös und solide gaben, ja, die sogar Aufträge von staatlichen Institutionen erhielten. Im Zuge meines eigenen Vernutztwerdens durfte ich ganz “nebenbei” so viele menschliche Tragödien erleben, dass ich sie in ihrer Fülle nicht einmal mehr andeuten kann — zum Beispiel einen Administrator, der sich in seinen rückständigen Gehaltszahlungen so lange mit leeren Worten hinhalten ließ, bis wegen seines Mietrückstandes die Räumungsklage kam und er obdachlos wurde, er endete als Alkoholiker; oder auch viele Azubis in den recht frischen IT-Berufen, die nichts lernten und in keiner Weise betreut wurden, sondern einfach nur geistlose Routinearbeiten als billige Arbeitskräfte zu verrichten hatten und im Verlaufe ihres außerbetrieblichen Resttages zusehen konnten, wie sie einmal durch die staatliche Prüfung kommen sollten.

Als ich das alles nicht länger ertragen wollte, machte ich einen Schlussstrich unter mein modernes Nomadenleben an der digitalen Mülltonne. Seitdem lebe ich als obdachloser, bettelnder Künstler von dem, was mir kampflos gegeben wird. Ich habe diese Entscheidung in nunmehr acht Jahren nicht einmal bereut, obwohl ich in einigen kalten Winternächten nur knapp am Verrecken vorbeigeschrammt bin. Mein Leben ist von einer großen Heiterkeit geprägt, die viele Menschen in meinem persönlichen Umfeld geradezu ansteckend finden — diese Heiterkeit kombiniert sich allerdings mit einer unbezwingbar gewordenen Sturheit in jenen Dingen, für die ich lebe, ganz so, wie sie nur jemand an den Tag legen kann, der wirklich genau weiß, dass er nichts mehr zu gewinnen und nichts mehr zu verlieren hat.

Wie ihr Politiktreibenden an diesem Text sehen könnt, entfaltet auch ein derart marginalisiertes Dasein dank der gegenwärtigen Technik eine gewisse, wenn auch sehr kleine und dennoch stets attackierte Außenwirkung. Ich zumindest bin froh über diese Technik, und ich weiß zum Glück darüber hinaus auch, dass dieses Leben auch noch etwas Fröhlicheres als diese Technik anzubieten hat.

Meine in vielen Jahren erworbenen Fähigkeiten und meine ganzen Erfahrungen setze ich weiterhin in Projekten ein, von denen ich persönlich überzeugt bin. Diese Projekte sind allesamt exquisit nicht-kommerziell und ein wichtiger Beitrag zur Kultur in Deutschland jenseits des merkantil ausgebeuteten Kulturbetriebes — denn die Ware Kultur ist nicht die wahre Kultur. Vieles von meinen Kenntnissen und Erfahrungen gebe ich auch weiter, wenn ich den Charakter meines Gegenübers nur für geeignet dazu halte. Käuflich bin ich nicht mehr, aber für einige Menschen unbezahlbar geworden. (Und wenn jetzt ein Leser daran denkt, mir einen “Job” im üblichen Sinne des Wortes geben zu wollen: Vergiss es! Und. Such dir einen anderen Idioten, der für dich die Arbeit macht und der dir die Kohlen aus dem Feuer holt und dafür zum braven Steuerzahler in der völlig abgefuckten Gesellschaft der BR Deutschland werden möchte!)

So weit zu mir, und viele zwar persönlich wichtige, aber im sachlichen Kontext eher irrelevante Punkte habe ich fortgelassen, um die Textmenge gering zu halten.

Nun also endlich zur Sache. Also seid ab hier wieder aufmerksam, ihr Politiktreibenden, denen die Menschen und ihre Leben doch so fühlbar gleichgültig sind!

Ich bin also — natürlich mit Ausnahme meines bewusst gewählten, jetzigen Lebensstiles — genau so eine Persönlichkeit, wie ihr sie gern haben wollt, wenn ihr in die massenmedialen Mikrofone und Kameras von Innovation, Zukunft und Nachhaltigkeit sprecht, um damit die Menschen zu verblenden.

Und das einzige, was euch Politiktreibenden einer solchen Persönlichkeit und ihrem kulturellen Hintergrund gegenüber einfällt, ist eine durchgehende Kriminalisierung ihres gesamten Lebens, eine ständige Haltung der Beschimpfung und eine zu Politik werdende Angst angesichts einer gesellschaftlichen Entwicklung, die ihr Politiktreibenden einfach nicht zu verstehen scheint.

