Tag Archive: Katholizismus


Die Empfindlichkeit der Religion

Die Kirche rollt durch die neue Zeit dahin wie ein rohes Ei. So etwas von Empfindlichkeit war überhaupt noch nicht da. Ein scharfes Wort, und ein ganzes Geheul bricht über unsereinen herein: Wir sind verletzt! Wehe! Sakrileg! Unsere religiösen Empfindungen… Und die unseren-? Halten Sie es für richtig, wenn fortgesetzt eine breite Schicht des deutschen Volkes als „sittenlos“, „lasterhaft“, „heidnisch“ hingestellt und mit Vokabeln gebrandmarkt wird, die nur deshalb nicht treffen, weil sie einer vergangenen Zeit entlehnt sind? Nehmt ihr auf unsere Empfindungen Rücksicht? Ich zum Beispiel fühle mich verletzt, wenn ich einen katholischen Geistlichen vor Soldaten sehe, munter und frisch zum Mord hetzend, das Wort der Liebe in das Wort des Staates umfälschend – ich mag es nicht hören. Wer nimmt darauf Rücksicht?

Kurt Tucholsky

CSD

„Erstaunlich eigentlich, dass auf dem schrillen Alternativkarneval des Christopher Street Day die katholische Kirche überhaupt nicht vertreten ist“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „bei den vielen Schwulen und Knabenfreunden, die dort als Priester tätig und tätlich sind“.

Nachschub

Einer der nicht so deutlich genannten Gründe, weshalb die hl. röm.-kath. Kirche entschieden gegen Abtreibung ist, könnte darin liegen, dass sie einen ständigen Nachschub an unfreiwilligen Lustknaben für ihre pädophilen Priester sicherstellen muss.

Prost

Beswingt stoßen die Priester mit dem Blut Christi an, während sie sich von ihren Lustknaben einen blasen lassen.

Röm.-kath. Logik

„In der Kirche braucht man keine Kondome“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „die Ministranten können ja nicht schwanger werden“.

Rezepttipp

Der Vorübergehende sagte zu seiner Begleiterin: „Wenn ein röm.-kath. Priester, oder schlimmer noch, ein Bischof oder gar ein Papst mir erzählt, wie ich das mit Liebe, Beziehung, Ehe und Sex zu machen habe, klingt das für mich so kenntnisreich und beachtenswert wie ein Hinweis zur Zubereitung eines Huhnes, der mir von einem radikalen Veganer gegeben wird“.

Lesus

„Wie folgerichtig es doch ist“, sagte der Vorübergehende in seltener Fröhlichkeit, „dass auf den vatikanischen Gedenkmedaillen zur Amtszeit des neuen röm.-kath. Obermotzes „Franziskus“ den römischen Judasjüngern ausgerechnet beim Namen ‚Jesus‘ ein bedauerlicher, kleiner Schreibfehler passiert ist„.

Konklave

Die Tagesschau berichtet vom römischen Mittelaltermarkt. Unterdessen sitzen ein Banker und ein Mafiosi, gute, langjährige Freunde, zusammen. Der eine sagt zum andern: „Es ist mir doch egal, wer unter mir Papst ist“. Und. Sie stoßen an, mit dem süßen roten Blut der Elenden, auf gute gute Zeiten.

Nicht von dieser Welt

Der Vorübergehende sagte zu seiner Zeitgenossin: „Ja, ich kann verstehen, wie du das meinst, wenn du sagst, dass die röm.-kath. Kirche nicht von dieser Welt ist. So einen Eindruck bekommt man leicht, wenn sich vom Wahnsinn verzerrte Wahrnehmung von der Wirklichkeit emanzipiert hat“.

Der Papst tritt zurück!

Ich übernehme die volle politische Verantwortung und mache weiter wie immer.

Mittelalter 2.0

Eine Strafe Gottes -- Deutschland. Bei einem satanischen Heavy-Metal-Festival im nordsächsischen Ortsteil Roitzschjora der 2.100-Seelen Gemeinde Löbnitz kam es in der Nacht auf den 2. Juli zu einem dramatischen Zwischenfall. Gott schickte einen Blitz, der 51 Besucher des Festivals verletzte, neun von ihnen schwer. Drei mußten von Rettungskräften reanimiert werden. Alle Opfer überlebten. Die Satanisten ließen sich von dem Zeichen Gottes nicht beeindrucken und führten die Veranstaltung weiter.

Quelle des Screenshots: kreuz.net — übrigens eine Seite von Laien, von der sich die röm.-kath. Kirche distanziert, weil sie zurzeit offiziell nur ein bisschen Mittelalter haben möchte. Es ist wenig erstaunlich, dass das manchem Angehörigen dieser Vereinigung von Lichtverneinern nicht genug ist.

Wiedewiddewitt sie mir gefällt

Wer diese Ansage des gegenwärtigen Papstes liest…

Papst Benedikt XVI. hatte bei seinem Deutschlandbesuch verlangt, die Kirche müsse sich „entweltlichen“. Es sei besser, sie wäre „von ihrer materiellen und politischen Last befreit“. Die „Enteignung von Kirchengütern“ vor 200 Jahren habe in der Kirche zur „Läuterung“ wesentlich beigetragen. […]

…wird sie wohl für deutlich und unmissverständlich genug halten. Selbst der Papst sieht inzwischen ein Problem — ja, sogar eine „Last“ — in den Sonderrechten und in den finanziellen Zuwendungen des bundesdeutschen Staates an die röm.-kath. Kirche, die übrigens auf das Reichskonkordat eines Adolf Hitler zurückgehen. Diese 15,1 Milliarden Euro pro Jahr [unsaubere Quelle] passen auch wenig zum ärmlichen Stallduft der alten Apostel, die für die religiöse Leere Lehre herhalten müssen.

Aber so ein lichtscheues Gesindel wie eine von Geld und Macht besoffene Bischofsmade namens Robert Zollitisch hat dennoch Probleme, dieses recht unverschwurbelte Wort ihres Chefs aufzufassen:

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Robert Zollitsch hatte daraufhin erklärt, dies habe „nichts mit der Abschaffung von konkreten finanziellen Ansprüchen zu tun“.

Er ist ja auch sehr darin geübt, der lichtscheue Bischof, seine Bibel so auszudeuten, dass am Ende das Gegenteil des darin Stehenden herauskommt…