Tag Archive: Geheimdienst


Analogleichen

Lasst euch nicht von der propagandistisch so nützlichen Vorsilbe „cyber“ auf einen Weg zu unzutreffenden Gedanken leiten! Das, was am Informations- und Cyberkrieg der Geheimdienste nicht digital ist, das sind die zerfetzten Leichen der Drohnenopfer.

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Der Dieb

Der Dieb sagte jenen, die ihn einen Dieb nannten: „Die, die nichts haben, haben auch nichts vor mir zu befürchten“.

Diese Ahnungslosigkeit!

Angesichts der — mutmaßlich zur Beleidung der Intelligenz der Menschen in der BRD von Politikern und vergleichbarem Geschmeiß gespielten — Ahnungslosigkeit des gesamten politischen Apparates der BRD über die umfassende Überwachung des gesamten Internet durch US-amerikanische und britische Geheimdienste sollte man gleich zusammen mit dem so genannten „Verfassungsschutz“, der angesichts einer aktiven Mörderbande NSU nichts als ein Jahrzehnt des völligen Versagens (im günstigsten Fall, im durchaus nicht unwahrscheinlich erscheinenden schlimmeren Fall allerdings: des Schutzes von Verbrechern und der Mittäterschaft bei schweren Verbrechen) bilanzieren kann, auch gleich den so genannten „Bundesnachrichtendienst“ abschaffen, der offenbar vollkommen an seiner Aufgabe gescheitert ist, ausländische Spionage in der BRD zu erkennen und zu bekämpfen.

Das völlige Fehlen jeder Forderung nach Konsequenzen für ein nicht gerade ungefährliches Scheitern der Geheimdienste ist ein Spiegelbild des verheimlichten Wissens der Herrschenden, und dieses Spiegelbild zeigt bei aller Undeutlichkeit eines sehr deutlich: Die Lügen dieses lichtscheuen Gesindels aus der classe politique.

Ich habe doch nichts zu verbergen…

„Ich habe doch nichts zu verbergen“, sagt Mitmensch Dumpf, um seine Gleichgültigkeit gegenüber dem immer weiter ausgeweiteten Überwachungsstaat zu rationalisieren und sich selbst nicht eingestehen zu müssen, dass seine Gleichgültigkeit in einer Angst wurzelt, die jeden richtigen Gedanken noch in seiner frühesten Regung erwürgt. Mitmensch Dumpf sagt das, um aus seiner gespielten Offenheit für jeden Einblick ungesagt eine Pflicht für jeden anderen Menschen zur Offenheit für jeden Einblick zu formen; und um jeden, der sich gegen solche Offenheit verweigert, subtil der verborgenen Schändlichkeiten und Widerwärtigkeiten zu bezichtigen, die hinter der Fassade der Privatheit gären mögen.

Interessanterweise gelingt es Mitmensch Dumpf in seiner Dumpfheit niemals, den gleichen groben Hebel auf das Treiben der staatlichen Geheimdienste anzuwenden, das mit so viel Sorgfalt vor den Menschen (und damit auch vor Mitmensch Dumpf) verborgen wird, in deren Auftrag dieses Treiben vorgeblich geschieht.

Operation gelungen

Der Vorübergehende unterbrach den Lachanfall seines Zeitgenossen mit den Worten: „Wenn du wirklich glaubst, die Geheimdienste seien vollkommen unfähig und deshalb lächerlich, dann haben die Geheimdienste ihre Arbeit gut gemacht; wenn du wirklich glaubst, der Staat, in dem du lebst, tut jetzt, in diesem Moment jene Dinge nicht, von denen dir zum Auslösen des gewünschten Schreckens immer wieder einmal erzählt wird, dass sie von anderen Staaten getan werden, dann funktioniert die Propaganda“.

Heitere Meta-Verschwörungstheorie zum Nachdenken, in Form einer flappsigen Frage: Haben die Geheimdienste etwa einige besonders knallköpfige Verschwörungstheoretiker fianziert? Das kann natürlich niemand wissen, es wäre ja geheim. Doch wie einige Verschwörungsspinner zu fragen niemals müde werden: Aber wer hat den Vorteil davon?