Tag Archive: FAZ


Werter Herr Christopher Lauer!

Werter Herr David Christopher Georg Lauer! Ich verachte nicht die Politik, ich verachte Politiker. Daran haben sie mit ihrem arroganten, verlogenen Gehabe und ihrer opportunistisch sicherlich höchst lukrativen 180-Grad-Wende in Sachen „Leistungschutzrecht für Presseverleger“ einen gewissen, gar nicht einmal allzu großen Anteil. Bitte gehen sie einfach möglichst schnell sterben und lassen sie sich als friedlich vor sich hin verrottender Madensack auf dem Friedhof des Axel-Springer-Verlages bestatten!

Ihr ihre „Politik“ „genießender“
Nachtwächter

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Existenzängste

Screenshot der Website der Frankfurter Allgemeinen -- Schlagzeile: 'Digitalisierung: Banken in Existenzangst'

Dieser Moment, in dem ich einem Milliardärsspeichellecker und FAZ-Scheißjournalisten wie diesem Markus Frühauf von ganzem Herzen wünsche, dass er die Bedeutung des Wortes „Existenzangst“ an seinem eigenen, von intelligenz- und menschenverachtenden Zynismus erfüllten Entseelungsrest von Körper in seiner ganzen Tiefe kennenlernen möge.

Richtig falsch

Es löst schon eine gewisse Heiterkeit aus, wenn die sonst immer um treffende Sprache bemühten Qualitätsjournalisten die Tätigkeit einer börsennotierten Unternehmung mit einem Internet-Dienst für angeblich vertrauliche Kommunikation knackig und überschriftstauglich beschreiben wollen und ihnen dafür kein anderes Wort als „Nachrichtendienst“ einfällt… offenbar so dumm, dass sie sich nicht der bisherigen Bedeutung dieses Wortes bewusst sind, aber dennoch, wenn man beim Lesen eben daran denkt: sehr gut und genau benannt.

Zitat des Tages

Einmal mehr erledigt also die wichtigste Arbeit im deutschen Wissenschaftssystem eine unbezahlte und weitgehend anonyme Gruppe, während hochbezahlte Professoren wie Claus Leggewie in der FAZ Lügen verbreiten

Dr. Stefan Weber im Blog für wissenschaftliche Redlichkeit

Force Multiplication

„Force Multiplication“ hieß das Programm, das jede Botschaft aus dem Wahlkampf ausmerzte, um Platz für „Technologie und Daten“ zu schaffen. „Es ging um Zahlen, Daten und Fakten, nicht um politische Botschaften aus den Hinterzimmern.“ Es ging um „Big Data“, worüber „zuletzt einige Texte erschienen, die die Debatte nun sehr schwer machen“, sagte van de Laar. „Die Datenschützer unter Ihnen, wenn Sie kurz raustreten wollen und sich einen Kaffee holen wollen. Kommen Sie in zehn Minuten wieder“, fuhr van de Laar fort, um darauf zu sprechen zu kommen, wie das „Micro-Targeting“, die planvolle und gezielte Wähleransprache der Obama-Kampagne, funktionierte.

Frankfurter Allgemeine — Wie Big Data das Wahlgeheimnis aushebelt: Wir wissen, wen du wählen wirst

Biologie ökonomisch betrachten

Man muss daran erinnern, dass der Darwinismus in großen Teilen die Rückübertragung ökonomischer Theorien in die Welt der Natur war. Es waren die Wirtschaftskräfte, die ihm die Metaphern für seine Gedanken lieferten, nicht die Natur. Das erklärt, wieso der Ökonom Sarrazin Darwins Schriften liest, als seien sie ein Bericht der Bundesbank. Würde es ihm um Erkenntnis gehen, hätte Sarrazin zumindest in einem Kapitel seines Buches den Irrweg und die Widersprüche einer Theorie schildern müssen, die er jetzt aus der Gruft der Geschichte zurückholt. Er erzählt die Geschichte nicht bis zum bitteren Ende, und das sollten und müssen seine Leser wissen. Die Amerikaner, die 1924 mit einer Einwanderungspolitik auf erbbiologischer Grundlage begannen — derselben, die Sarrazin jetzt wieder empfiehlt –, haben dies bitter bereut.

FAZ.net: Nichts macht die Gesellschaft dümmer als Biologismus

Soziale Zwitscherglotze

[…] Twitter wächst schnell. Junge Menschen nutzen Twitter eher selten, weil sie meist die direkte Kommunikation mit Menschen bevorzugen, die sie kennen. Auf Twitter geht es aber um größere Gemeinschaftten von Menschen, die an den Themen interessiert sind, für die ich mich auch interessiere. „Soziales Fernsehen“ ist zum Beispiel eine sehr interessante Anwendung, wenn Menschen auf Twitter über einen Film diskutieren, die sie gerade schauen. Twitter ist auch eine soziale Ebene, die sich über die Nachrichten legt. […]

Stowe Boyd in FAZ.NET

Es erfüllt mich mit einem unwiderstehlichen Lachzwang, wenn ein „Vordenker“ in diesem Web-2.0-Geschwafel in einem interview ein Beispiel für die Großartigkeit und besondere soziale Komponente von Twitter sucht und ihm dabei vor allem eine „interessante Anwendung“ einfällt: Wenn die Menschen von der Ödnis der unentwegt mitlaufenden Glotze so wenig ausgefüllt und gar gelangweilt sind, dass sie nebenher darüber twittern, statt diese öde Idiotenlaterne einfach auszuschalten und sich erfreulicheren Dingen zuzuwenden. Und wenn so eine Haltung als „Soziales Fernsehen“ bezeichnet wird, kann nichts mehr das hervorkommende, glucksende und gackernde Lachen über einen derartigen bullshit stoppen.

Doppelt hält besser

Er sagte: „Die heutige Zeit ist doch gar nicht morallos. Noch nie hat ein Mensch so viel Moral wie heute gebraucht. Er braucht sie sogar in doppelter Ausführung, einmal für sich selbst und ein weiteres Mal mit etwas strengeren Maßstäben für andere Menschen.“