Tag Archive: Kinder


Fit fürs Netz!

Screenshot der Website des Bundesministeriums für Familie, Senoiren, Frauen und Jugend -- [...] Für Kinder liegt ein buntes Papierhandy mit sieben Kreativ-Karten bei. Damit lernen sie gute Kinderseiten kennen und können selbst etwas gestalten und fantasievoll umsetzen [...]

Ohne Worte. Mit Gruß aus Berlin von Bundesministerin Manuela Schwesig.

Die neue Nachbarin

Die deutsche Frau von nebenan sagte über die neue Nachbarin mit ihren fünf lebhaften Kindern: „Was für eine asoziale Frau“. Die türkische Frau von der anderen Seite nebenan sagte: „Was für eine gesegnete Frau“.

Gehirnverschwendung

Wenn mich etwas stört, ist es Dummheit. Jemand, der nur noch wahrnimmt, was er sehen will, beraubt sich doch all dieser tollen Möglichkeiten. Mensch, wir haben das Gehirn, und wozu wird es benutzt? Zum Bildzeitung-Lesen. Das ist eine solche Verschwendung. Wenn ich bei Kindern schon so etwas bemerke, das tut mir richtig weh.

Peter Lustig (gestern verstorben)

Kind, da ist dein Platz!

Ein Sitzplatz für Kinder in einem Supermarkt, vor einem Bildschirm-Kinderunterhaltungsgerät mit deutlich sichtbarer Werbung des Geldspielgeräte-Herstellers Gauselmann drauf

Ideal für Eltern, die folgendermaßen reden: Kind, da ist dein Platz! Also hör schon auf zu quengeln, während ich im überfüllten Laden die Einkäufe für das schöne, gemütliche Weihnachtsfest mache! Und lern schön, dass die Sonne, die du auch auf den Geldspielgeräten von Gauselmann siehst, Spaß, Freude und etwas totgeschlagene Langeweile bedeutet, denn da lernst du fürs Leben!

Gesehen in einem Edeka-Markt in Hannover

Landesväterchen und Landesmütterchen

Wie bereitwillig Eltern doch sind, wenn es darum geht, das allgegenwärtige, allsehende Auge des menschenverachtenden Überwachungsstaates an ihren eigenen Kindern zu reproduzieren — und wie wenig sie bereit sind, ihren eigenen Kindern so etwas wie ein Menschenrecht einzuräumen, einfach nur, weil sie lebende Menschen sind. Natürlich. Aus den „besten“ Gründen. Und damit genau so wie die Horch- und Mordstaaten der Jetztzeit.

Schule

Detail eines Schulgebäudes: Fenster mit 'neckischen Dekorationen'

Kaum etwas macht die objektive Tristesse der Kinderbeschulung so beschämend sichtbar und hoffnungslos fühlbar wie die Architektur der Gebäude, in denen diese vermittelt wird.

Spielend aufs Leben vorbereiten

Kinderspielzeug auf einen Hinterhof

Drei Dinge sinds, drei „Errungenschaften“ unserer „Kultur“, auf die Kinder schon spielerisch vorbereitet werden müssen: Das Auto; das kraftfressende Sportgerät, mit dem man sich in seiner „Freizeit“ auf unnötig anstrengende und ineffiziente Weise bewegt und natürlich der Einkaufswagen…

Aber die Kinder…

Vertreter des gleichen Staates, der kein Problem damit hatte, mich in ein im rechtsfreien Raum der christlichen Religion aufgerichtetes Konzentrationslager zum systematischen und gewaltvollen psychischen und physischen Zerbruch kleiner Menschen zu verfrachten, sprechen vom „Schutz der Kinder“. Und sie meinen damit anlasslose Überwachung aller Menschen in der BRD und die Zensur des Internet. Ich wollte, dass ich tausend Münder hätte, um diesem Geschmeiß angesichts seiner schamlosen und menschenverachtenden Propaganda ohne Unterlass ins Gesicht speien zu können!

Contentindustrie = Menschenverachtung

Tweet von @mipff, 25. März 2015, 14:40 Uhr: Journalisten bieten Schülern Geld an, um an Fotos von der schulinternen Trauerfeier zu kommen. #Germanwings #4U9525

Auch, wenn es direkt nichts mit dem gescreenshotteten Tweet zu tun hat, zur weiteren Lektüre empfohlen: Sven bloggt — Medien zum Absturz der Germanwings 4U9525 — es ist einfach widerlich.

Nachtrag 27. März, 23:00 Uhr: Eine weitere Quelle lässt sich im Bildblog nachlesen.

Das Leben als behandlungsbedürftige Krankheit

Was zur kindlichen Persönlichkeit dazu gehört − unfertig, verspielt, stürmisch und sprunghaft zu sein − würde heute in einem erschreckenden hohen Ausmaß für behandlungsbedürftig erklärt […] Vor allem Jungen werden Opfer dieser Entwicklung, so Beate Frenkel und Astrid Randerath und sprechen von der „Pathologisierung eines Geschlechts“

Susanne Billig bei Deutschlandradio Kultur — Psychologie: Kinder dürfen nicht mehr Kinder sein

Edathy

Die gleichen Politiker, die ihrem Kollegen Sebastian Edathy in strafvereitelnder Absicht den Hinweis zugesteckt haben, dass gegen ihn wegen „Kinderpornografie“ ermittelt werde¹, damit er auch ja Beweise vernichten könne und nicht dafür ins Gefängnis gehe, wurden zuvor nicht müde und werden auch danach nicht müde werden, mit mehr oder minder gut gespieltem und von Presse und Glotze bis ins Obszöne verstärkten Empörungston nach härteren Strafen und schärferen Gesetzen zu rufen.

¹Es handelt sich nicht um freiwillig produzierte Pornografie, sondern um fotografierten und gefilmten sexuellen Missbrauch, deshalb die Anführungszeichen. Die in Presse und Politik in durchgehender Gedanken- und Bedenkenlosigkeit verwendete Bezeichnung „Pornografie“ macht schon klar, wie gleichgültig den so sprechenden Menschen die ausgelieferten Opfer sind.

Tag der Kinderrechte

Und der Vorübergehende sagte zu seinem Begleiter, als sie an einer Mutter vorübergingen, die in aller Öffentlichkeit ihr Kind in sozial akzeptierter und als von ihr selbst und allen anderen selbstverständlich erachteter Weise verängstigte und misshandelte: „Dafür haben die Staaten einen ‚Internationalen Tag der Kinderrechte‘ eingeführt: Damit der rechtlose Zustand werdender Menschen während des Restes eines Jahres um so besser vergessen werden kann“.