Das Folgende ist nur eine kleine Liste der von euch Politiktreibenden durchgezogenen Kriminalisierung, Schmähung und Verachtung der Mitgestalter des deutschsprachigen Internet. Sie wäre leicht um die rabulistischen Blendworte von den “Raubkopien“, “Musikdownloads“, “neuartigen Rundfunkgeräten” und dergleichen mehr zu ergänzen, aber ich will mit meinem Schreiben auch einmal an ein Ende kommen.

“Hackertools”

Wie eben schon gesagt, setze ich meine Fertigkeiten weiter ein, obwohl ich nun keinen Lohn mehr dafür erhalte. (Könnt ihr bis ins Mark korrupten Politiktreibenden so etwas überhaupt noch verstehen? Das da jemand Dinge einfach aus tiefer, innerer Überzeugung tut?) Unter anderem betreue ich die ständig mit dem Internet verbundenen Server einiger Projekte, die ich persönlich für fördernswert halte und deshalb trotz meiner manchmal erschwerenden Lebensumstände mit aller Kraft unterstütze.

Jeder permanent mit dem Internet verbundene Rechner ist ein “Opferrechner”. Er ist ständig diversen Angriffsversuchen ausgesetzt, die in ihrer Perfidie und technischen Durchführung die gesamte Spannweite vom “Kinderkram” bis zur ernstzunehmenden Attacke abdecken können. Das ist für mich kein Grund zum Flennen, sondern ein Anreiz, meine Gegner ernst zu nehmen und mich gegen ihre Angriffe so gut es geht zu wappnen.

Um diese zuweilen geistlose Aufgabe erfüllen zu können, benötige ich als Hilfsmittel die gleiche Gattung Software wie die Angreifer. Ich muss sogar die umlaufenden Exploits ausprobieren können, um Gewissheit darüber zu erlangen, ob die von mir vorgenommenen Gegenmaßnahmen hinreichend sind. Doch genau für den Besitz dieser Software — unabhängig davon, was ich damit mache — werde ich in der BR Deutschland schon zum Straftäter. Ich komme aber nicht umhin, dieses Risiko angesichts einer oft willkürlich urteilenden Justiz und völlig irrationaler und aus einer netzfernen Parallelgesellschaft stammender Gesetze auf mich zu nehmen, und ich werde das auch fortan tun. Ihr habt mich längst in die Kriminalität gedrängt, und nicht nur mich, sondern darüber hinaus jeden Menschen, der sich ernsthaft um eine sichere und vertrauenswürdige Informationstechnik bemüht. Denkt bitte daran, Politiktreibende, wenn ihr das nächste Mal vom “Standort Deutschland” und der erforderlichen Förderung von “Zukunftstechnologien” faselt! Und. Wenn ihr zur Abwechslung einmal nicht die Menschen in Deutschland belügen wollt, haltet einfach den Mund!

Und übrigens: Wenn es doch einmal einem Angreifer gelingt, einen erfolgreichen Angriff gegen einen von mir betreuten Server zu fahren, denn setze ich mich nicht wie diese Idioten aus der totalen Webkommerzialisierung hin und jammere in der Lobby des Reichstages laut nach dem gesetzgeberischen Gnadenhammer, sondern ich analysiere die Struktur dieses Angriffes, treffe für die Zukunft geeignete Gegenmaßnahmen und bedanke mich bei meinem im Regelfall anonymen Sparringpartner für das kostenlose Sicherheitstraining, das er mir mit seinem gelungenen Angriff erteilt hat. Wer einen Server betreibt und nicht das Personal verfügt, das fachlich kompetent solchen Angriffen begegnen kann, der soll entweder dieses Personal einstellen und angemessen bezahlen — ich kenne etliche zu dieser Aufgabe gut befähigte Arbeitslose mit teils langjähriger Erfahrung, die beim Warten in den Hallen der Armutsämter über den bei euch Politiktreibenden immer wieder postulierten “Fachkräftemangel” nur den Kopf schütteln können — oder eben einfach keinen Server mit ständiger Verbindung zum Internet betreiben. Ende jeder weiteren Kommunikation in dieser Sache.

