Tag Archive: Hartz IV


Zwei Hannoveraner

„Zwei weltweit bekannte Hannoveraner gibt es“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „Fritz Haarmann und Gerhard Schröder. Und letzterer. War mörderischer“.

Vor der gewaltsamen Eroberung: Belagerung

Eine so verstandene fürsorgliche Belagerung [von Hartz-IV-Empfängern, meine Anmerkung] finde ich sinnvoll

Detlef Scheele, gegenwärtiger Vorstandsvorsitzender der so genannten „Bundesagentur für Arbeit“

Dauerhaft archivierte Version der Quelle

Nicht nur Flüchtlinge haben ein Lebensrecht…

Nicht nur Flüchtlinge haben ein unabdingbares Recht auf Leben, sondern jeder Mensch. Und deshalb müssen die menschenrechtsfeindlichen rot-grünen Hartz-IV-Gesetze, die nur dafür geschaffen sind, Menschen mit behördlich verabreichter Existenzangst so gefügig zu machen, dass sie sogar praktisch unbezahlt arbeiten, weg.

Solidarität mit Ralph Boes!

Sei bedingungslos arbeitswillig oder verrecke!

Antikes Schild an einer Haustür in Hannover: Mitglied des Vereins gegen Hausbettelei und Obdachlosigkeit -- Werkheim für Arbeitswillige: Büttnerstraße No. 12

Von den bourgeoisen Auffassungen, die sich einst in solchen Schildern an Haustüren manifestiert haben, bis hin zur gegenwärtigen „Sozialpolitik“ der CDUSPDCSUFDPGRÜNETC führt ein gerader Weg, der auch völlig unbeirrt durch den Hitlerfaschismus geführt hat. Der Schlachtruf der heutigen Menschenverachter, dieses unsägliche „Sozial ist, was Arbeit schafft“, ist für die gleichen Ohren bestimmt wie „Arbeit macht frei“ — und weder die so in die geistige Umnachtung schreienden Münder noch die auf solche Blutrede ansprechenden Psychen lassen sich nur eine Sekunde lang davon beirren, dass sich das Zeitalter der Arbeit zum Ende neigt, dass absehbar ist, dass sich in recht naher Zukunft eine wesentlich größere Menge Güter mit sehr viel weniger menschlicher Arbeit erzeugen lässt. Nein, stattdessen wird den Menschen, deren Arbeitskraft niemand mehr so bezahlen will, dass sich davon leben lässt, die Schuld für den geringen Marktwert ihrer Arbeitskraft zugeschoben und mit dem amtsmürrisch und niemals als sichernd empfindbar gewährten Dasein im weitgehend rechtlosen Zustand namens „Hartz IV“ abgestraft.

Lebens-Sinn

Diese ganzen Menschen, deren gesammter Lebens-Sinn mit aller Gewalt und Selbstgewalt darauf reduziert ist, einen „Job“ zu finden

Ein Urteil, keine Ohrfeige

Nur, um heute schon einmal klarzustellen, was morgen in schwarz und rot auf die verlogenen Papierbahnen der Journaille gestempelt werden wird, damit der Sinn der Leser getrübt werde: Wenn das Verfassungsgericht in Karlsruhe zum Urteil kommt, dass ein in der BR Deutschland zu geltendem Recht gemachtes Gesetz gegen das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland verstößt, denn ist dies nicht etwa eine „Ohrfeige“ oder etwas drastischer eine „Klatsche“ für die classe politique dieses korrupten und ethisch zerfressenen Staates, sondern eine gerichtliche Feststellung, dass hier von Seiten der classe politique illegal gehandelt wurde. Die selbst noch im sumpfigen Bierdunst des Stammtisches eingängige Ohrfeigen-Methapher erfüllt zwei Wünsche der staatstragenden Journaille auf einmal, indem sie hübsch drastisch und emotional klingt, aber gleichzeitig völlig verharmlosend verschweigt, dass der gesamte politische Apparat der BR Deutschland im besten Fall nur versagt hat, und dass er im schlimmsten Fall die mögliche Illegalität seines Handelns in Kauf genommen hat, wenn es darum geht, die Bürgerrechte und die in Sonntagsreden so geschätzte menschliche Würde der Menschen in der BR Deutschland in der Praxis unbedeutend zu machen. Die scheinbar lässige, aber doch beabsichtigt beleidigende Haltung, mit der ein damaliger Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble in Sachen Vorratsdatenspeicherung von der „Größten Verfassungsbeschwerde aller Zeiten“ sprach, lässt eher letzteres vermuten — von den immer noch anhaltenden, teilweise menschenverachtenden Reden aus der classe politique um die so genannte „Hartz IV“-Gesetzgebung*, die ja ebenfalls eine grundlegende Korrektur durch das Verfassungsgericht erhielt, einmal ganz zu schweigen.

