Tag Archive: Film


Robocop

„Robocop“, sagte der Vorübergehende zum gebannt auf die Glotze starrenden Zeitgenossen, „ist wie der feuchte Polizisten-Traum eines Innenministers in den so genannten ‚demokratischen‘ Staaten: Kleines Hirn und keine Hoden, aber schwer gepanzert und bewaffnet“.

Ich meine natürlich Robocop 2, der heute in irgendeinem Programm lief, um die Zuschauer zu programmieren…

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Das Unsichtbare fiept

Es ist — mit etwas Abstand betrachtet — eine gleichermaßen lustige und absurde Konvention: Wenn in Produktionen für Kino und Fernsehen eine Datenverarbeitung wie etwa eine Suche in einer Datenbank dargestellt werden muss, handelt es sich ja um einen unsichtbaren und abstrakten Vorgang. Im wirklichen Leben gibt jemand seine Suchkriterien in eine Maske ein und erhält nach meist kurzer Wartezeit ein Ergebnis präsentiert, das dann durch Augenschein und geistige Arbeit beurteilt und bewertet werden muss. Ein stiller und bewegungsloser Vorgang, der jeder Darstellung in einem strikt audiovisuellen Medium Widerstand leistet. Da dennoch eine audiovisuelle Metapher gefunden werden musste, um den abstrakten Vorgang der Datenverarbeitung darstellen zu können, haben sich die Regisseure solcher Produktionen schon früh dazu entschlossen, dass die verwendeten Geräte verschiedene, meist fiepsige Geräusche von sich geben müssen, wenn sie arbeiten — gar nicht auszudenken, wie unerträglich es in einem Büro klänge, in dem die Rechner derart vor sich hinpiepten.

Als ob das noch nicht absurd genug wäre, wirkt diese schon sehr künstliche Metapher des Films und Fernsehens in das wirkliche Leben hinein. Und. Recht viele in Privathaushalten aufgestellte Computer nerven jeden ihrer Benutzer mit allerlei aufdringlichen Klängen, die sie zu allen möglichen und unmöglichen Anlässen abspielen.