“Rechtsfreier Raum”

Ihr Politiktreibenden beizt so gern die Gehirne der Unwissenden mit der Lugrede davon, dass das Internet ein rechtsfreier Raum sei. Dieses Gefasel ist übelste und fadenscheinigste Rabulistik, mehr nicht. Das Internet ist mitnichten ein “rechtsfreier Raum”, ganz im Gegenteil. Das arglose Gestalten einer eigenen, noch so unbeachteten und persönlichen Webpräsenz kann in der BR Deutschland mit ihrem ausufernden Abmahnwesen und ihrem umfassenden Rechtsschutz für beleidigte Leberwürste schnell eine Angelegenheit werden, die die persönliche Existenz bedroht. Das Internet ist in Wirklichkeit ein Raum von großer Rechtsunsicherheit, in dem das gesprochene Recht einen Hang zu einer Beliebigkeit hat, die für die davon betroffenen Menschen sehr teuer, ja, existenzbedrohend teuer werden kann. Diese Rechtsunsicherheit, ihr Politiktreibenden, sie ist von euch gewollt und wird von euch seit Jahren aufrecht erhalten, obwohl der von gewissen skrupellosen Zeitgenossen damit getriebene Wahnsinn mittlerweile zum Himmel stinkt. Man könnte fast denken, ihr wolltet das genau so haben, damit sich die persönliche Mitteilung aus der individuellen Lebenswirklichkeit mit einem großen Maß an Unsicherheit und Angst verbindet und deshalb auch immer öfter einmal unterbleibt — vielleicht auch, damit sich ein Schleier des Schweigens über diese Wirklichkeit senkt, unter dem ihr euch einfach weiter durchwursteln könnt.

Näheres zu diesem Thema könnt ihr hier lesen, wenn es euch überhaupt interessiert.

Was ihr Politiktreibenden hingegen regelmäßig aus dem Internet zu machen gedenkt, wenn ihr das blinde Wort vom “rechtsfreien Raum” im Munde führt, ist übrigens so etwas Ähnliches wie ein “rechtsfreier Raum”, es ist ein Raum, der frei ist von jenen Bürgerrechten, die ihr sonst in euren hingelogenen Sonntagsreden als große Errungenschaft eurer tollen Demokratur hinstellt.

“Killerspiele”

So lange ich Computer kenne, wurden Computer zum Spielen verwendet, ohne dass jemand etwas ernsthaft Anstößiges daran gefunden hätte. Die Mehrzahl dieser Spiele waren und sind Darstellungen des Kampfes. In diesem Punkte gleichen die mit einem Computerprogramm realisierten Spiele den älteren Brettspielen wie Malefiz, Mensch ärgere dich nicht, Backgammon oder Schach. Was an den mit einem Computerprogramm gespielten Spielen anders ist, das ist von eher qualitativer Natur, es liegt in der Interaktivität der Spielhandlung, in der realitätsnahen Darstellung der Kampfhandlung. Das Ziel des Spieles ist der Sieg, und auf dem Weg dahin muss — wie beispielsweise auch beim Skatspielen — Selbstbeherrschung, Konzentration, Verarbeitung von Frusterlebnissen und überlegtes Verfolgen einer erfolgversprechenden Strategie geübt werden. Die Unmittelbarkeit eines interaktiven Computerspieles fügt diesen klassischen Übungen noch die zusätzliche Übung des Reaktionsvermögens hinzu. Dies alles war schon so, als noch zum Auftakt der Achtziger Jahre die pixeligen Aliens in Space Invaders oder die bunten Insekten in Galaga milliardenfach ihre fiepsigen Pixelleben aushauchten und sich dabei der Kassenbehälter des Coin-Ops mit klimpernden Markstücken füllte, und nun sind durch den technischen Fortschritt die simulierten Spielsituationen im Laufe der Zeit ansprechender und gleichzeitig anspruchsvoller geworden. Für jene, die gern spielen — ich gehöre übrigens nicht dazu — eine Steigerung des Genusses, vielleicht entfernt vergleichbar mit dem Unterschied zwischen einem Beinahe-Essen (so übersetzt man doch “fast food” in der richtig falschen Weise, oder?) bei McWürgreiz und einem Fest für Auge und Gaumen in einem gehobenen Restaurant. Das werdet ihr Politiktreibenden mit euren fetten Wampen und eurer unersättlichen Lust nach einem verfeinerten Lebensstil doch verstehen können.