Niemand käme auf die Idee, von einer Ohrfeige zu sprechen, wenn ein Dieb, Betrüger oder Gewalttäter von einem Gericht verurteilt würde. Es wäre ein Urteil, das klarstellte, das gewisse Verhaltensweisen im Rahmen der geltenden Regeln der Gemeinschaft nicht toleriert werden können, und dieses Urteil verbände sich mit persönlichen Sanktionen für den Verurteilten, die von einer Fortsetzung derartiger Verhaltensweisen „abschrecken“ sollen. Leider verbinden sich Urteile des BVerfG nicht mit persönlichen Sanktionen gegen die Menschen aus der classe politique, die bis zum leichtherzigen Bruch an sich eindeutiger Artikel des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland kriminell sind.

Hätte die classe politique einen gewissen Respekt vor den Inhalten des Grundgesetzes und vor dem Lebensrecht der Menschen in der BR Deutschland, denn hätte das Verfassungsgericht nur wenig zu tun und erschiene nur selten in den news. In der Häufigkeit, in der gezeigt werden muss, wie Richter in roten Roben die Ergebnisse des Gesetzgebungsprozesses korrigieren, spiegelt sich die unverschämte Respektlosigkeit der so genannten „Volksvertreter“ vor einem Gesetz wider, das sonst in gewissen Feierstunden in den höchsten Tönen gepriesen wird, und in diesem Spiegel wird überaus deutlich, mit was für einem lichtscheuen Gesindel man es zu tun hat.

*Der Begriff „Hartz IV“ ist ebenfalls bewusst irreführend und wird bewusst verwendet, um von der wirklichen Verantwortlichkeit für die geschaffenen Zustände abzulenken. Herr Hartz — man mag von ihm denken, was man will — konnte kein Gesetz erlassen. Es handelt sich um ein Gesetz der rot-grünen Koalition unter der Führung von Gerhard Schröder und Joschka Fischer und unter Beteilung von etlichen Angehörigen eines menschenverachtenden lichtscheuen Gesindels, das bis heute politisch einflussreich ist und es unter einer speichelleckerischen, aktiven Beteiligung der gesamten Journaille geschafft hat, dass sich seine Kälte und beflissene Umsetzung der teilweise faschistoiden Ideen der INSM in geltendes Recht mit dem Namen „Hartz“ und nicht mit der wirklichen Verantwortlichkeit verbindet.

Erziehungsmaschine

Hartz IV ist auch eine Erziehungsmaschine, die den Menschen dazu bringen soll, sich vor allem in „marktwirtschaftlichen Zusammenhängen“ zu definieren.

Markus Promberger, indirekt zitiert in der Telepolis

Die furchtlosen Heuchler

Das 5. Kapitel (Apostelgeschichte) Ein Mann aber mit Namen Ananias samt seiner Frau Saphira verkaufte einen Acker und entwendete etwas vom Gelde mit Wissen seiner Frau und brachte einen Teil und legte es zu der Apostel Füßen. Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, daß du den heiligen Geist belögest und entwendetest etwas vom Gelde des Ackers? Hättest du ihn doch wohl mögen behalten, da du ihn hattest; und da er verkauft war, war es auch in deiner Gewalt. Warum hast du dir solches in deinem Herzen vorgenommen? Du hast nicht Menschen, sondern Gott belogen. Ala Ananias aber diese Worte hörte, fiel er nieder und gab den Geist auf. Und es kam eine große Furcht über alle, die dies hörten.

