Tag Archive: Frauen


Wackeln

Wenn Frauen eher auf das Gesäß als in das Gesicht geschaut wird, liegt das auch daran, dass ihr Gehirn meistens nicht so aufreizend wackelt.

Abgesoffen

„Es ist immer wieder erstaunlich, und man vergisst es doch so schnell“, sagte der Vorübergehende zu seinem sich nach Partys sehnenden Zeitgenossen, „dass auch die begehrenswerteste Frau jegliche Anmut und allen Reiz verlieren kann, wenn sie erst einmal betrunken ist. Der Suff wäscht die Kultur, die Selbstkontrolle und die hübsche Fassade ab, und was nach dieser alkoholischen Reinigung verbleibt, ist die mechanische, kalte, dumme Psyche, die nur noch ein mechanisches, kaltes, dummes Miteinander ermöglicht“.

Maske

Als eine Zeitgenossin dem Vorübergehenden voller Freude erzählte, dass sie ein Pfund abgenommen habe, fragte der Vorübergehende nur: „Hast du dich etwa noch nicht geschminkt?“.

Augengröße

Der Vorübergehende sagte zu seinem Zeitgenossen: „Die Frauen donnern sich immer auf, als seien die Augen der Männer größer als die Gehirne der Männer — und sie haben mit dieser Strategie Erfolg“.

Fall

Über einen gemeinsamen flüchtigen Bekannten, der sich in nur zwei Jahren seines Lebens vollständig ruiniert hatte, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen: „Er wäre dieser Frau so gern in die Arme gefallen, aber leider fiel er ihr in die Hände“.

Objekt und Subjekt

So verständlich es ist, dass Frauen sich dagegen verwehren, von Männern als Sexualobjekte angesehen und benutzt zu werden, so unverständlich ists, dass Männer sich so wenig dagegen verwehren, von Frauen als Bezahlsubjekte angesehen und benutzt zu werden.

Gesicht

In Vorübergehen an eine Frau, deren Parfümierung schon aus fünf Metern Entfernung den Eindruck eines orientalischen Bordells erweckte, dachte sich der Vorübergehende „Mit Kosmetik, Pflege und Schminke kann man vielleicht, um einen höheren Preis am Fleischmarkt des Beziehungshandels zu erzielen, das Aussehen der Haut verändern, aber leider niemals diesen entsetzlich dummen, leeren, desinteressierten, egomanischen, menschenfeindlichen Gesichtsausdruck, der im Gegensatz zur täuschenden Fassade halten wird, was er verspricht“.

Glück

Der Vorübergehende sagte zu seinem Zeitgenossen: „Aber ich habe doch Glück mit den Frauen. Sie beachten mich meistens nicht“.

Die Kopfgeburt der höheren Töchter

Der Genderjargon markiert. Die Literatur ist aber kein Stadtfaltplan. Die tobenden Frauen und Männer, die sich an der Debatte beteiligen, gehören der bürgerlichen Klasse an. Der Interpunktionsirrsinn ist die Ausgeburt der höheren Töchter. Der Restaurationswahn ist das Gespei der spröden Oberschichtler. Wir sind nicht in der Benimmschule. Ich halte mich nicht an eine Grammatik der Gesinnung

Feridun Zaimoglu [Archivversion des Deutschlandfunk-Artikels]

Große, würdelose Titten

Erstaunlich, wie bereit viele Frauen nach den sicht- und ansichtsprägenden frühen Jahren mit ständigen Blick auf die Wahngestalten des show business und auf die kokainkranken Photoshop-Fantasien der Reklame doch dazu sind, ihre Körper chirurgisch „optimieren“ zu lassen, wenn sie es sich irgendwie leisten können. Zumindest ich habe von beinahe jeder Frau, die ich jemals in meinem Leben erotisch und begehrenswert fand, nur den Klang ihrer Stimme im Gedächtnis, der mich hinfortriss. Aber es scheint ja auch zu gelten: Je größer sich eine Frau die Brüste im Krankenhause aufblasen lässt, desto dissonanter, kreischiger, würdeloser und dümmer klingt ihre Stimme.

Statistisch belegte Dummheit

Wenn Statistiken belegen, das „für Frauen“ an- und ausgepriesene Produkte und Dienstleistungen deutlich teurer als völlig gleichwertige Produkte und Dienstleistungen „für Männer“ sind, und wenn Frauen diese überhöhten Preise für pinkfarbene Pigmente in Produkten und Verpackung sowie für eine an die Psyche von Frauen gerichtete Reklame auch noch bezahlen, dann belegt eine solche Statistik nicht etwa — wie es im sachlich klingendem Tonfall vom Nachrichtensprecher des Staatsfernsehens gesagt und begleitend aufgeregt-polemisch über social media weitergeschnattert wird — eine Diskriminierung von Frauen, sondern eine im Durchschnitt deutlich geringere lebenspraktische Intellgenz und die seit langem wohlbekannte Tatsache, dass Dummheit auch teuer sein kann.

Zeit für mehr Dummheit

„Lies die Propaganda und Reklame nicht, um dir deine Psyche davon aufheizen zu lassen und dann dumm zu werden und zu handeln, sondern lies sie, damit dein Gehirn aufhört zu dösen und wach ist!“, sagte der Vorübergehende zu einer Frau, die allen Ernstes noch daran glaubte, dass in den Zeitungen oder gar auf Wahlplakaten etwas Wahres zu lesen sei. „Wenn es wirklich so wäre, dass Frauen für die gleiche Arbeit und die gleiche Leistung rd. zwanzig Prozent weniger Lohn bekämen, wie es die politische Propaganda in die Welt lügt, dann gäbe es keine arbeitslosen Frauen mehr und die Ausbeuter würden Männer nur noch als einen Notbehelf einstellen, wenn die billigeren Frauen einmal nicht ausreichend zur Verfügung stünden. Und wenn du erst einmal so durch allereinfachste Überlegungen erkennst, wie übel dir manipulativ mitgespielt werden soll, dann weißt du, mit was für einem lichtscheuen Gesindel du es zu tun hast“.