Doch ihr Politiktreibenden seht das natürlich ganz anders. Da haben einige junge Menschen eine echte Waffe in die Hand genommen, sind in ihre Schule gegangen und haben dort systematisch Mitschüler und Lehrer ermordet. Da fragt ihr euch nicht etwa, warum eigentlich als Bühne dieser so genannten “Amokläufe” mit ermüdender Regelmäßigkeit eine Schule gewählt wird, dieser Unort der gesellschaftlichen Siebung und der Vorbereitung auf ein Dasein als Batterie im betrieblichen Produktionsprozess. Nein, ein Nachdenken über ein System, das so viel Verzweiflung auszulösen vermag, ist von euch Politiktreibenden offenbar zu viel verlangt. Stattdessen tut ihr Politiktreibenden das, was ihr am besten könnt; ihr redet Lügen, die von eurem speichelleckerischen Medienapparat millionenfach wiedergegeben und konditionierend vor das letzte müde Auge gestellt werden. Und so redet ihr unbeleckt von auch nur der mikroskopischten Spur einer Kompetenz davon, dass so genannte “Killerspiele” die so genannten “Amokläufe” auslösen würden, auch wenn völlig offensichtlich ist, dass die Wurzeln der Verzweiflung ganz andere sind. Die Spuren der Wirklichkeit hinter den so genannten “Amokläufen” im Internet, die lässt hingegen ein willkürlich vorgehender Polizeiapparat still verschwinden, wann es möglich ist.

Auch, wenn ich selbst nichts an derartigen Spielen finden kann: Sie sind fester Bestandteil der digitalen Kultur, und zwar von Anfang an. Als Ken Thompson in den späten Sechziger Jahren das Betriebssystem Unix schrieb, ja, dieses Unix, welches das ganze Internet erst möglich gemacht hat, da wurde die erste darauf laufende Anwendung ein Spiel namens Space Travel. Tatsächlich ist das früheste UNIX nur entstanden, um dieses Spiel auf einer PDP-7 zu programmieren.

Die Nutzung eines Computers als unermüdlicher Spielpartner und das spielerische Kräftemessen mit einer Maschine sind vom frühesten Tag an feste Bestandteile der digitalen Kultur gewesen. Als der Computer immer mehr zum Alltagsgegenstand wurde, da wurden Spiele am Computer für viele Menschen zum selbstverständlichen Bestandteil ihres Lebens. Die immer elaboriertere graphische Darstellung und wachsende Komplexität der Spielhandlung ist eine natürliche Folge des technischen Fortschrittes. Mittlerweile ist eine ganze Generation von ihrer frühen Jugend an damit aufgewachsen. Und die wenigsten dieser Menschen gehen in ihre Schule und ermorden andere Menschen. Die von euch Politiktreibenden postulierte Kausalität ist einfach nur gefährlicher Unfug. Gefährlich ist dieser Unfug deshalb, weil die wirklichen Ursachen solcher Mordtaten keinerlei Aufmerksamkeit und Milderung erfahren, was den nächsten so genannten “Amoklauf” an einer Schule in der BR Deutschland zur sicheren Wette macht.

Aber euch Politiktreibenden ist es ganz offenbar völlig egal, wenn ein paar Leute beim Durchsetzen eurer Beglückungsideen verrecken. Um ja nichts an euren Fehlern und Versäumnissen der letzten zwei Jahrzehnte korrigieren zu müssen, nehmt ihr es lieber in Kauf, eine ganze Generation zu beleidigen und — mit dem von euch geplanten und wohl demnächst in Gesetz gegossenen Verbot der von euch so genannten “Killerspiele” — weiter zu kriminalisieren. Die Killerschulen werden wohl noch so manches Opfer kosten, und ein Gutteil des dabei vergossenen Blutes klebt an euren schmutzigen Händen, da hilft alles Waschen in Unschuld nichts.

Internetzensur

Die jüngste Entgleisung von euch Politiktreibenden gegenüber der gewachsenen digitalen Kultur ist die hanebüchene Rabulistik einer Ursula von der Leyen, dass es nun eine beliebig missbrauchbare Zensurinfrastruktur für das Internet geben muss, um die Verbreitung von Kinderpornografie zu unterbinden. Dabei ist es nicht einen Moment lang um den Schutz von Kindern oder die strafrechtliche Verfolgung übler Verbrecher gegangen, sonst wären wirksame Maßnahmen zur Verwirklichung dieser Absicht erwogen und ergriffen worden. Das Ziel dieses Lehrstückes der miesen Propaganda war es vom ersten bis zum letzten Akt, das Empörungspotenzial, dass sich mit diesen Verbrechen verbindet, in politisch gewünschte Wege zu lenken, um über diesen psychischen Hebel eine Internetzensur in der BR Deutschland einführen zu können. Der gesamte Vorgang ist hervorragend im deutschsprachigen Internet dokumentiert, ich will das alles hier nicht wiederholen. Bemerkenswert und im höchsten Maße be- und verachtenswert ist es jedoch, dass für diesen Zweck bereits schwer misshandelte Menschen, die wegen dieser Erfahrung eine schwere Last in ihrem ganzen Leben tragen müssen, noch einmal politisch missbraucht wurden. Wie wenig ein derart widerlicher, politischer Kindesmissbrauch euren ethischen Maßstäben widerspricht, ihr Politiktreibenden, das habt ihr bei der namentlichen Abstimmung im Bundestage mit einer “überwältigenden Mehrheit” unter Beweis gestellt und für die Nachwelt dokumentiert.