Man merkt es den großen christlichen Kirchen in der BR Deutschland an, dass da schon lange keine „große Furcht“ mehr ist, dass sie genau wissen, dass „ihr“ Gott nicht mehr auf Heuchelei und Lüge reagiert, indem er die Heuchler und Lügner einfach vor versammelter Gemeinde bloßstellt und effektvoll mordet. Dies mag widerspiegeln, dass diese Kirchen sich längst den Satan zum Gotte erkoren haben, oder doch wenigstens seinen glitzergüldnen Bastardsohn, den Mammon.

Die nützliche und kleinhaltende Todesangst vor Gott ist für die Anderen, nicht für die kirchlichen Heuchler und ihr Geschäft.

Wenn der Vorübergehende sein schattenhaft dünstelndes Dasein durch die dröhnvolle Stadt schleppt, muss er an vielen Schaufenstern vorübergehen, in denen sich kirchliche und kirchennahe Organisationen mit Hilfe der Schergen Satans, der bildbunten Brut der Werber, zur Schau stellen. In diesen zur Schau stellenden Fenstern warmgetünchter Hochglanz von glücklichen Alten und Kranken, fotografiert durch den Lächelfilter der Reklamelüge, und zu diesen Bildern kurze, hehre Wortfetzen von Pflege und Geborgenheit, zu stanzen einen Eindruck von sozialem Engagement im Kopfe der weniger Bewussten.

Niemand soll sich darüber verwundern, dass es diese Läden erst gibt, seit die so genannte „Pflegeversicherung“ aus solchem Tun einen guten deal gemacht hat. Nein! Engagiert und „sozial“ soll es aussehen, was da getrieben wird, wie ein Akt selbstloser Liebe.

Das sieht der Vorübergehende und spürt den unwiderstehlichen Reiz und würde sich zur Erleichterung zu gern erbrechen, wenn er doch nur etwas im Magen hätte. Denn er kennt die andere Seite, die nicht so glänzt, er weiß aus persönlichen Gesprächen von flugs angelernten Menschen, die sich in erzwungener, staatlicher Hartz-IV-Elendsarbeit für einen Nichtlohn in der so genannten „Pflege“ verschleißen müssen, damit auch ja der Profit stimme, er hat die ausgebildeten Schwestern kennengelernt, die einen befristeten Vertrag als Hilfsschwester nach dem anderen kriegen, immer mit dem mündlich gegebenen Versprechen einer anschließenden Übernahme in einer festen Anstellung und so knebelnd gehalten, dass sie sich noch krank zur unterbezahlten Maloche schleppen müssen, um ja nicht kurzfristig gekündigt zu werden und vor dem völligen persönlichen Nichts zu stehen. Er weiß von ständiger Verfügbarkeit, Einsparungen am Personal, selbstverständlich erwarteten, unbezahlten Überstunden und der völligen Unmöglichkeit einer persönlichen Lebensplanung im Zustand der totalen Ausbeutung und der täglichen, telefonischen Abrufbarket, die selbst noch im „Urlaub“ erwartet wird. Er hat mit diesen vom christlichen Pflegemoloch zu Material gemachten Menschen zu viele Tränen geweint, um angesichts des Zynismus und der werbenden Kälte dieses lichtscheuen Gesindels keinen Ekel zu empfinden. Und. Er ist sich sicher, dass auch die „Pflegefälle“ wie Material behandelt werden, weil es in diesem ganzen, asozialen Treiben der Kirchen und ihrer Geschäftsstellen nur auf eines ankommt: Auf den Reibach.

Und dies alles wissend findet der Vorübergehende es schon manchmal sehr schade, dass die zynischen, geldgeilen, pfäffischen Heuchler ohne jeglichen Respekt vor den missbrauchten Menschen nicht einfach wie in gewissen biblischen Berichten tot umkippen.

 

Quelle des Scans: Die Bibel, Apostelgeschichte, 5. Kapitel, Verse 1 bis 5, revidierte Luther-Übersetzung von 1956. Sorry für den heute schwer lesbaren Fraktursatz, aber ich habe gerade keine andere Bibel zur Hand — zudem zeigt dieses Schriftbild trefflich, wie obsolet dieses Buch im institutionalisierten Christentum wirklich ist. Mit Gruß an I. und C.

