Tag Archive: Kind


Lerne von dem großen Lehrer

Kind in einem Traktat, mit kindgerechtem Religionsbuch in der Hand 'Lerne von dem grossen Lehrer'

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Kinderspiegel

Die außerordentliche und mit großer emotionaler Intensität begleitete Ächtung, die Menschen mit pädophilen Neigungen entgegengebracht wird und die in jüngster Zeit von der classe politique unter dem boulevardträchtigen Schlagwort von der „Kinderpornografie“ sogar als Vehikel zur Abschaffung von Bürgerrechten ausgebeutet wird, sie ist nur ein verzerrtes Spiegelbild der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entsexualisierung der Kindheit, der mit aller Energie und gegen allen Augenschein aufrecht erhaltenen, kollektiven Verdrängung der kindlichen Sexualität. Wie sehr die eine Perversion die andere hervorbringt, verbleibt als eine Frage, deren Antwort erst kommende Generationen geben können.

Wurzelwort

Das schrecklichste Wort der deutschen Sprache ist — und jeder, der mit gebrochenen Menschen ernsthaft spricht, kann dies mit Leichtigkeit prüfen — das Wort „Mutter“. Mit keinem anderen Wort verbindet sich für die Sprecheneden so viel Ausgeliefert-Sein, so viel hilflos ertragene Demütigung, so viel erlebte Gleichgültigkeit, so viel schamlos zugesprochene Lüge, so viel leichtherziger Verrat und so viel Unfähigkeit, für die erlittene Misshandlung wenigstens einen wirksamen Hass zu empfinden. Alles andere Getue um dieses Wort, alles staatliche Schützen und Fordern von Ansehen und Vergötzen von Mutteridealen, es dient nur der kollektiven Verdrängung — und der lebenslangen Fortsetzung des individuellen Zerbruchs, der wahren Wurzel des Staates.

R., ich wollte, ich könnte so sprechen, dass du fühlst!

Was die Kinder bekommen

In der BR Deutschland wachsen immer mehr Kinder in Armut auf, was ja auch wegen des damit verbundenen Entrüstungspotenziales gern einmal zum „politischen“ Thema für Stammtische und Talkshows gemacht wird. Was aber fehlt diesen Kindern, was haben sie für Wünsche? Der ARD-Videotext berichtet gegenwärtig (Seite 162, Stand: 24. März, 9:15 Uhr) kurz von einer Studie über in Armut aufwachsende Kinder, die von Forschern der Universität Bielefeld in Zusammenarbeit mit dem Kinderhilfswerk „Die Arche“ erstellt wurde:

Befragt nach ihren Wünschen für ein „gutes Leben“ nennen die 6- bis 13-jährigen vor allem „von den Eltern geliebt zu werden“, „genug zu essen zu bekommen“, „gute Freunde“ und „immer jemanden zu haben, der sich kümmert“.

Das politischen Pläne und Forderungen für diese Kinder sehen freilich ein bisschen anders aus. So gern die Kinder auch von den Eltern geliebt werden wollen und so berechtigt dieser Wunsch auch ist, so sehr sollen die Eltern von einer so genannten „Familienpolitik“ und mit der Peitsche ihrer wirtschaftlichen Not gedrängt werden, ihr Kinder so früh und so ganztägig wie möglich in herzkalten Verwahranstalten abzulegen, damit auch wirklich beide Eltern auf einem immer größer werdenden, staatlich subventionierten und durch behördlichen Zwang mit Menschen versorgten Elendsarbeitsmarkt zu Hungerlöhnen den Reichtum der Besitzenden erhalten und mehren. Anstelle des „guten Essens“ gibt es für immer mehr Kinder eben das, was ihre verarmenden Eltern bei diversen Billigketten gerade noch kaufen können; die „guten Freude“ werden — ebenso, wie das soziale Umfeld der Erwachsenen — darin geopfert, dass selbst noch von jenen Menschen „Mobilität“ im steten Hetzen nach einer zum Selbstzweck gewordenen Verwertschöpfung der Arbeitskraft gefordert wird, deren Arbeitskraft niemand mehr bezahlen will. Um die Kinder kümmern sollen sich unterdessen diverse Pädagogen und andere Päderasten , die dafür bezahlt werden, dass sie den Kindern möglichst allsinnlich vermitteln, dass es sich beim konkret erlebten Elend um ein richtiges und gutes Leben handelt. Dass die rot-grünen Gesetze des Schröder-Regimes, unter deren derartige Bedingungen geschaffen wurden und die trotz des allumfänglichen Scheiterns ihrer Grund legenden Ideen unter der jetzigen Koalition aufrecht erhalten werden, ausgerechnet nach einem Herrn Hartz benannt wurden, dessen Charakter als Bestecher und windiger Vermittler von Prostituierten überdeutlich geworden ist, das ist ein treffliches Spiegelbild der politischen Korruption und allgemein geforderten und geförderten Prostitution, unter denen diese Zustände in Deutschland erst entstanden sind.

Auch im Wahljahr 2009 gibt es keine Anzeichen dafür, dass sich die politische Gestaltung des gesellschaftlichen Miteinanders fortan an der Sicherung existenzieller menschlicher Bedürfnisse orientieren wird. Und. Wenn die demnächst wieder allgegenwärtigen Hausierer der politischen Beglückungsideen — bevor sie sich nach der Wahl wieder im Berliner Bunker verschanzen werden — ihr recht einseitiges und gegen die Mehrzahl der Menschen in Deutschland gerichtetes Gedankengut mit irgend etwas belegen müssen, denn werden sie einfach die Profiteure des zivilisatorischen Rückbaus fragen.

Vielen Dank für den Hinweis an M.

Der Platz des Kindes

Jeder so genannte „Kinderspielplatz“, der künstlich mit Zäunen von einer nicht mehr für irgendein harmloses Spiel geeigneten Unwelt abgegrenzt werden muss, er ist ein Spiegelbild der Tatsache, dass Kinder in einer Welt, die unter dem erbarungslosen Diktat einer totalen Verwirtschaftung allen menschlichen Wollens und Strebens geformt wird, keinen Platz mehr haben.

Die gegenwärtige Zivilisation, die übrigens das bemerkenswerte Wort von der „Zivilisationskrankheit“ hervorgebracht hat — ein Wort, das es wirklich wert ist, dass man es bemerkt — sie wird keinen Deut weniger barbarisch allein schon dadurch, dass sie ihre Barbarei als Kultur zu tarnen versteht.