Politiktreibende, mancher von euch hat vielleicht gar nicht so recht gewusst, über was er da eigentlich abstimmt. Das ist allerdings keine Entschuldigung, denn jeder von euch kann sich der Stimme enthalten, wenn er sachlich keine Ahnung hat. Auch unwissende Täterschaft ist Täterschaft.

Aber dennoch will ich euch Politiktreibenden ein paar Worte dazu sagen.

Ich bewege mich ja doch schon ein paar Tage im Internet, und ich “durfte” dabei so einiges kennenlernen. Als jemand, der eine Kultur des Miteinanders in Verschiedenheit als Selbstverständlichkeit kennengelernt hat, habe ich nur wenig Berührungsängste selbst gegenüber den schrägsten Erscheinungen des Lebens und keine große Scheu, auch mal einen nicht ganz so koscheren Link in einem für mich eher ungewöhnlichen Kontext anzuklicken, wenn ich für ein Thema ein wenig recherchiere. Ich habe — neben dem deutlich überwiegenden Wertvollen und Großen oder doch wenigstens Lesenswerten — Stolperstellen auf der Datenautobahn gefunden, von denen mir zum Teil ganz anders geworden ist: Wirre Websites von UFO-Sekten und in meinen Augen gemeingefährlichen christlichen Fundamentalisten; lange “Beweisketten” für gewaltige Verschwörungen; paranoid klingende Hinweise, dass uns im Jahre 2012 der Weltuntergang bevor steht; Einblicke in den glitschigen Fetischismus einiger homosexueller Männer, die tiefer waren, als ich es in diesem Moment für erträglich hielt und große Haufen den Nichtsigen und Belanglosen in unangemessener technischer Aufbereitung. Genau diese Vielfalt finde ich gut und wertvoll am Internet, denn sie spiegelt die Vielfalt des gegenwärtigen menschlichen Lebens wider, ist ein digitales Zeugnis einer durchaus interessanten und bunten gegenwärtigen Lebenswirklichkeit, die mir sonst vollends unbekannt geblieben wäre. Aber über genau eine Sache bin ich niemals gestolpert, so sehr ich auch auf recht matschigen Pfaden durch das Netz der Netze stapfte, und das ist Kinderpornografie.

Es scheint also gar nicht so leicht zu sein, solche Inhalte zu finden. Aber dennoch habt ihr Politiktreibenden es hinbekommen, das Wort “Kinderpornografie” in der öffentlichen Wahrnehmung semantisch so in die Nähe des Wortes “Internet” zu stellen, dass ein noch Unwissender geradezu einen Ekel vor dem Internet und vor den vielen Gestaltern des Internet empfinden muss. Dabei entsteht schon der Eindruck, dass die systematische Verunglimpfung eines Netzwerkes von Computern, das gemacht ist, Menschen zusammenzubringen, die eigentliche Absicht hinter all den Lügen und der mit hohem Aufwand in die Massenmedien gedrückten Propaganda war. Um die Verunglimpfung auf die Spitze zu treiben, ihr Politiktreibenden, habt ihr in euren Lugreden nicht einmal mehr davor zurückgeschreckt, jeden Menschen, der zu der technisch wenig anspruchsvollen Leistung imstande ist, mit ein paar Klicks einen anderen Nameserver einzustellen, in die Nähe einer abstoßenden Kriminalität zu stellen. Rhetorisch habt ihr damit eine ganze Generation kriminalisiert, die mit der Selbstverständlichkeit der IT-Technik aufgewachsen ist, und es scheint für jeden Menschen, dessen Augen und Ohren an ein funktionierendes Gehirn angeschlossen sind, nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis ihr auch diese unverschämte Kriminalisierung in eine Gesetzesform gießen werdet.