Sisyphos

Und weiter sah ich den Sisyphos in gewaltigen Schmerzen: wie er mit beiden Armen einen Felsblock, einen ungeheuren, fortschaffen wollte. Ja, und mit Händen und Füßen stemmend, stieß er den Block hinauf auf einen Hügel. Doch wenn er ihn über die Kuppe werfen wollte, so drehte ihn das Übergewicht zurück: von neuem rollte dann der Block, der schamlose, ins Feld hinunter. Er aber stieß ihn immer wieder zurück, sich anspannend, und es rann der Schweiß ihm von den Gliedern, und der Staub erhob sich über sein Haupt hinaus.

Homer, Odyssee, 11. Gesang, 593-600

Sisyphos, Sohn von Aeolos und Enarete, wurde in der griechischen Mythologie als der gerissenste aller Menschen bezeichnet. Nichts. Könnte weniger wahr sein. In Wirklichkeit war diese wie ein Held hingestellte Figur des überpersonalen antiken Kopfkinos das Abziehbild eines verdammten Idioten. Den Prometheus, den kann der Mensch ja noch verstehen, denn dieser konnte nichts mehr machen, wenn jeden Tag der hundsköpfige Adler kam, um seine Leber zu vernaschen. Er war das typische Opfer der Herrschaft, gefesselt, darbend, dürstend und schlaflos, mit Eisen an den Fels gehauen, so blieb ihm keine andere Option, als die ewige Folter des ausgelieferten Gefressenwerdens über sein Dasein ergehen zu lassen und vergebens um Gnade zu flehen. Nichts von alledem findet sich in der Gestalt des Sisyphos. Da ist keine Fessel, die nicht in seinem Kopf gewesen wäre. Wenn er. Nur einen Hauch von Einsicht oder gar Gerissenheit gehabt hätte, denn hätte Sisyphos diesen blöden Stein einfach liegen lassen; soll der Thanatos doch selbst sehen, wie er den Stein mit seiner göttlichen Macht nach oben bringt.

Und ganz genau so dumm. Sind sie alle. Die diesen von Homer im Auftrage der damaligen Herrschenden zum Held gemachten Sisyphos nacheifern. (Vor allem die Pädagogen nehmen ja gern diese jammervolle Pose ein, um ein wenig davon abzulenken, dass sie nicht so sehr arbeiten, sondern vielmehr ihnen ausgelieferte, junge Menschen zu gefügigen und leicht verwertbaren Batterien im betrüblichen betrieblichen Produktionsprozesse machen.)

Übrigens hat Sisyphos bis heute einen gesellschaftlichen Nachklang, denn die so genannten „Wirtschaftswissenschaftler“ haben sich ein schönes Wort ausgedacht, um eine kranke Idee in ihrem verdammten Aberglauben damit zu bezeichnen. Dieses Wort lautet „Sisyphismus“ und bezeichnet ein System, in dem die Arbeit um ihrer selbst willen — auch dann, wenn die Arbeitenden durch ihre Arbeit keinerlei ökonomischen Vorteil haben — als schätzenswert betrachtet wird. Es ist das System, das den Menschen in der BR Deutschland seit der von Gerhard Schröder angeführten Regierung aus SPD und Grünen mit allerlei irrationaler Propaganda in das Hirn implantiert werden soll, damit es auch ja zum überpersonalen Kopfkino der Jetztzeit werde, woran der Mensch sich selbst und jeden anderen Menschen messe. Der gesamte Wahnsinn eines staatlich subventionierten „Marktes“ für schäbig entlohnte Elendsarbeit, der von der derzeitigen großen Koalition fröhlich weiter aufrecht gehalten wird, ist die politisch gewollte Einrichtung eines sisyphistischen Systemes, den Verfluchten zur Last und den Besitzenden zum Wohlgefallen. Ein Unterschied zu Sisyphos besteht freilich; denn wer heute in diesem fremden Film seines mit hohem Aufwand von außen induzierten Kopfkinos nicht Platz nehmen mag, der wird mit existenzbedrohenden Sanktionen gefügig gemacht.

Sisyphosse dieser Zeit, lasst den verdammten Stein liegen! Sollen die fluchbringenden, großkopferten „Götter“ sich doch selbst daran zerplagen!

Mit fröhlichem Gruß an Ralf