Tag Archive: Frauenquote


Die CDU-SPD-Frauenquote

Ich habe eben drei Frauen, die mutmaßlich mies bezahlt im Aldi arbeiten — eine von ihnen trug den Text „Auszubildende“ auf der Brust, dieses von sprachpolitischen Hirn-Programmierern ersonnene Wort, das die Ausbeutung junger Menschen zu einer Form der „Bildung“ verklären soll — danach gefragt, ob sie sich nicht darüber freuten, dass es zu so einem großen politischen Sieg für die Frauen gekommen sei. Ob es ihnen nicht neue persönliche Perspektiven jenseits der elenden und mies bezahlten Plackerei eröffne, dass demnächst die Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen mit dreißig Prozent Frauen besetzt sein müssen. Aber die Reaktionen waren dermaßen desinteressiert und in einem Fall sogar unwirsch und aggressiv, dass ich nicht mehr wie eigentlich geplant ein paar hundert Meter weiter ging, zum von den ev.-luth. Jesusverkäufern betriebenen Pflegeheim, um dort den untertariflich verschlissenen Frauen mit ihren immer neu vereinbarten „befristeten“ Arbeitsverträgen die gleiche Frage zu stellen. Ich beglückwünsche den bourgeoise gewordenen Quoten-Feminismus der classe politique um sein genaues Wissen darum, wo die Probleme der Menschen liegen und was gegen diese Probleme unternommen werden kann — „Warum kratzen sie mich?“ — „Ich bin Politiker und weiß deshalb, wo es ihnen juckt“.

Gruß an Frau G.! Und nein, ich wollte nicht sie verächtlich machen, sondern das Geschmeiß und die Geschmeißinnen, die sich in ihrem Namen hinstellen und vorgeben, ihre Interessen zu vertreten.

Frauenquote

„Natürlich bin ich genau wie Ursula von der Leyen für eine mit aller Härte gesetzlich durchgesetzte Frauenquote in Führungspositionen“, sagte der Vorübergehende zu seiner Zeitgenossin, „und zwar vor allem in der röm.-kath. Kirche“.

Frauenquote

Wenn eine politische Partei eine „Frauenquote“ für ihre Führungspositionen einführt, ist das nicht ganz ein Schritt in die richtige Richtung. Sehr viel not-wendiger wäre die Einführung einer Kompetenzquote.