Wenn man euer Treiben vor sich sieht, ihr Politiktreibenden, denn kann man schon einmal die klammheimliche Hoffnung bekommen, dass die gezielten Schüsse eines im Schützenvereine ausgebildeten, so genannten “Amokläufers” diesem Treiben ein Ende setzen mögen. Bevor. Es zu spät ist.

Abschaffung des Postgeheimnisses für E-Mail

Aber zurück zur Zensur, ihr Politiktreibenden, zur Zensur des Internet, die ihr ermöglicht habt. Ist euch eigentlich klar, was die angestrebte Form der Zensur wirklich bedeutet?

Ihr wollt die Zensur durchführen lassen, indem das BKA ohne jede öffentliche Kontrolle den Zugangsprovidern geheim gehaltene Listen von Domains gibt, und die Zugangsprovider sollen diese Listen dann nicht auf die eigentlich zugeordnete IP-Adresse abbilden, sondern auf die Adresse eines Servers, der bei einem beliebigen HTTP-Request das mittlerweile berüchtigte Stoppschild ausliefert. Dieses zeigt dann dem Surfer, der irgendwie auf diese Seite gelangt ist, dass er einen gesperrten Bereich betreten hat. Dieses Erlebnis soll den Surfer dann wirksam abschrecken. Das ist zumindest der Teil, der jetzt monatelang in der öffentlichen Diskussion breitgetreten wurde, um diese Unverschämtheit der Zensur zu rechtfertigen und die wirklichen Auswirkungen der Zensurmaßnahme zu verschleiern.

Wenn ihr euch nur ein bisschen technisches Verständnis eingeholt hättet, denn wäre euch auch klar gewesen, dass so ein Domainname keineswegs nur eine Site im World Wide Web angibt — und wenn ihr auf Anforderung eurer Fraktionsspitze blind zugestimmt habt, ohne dieses technische Verständnis zu haben, befreit euch das keineswegs von der Schuld, die ihr mit dieser Tat auf euch geladen habt, Politiktreibende. Innerhalb dieser Domain kann es zum Beispiel E-Mail-Adressen geben. Die E-Mails an diese Adressen gelangen dann nicht mehr zu ihrem regulären Empfänger, sondern werden an einen Server im Internet zugestellt, der in geheim gehaltener und völlig unkontrollierter Weise vom BKA betrieben wird. Es wurde von euch Politiktreibenden eine Infrastruktur in den Gesetzesrang erhoben, die es dem BKA ermöglicht, ohne jegliche Kontrolle E-Mails mitzulesen, die an eine vom BKA beliebig bestimmbare Domain gehen. Wenn da jemand mit technischen Kompetenzen ein bisschen programmiert, kann dies auch so geschehen, dass beim HTTP-Zugriff auf diese Domain kein Stoppschild, sondern die gewohnte Website sichtbar wird — für mich wäre das eine kleine Fingerübung, die mich höchstens drei Tage entspannte Arbeit kostete. So etwas mag in der gegenwärtigen Formulierung eures Gesetzes, Politiktreibende, illegal sein, aber es ist in der Durchführung vergleichsweise leicht möglich und es kann auf der anderen Seite unmöglich entdeckt werden. Für wie groß haltet ihr wohl das Hindernis, dass es unter diesen, von euch geschaffenen Bedingungen eingesetzt wird? Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es unter dem Banner der Gefahrenabwehr einmal dazu kommen wird. Die technische Infrastruktur, mit der diese Technogestapo ermöglicht wird, war euer in einer Abstimmung geäußerter und offiziell dokumentierter politischer Wille, ihr Politiktreibenden. Wie viele so genannte “Grundrechte” wollt ihr eigentlich noch abschaffen in eurer lähmenden Angst vor einem Volk, das ihr doch zu vertreten vorgebt?

Ob es um einen Strafverteidiger, einen Geistlichen, einen Arzt oder um einen Journalisten geht, dessen Mail-Kontakte für das BKA aus irgendeinem, durch nichts kontrollierbaren Grund interessant werden — die mögliche Neugier der jetzt geschaffenen Gestapo kann unauffällig und mühelos befriedigt werden. Das ist es, was ihr Politiktreibenden mit eurer Zustimmung ermöglicht habt. Und erzählt mir bloß nicht, dass ihr das nicht gewusst und auch gar nicht gewollt habt. Dafür fügt es sich viel zu gut in das Bild, das ihr in eurem sonstigen Tun abgebt. Wer nicht blind ist und wer durch euer verlogenes Gelaber in dieser Sache nicht verblendet wurde, der sieht einen klaren, roten Faden in allem, was ihr tut. Und. Er weiß, diese Struktur zu deuten.

