Wer als vorgeblich extremkonservativer Saubermann-Politiker wegen eines kleinen, durch Filmaufnahmen sichtbar gewordenen Korruptionsskandälchens und dem Offenbarwerden seines ganz besonderen „Demokratieverständnisses“ [Archivversion] zurücktreten muss, kann sich während dieses Vorganges schon einmal daran erfreuen, wie Ton und Duktus der Rückblicke auf die Regierungszeit die richtigen Nachrufe vorwegnehmen, auf die wir Politikgenießer hoffentlich nicht mehr allzulange warten müssen.

Schade nur, dass es solche Videos viel zu selten gibt — oder genauer: Dass die meisten Politikverbrecher viel zu erfahren sind, um sich dermaßen einfach von einem fingierten Treffen mit einer angeblichen Milliardärin und einer versteckten Kamera reinlegen zu lassen.

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