Ich bin weg!

Ja, Politiktreibende, ihr steht jetzt im Wahlkampf, und ihr würdet so gern das Internet für eure Einwegkommunikation und für die Verbreitung eurer diversen Lügen benutzen. Aber ihr habt euch für das Miteinander im Internet und darüber hinaus auch für jeden anderen Diskurs disqualifiziert. Das gilt auch für die Mitglieder jener im Deutschen Bundestage vertretenen Parteien, die den starken Eindruck erwecken, dass sie nur wegen ihrer Opposition gegen das jüngste Gesetz zur Volksentrechtung gestimmt haben, dass sie aber in einer Regierungsbeteiligung ebenfalls ohne Zögern und aus einem kalten Kalkül der Machterhaltung heraus für die weitere Volksentrechtung gestimmt hätten.

Dass ich euch allen nicht einen Millimeter mehr über den Weg traue, ist nicht ein allgemeiner Hang zum Misstrauen, sondern das Ergebnis von immer wieder gemachter Erfahrung, die jede im Bundestag vertretene Farbe trägt. Ihr kriminalisiert, beschimpft, verunsichert und entrechtet eine ganze Generation, und ihr bekommt davon nicht genug — in Wirklichkeit seid ihr es jedoch, ihr Politiktreibenden, die hier kriminell sind, bis zum leichtherzigen Bruch an sich eindeutiger Artikel des Grundgesetzes kriminell. Wenn die BR Deutschland wirklich der Rechtsstaat wäre, als den ihr sie so gern in euren weihevollen Reden darstellt, dann könnte ich wenigstens darauf vertrauen, dass ihr dafür zur Verantwortung gezogen würdet. Aber angesichts der täglich erfahrbaren Wirklichkeit in der BR Deutschland wäre ein solches Vertrauen dumm und naiv.

Ihr müsst euch fortan ohne mich behelfen, denn ich rede nicht mit Menschen, die mich unentwegt beleidigen, belügen, kriminalisieren und bis zum Entzug der Grundrechte entrechten. Dieses Ende der Kommunikation gilt auch für alle Mitglieder in euren verbrecherischen Wahlvereinen, den so genannten “Parteien”. Wo in der Auseinandersetzung keine Worte mehr möglich sind, bleibt leider nur noch die Gewalt — und diese geht übrigens von euch aus, ihr Politiktreibenden, nicht von mir. “Killerspiele” spiele ich übrigens auch nicht, aber ich kenne den Absatz 4 des Artikels 20 im Grundgesetz. Sollte mich mein weiterer Weg unter eurer verbrecherischen und zunehmend diktatorische Züge annehmenden Herrschaft, ihr Politiktreibenden, in ein Gefängnis führen, so erachte ich dies in einer Zeit, in der gefährliche und verantwortungslose Kriminelle mit Ämtern ausgestattet, mit Steuergeldern beglückt und mit Auszeichnungen überhäuft werden, als eine Form der Ehre.

Viel Spaß bei der verlogenen Aufführung eures Wahlkampfes, Politiktreibende — und wundert euch nicht darüber, was euch auf der Straße begegnet, wenn ihr hierfür noch eure Parallelgesellschaft verlassen müsst!

Go and sniff my open port!*
PLONK!

* Und weil ihr Politiktreibenden dieses GASMOP nicht verstehen werdet und wohl auch von eurer “geistigen” Ausrichtung her nicht dazu imstande sein werdet, es wie ein normaler Mensch einfach einmal nachzuschlagen, hier noch die Erläuterung dazu: Es handelt sich schlicht um eine etwas technisch ausgedrückte Variante des Schwäbischen Grußes. Was dieses PLONK bedeutet, kriegt aber bitte selbst raus, es ist nicht schwierig zu verstehen…

Die politischen Kinderficker

Die lockere und eiskalte Bereitwilligkeit, mit der gewisse — leider sehr einflussreiche — Vertreter der politischen Kaste in der BR Deutschland dazu bereit sind, ihre  Ziele durchzusetzen, indem sie sexuell missbrauchte Kinder noch einmal in der politischen Argumentation als Magnet für das Empörungspotenzial missbrauchen, sie spiegelt wider, dass diese — leider sehr einflussreichen — Vertreter der politischen Kaste sowohl kleine als auch ausgewachsene Menschen in Deutschland nur noch verachten:

Ich halte es für richtig, sich erstmal nur mit dem Thema Kinderpornografie zu befassen, damit die öffentliche Debatte nicht in eine Schieflage gerät

Wolfgang Bosbach (CDU)

Was von Organisationen zu halten ist, die ein derartig lichtscheues Gesindel in den Rang einflussreicher und mit Macht ausgestatteter Persönlichkeiten erheben, das offenbart sich durch einfaches Hinschauen.

Nachtrag: Mein Fehler, der Wolfgang Bosbach zum SPD-Mitglied machte, ist behoben — manchmal schreibt man aber auch einen Mist… ;-)

Demokratische Erziehung

Die Unschuldigen haben niemals ein gutes Alibi.

Agatha Christie

Es gibt so viel Geschwätz von Tätern, die sich berufen fühlen, endlich noch mehr Gewalt zu tun. Sie schwatzen angesichts der von ihnen selbst geforderten und geförderten gesellschaftlichen Barbarei von der Wichtigkeit pädagogischer Maßnahmen, also von Erziehung, um aus meist jungen, ausgelieferten Menschen Persönlichkeiten zu machen, die so etwas wie Menschenrechte, Toleranz und demokratische Werte anerkennen. Und. Stets sind die so Redenden und Wollenden der Meinung, dass so etwas am besten in einem institutionalisierten, professionellen (also von abhängig um des Gelderwerbes willen Beschäftigten betriebenen), elternlosen Kontext geschehen müsse, der damit naturgemäß auch ein beziehungsloser, vom “Warencharakter des Betreulings” geprägter Kontext ist. Diese so “fortschrittlich” verkleideten “Fürsprecher” der Kinder — die übrigens gern und häufig Frauen sind und die nur ungern und eigentlich nie die als Vorwand vorgeschobenen Kinder selbst sprechen lassen — verbergen in naiv-kuschlig anmutenden Blendworten wie “Kinderkrippe”, dass es ihnen bei solchem Planen um eine weitgehende Verschulung des kindlichen Lebens geht und dass der Zwangscharakter der Schulpflicht selbst noch dort auf die technokratische Entelterung der Kinder abfärben wird, wo kein direkter gesetzlicher Zwang vorliegt, sondern wo die Eltern durch politisch ebenfalls gewollte und geplant herbeigeführte wirtschaftliche und soziale Not dazu gezwungen werden, ihre Kinder in die jeweils vorgesehene Institution zu verbringen. Was den Kindern dort begegnet und was ihnen immer früher immer länger in ihrem Leben begegnen soll, sind psychische Kinderschänder, die mit geplanter und zielgerichteter Methodik mindestens das Verhalten, am “besten” sogar das Denken der Kinder beeinflussen und verändern sollen. Wie eine solche Zwangsmethodik den Sinn für das Demokratische wecken soll; wie eine solche Missachtung des ausgelieferten Menschen Appetit auf den Wert von für jeden Menschen geltende, unantastbare Menschenrechte machen soll; wie aus der pädagogischen Überrumpelung durch geschulte und dafür bezahlte Manipulationsarbeiter, die ihren Plan an die Stelle des Willens ihres Gegenübers setzen, das vom Aussterben bedrohte Pflänzchen der Toleranz sprießen soll, wie aus dem möglichst frühen Zerbruch aller Bedingungen, aus denen ein wirkliches Ich erstehen könnte, eine Persönlichkeit entstehen soll — alles das sind Fragen, die sich einem schon nach kurzen Nachdenken stellen, wenn man nicht von Schizophrenie oder stumpfem Menschenhass zerfressen ist. Was am Ende der totalen Verschulung des kindlichen Lebens, mit der zurzeit so viele so genannte “Demokraten” so sehr liebäugeln, aus den misshandelten, entelterten und hirngefickten Kindern entstehen wird, das sind keine verantwortungsvollen Demokraten, sondern gefügige, leicht steuerbare und von ihren eigenen Möglichkeiten des Denkens und Handelns entfremdete Faschisten und Konsumisten. Und damit. Gut geeignete Batterien für den betrieblichen Produktionsprozess: bewertet, vorsortiert, genormt und leicht austauschbar.

Und. Genau. Das. Ist die Absicht und der Plan, wie sich auch an vielen anderen Stellen zeigt. Wer diesen Tätern auf dem Leim geht, belegt damit, dass die Folgen der psychischen Nachwirkung des Zwangsschulsystemes in der erwachsenen Seele wirklich so sind, wie sie von diesem Pack eingeschätzt werden; er zeigt, dass er schon längst andere für sich denken, handeln, fühlen lässt.

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