Tag Archive: Die Grünen


Opferdarsteller:innen

Es wird sicher wieder von Elite gesprochen werden. Und vermutlich werden es dann nicht die Juden und Kosmopoliten, nicht die Feminist:innen und die Virolog:innen sein, vor denen gewarnt wird, sondern die Klimaforscher:innen

Carolin Emcke, Politikerin

Hüte dich vor denen, die sich als ständig gefährdete und zerschlagene Opfer auf die journalistische und politische Bühne stellen, um aus elitärer Position den gesamten Diskurs und seine Richtung mit viel Moral, wenig Reflektion und noch weniger intellektueller Durchdringung zu bestimmen und nicht einmal mehr die Hemmung haben, jeden Kritiker nur assoziativ, aber dennoch psychisch wirksam mit dem Stempel des mörderischen hitlerdeutschen Judenhasses zu bestempeln, wenn der Stempel des Vergewaltigers einmal nicht mehr ausreichen sollte! Sie haben einen sehr bequemen Weg gefunden, und mindestens das haben sie auch selbst gut verstanden, denn sie tun alles dafür, dass ihre Opfer eine derartige Möglichkeit niemals mehr erhalten.

Sozialpolitik

„Die so genannte ‚Sozialpolitik‘ der CDU, SPD, CSU, Grünen und FDP wird von zwei großen Befürchtungen geformt“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „nämlich, dass ein Hartz-IV-Empfänger zu viel Geld haben könnte und dass ein Milliardär zu viel Steuern zahlen könnte. Sie ist eine Politik, ja, aber sozial ist sie nicht — und sie wird es auch nicht durch Reden“.

Rot-grüne Kontinuität

Tweet von @robert_fietzke vom 31. Januar 2021, 12:02 Uhr: Ihr habt mitbekommen, dass #Grüne und #SPD in #Hamburg einen Antrag von #LINKE und #CDU (!) abgelehnt haben, Obdachlose winterbedingt in Hotels unterzubringen, obwohl die leer stehen und diesen Winter bereits elf (!) Menschen erfroren sind?

An die Grün:innen

Es gibt kein richtiges Grün im falschen.

Querdenkerwurzel

Allein schon der Begriff des „Querdenkers“ ist entlarvend, er hat neoliberale Wurzeln. In der Hochphase des Neoliberalismus in Deutschland, als Hartz IV und Agenda 2010 von Rot-Grün durchgepeitscht wurden, galten deren Propagandisten oftmals als mutige Querdenker, die „verkrustete Strukturen aufbrechen“ und „Besitzstandswahrer“ endlich zur Kasse bitten würden. Der Sozialstaatsabbau in der Bundesrepublik wurde mit einer scheinprogressiven Rhetorik propagiert – dies war eine der „Innovationen“ der damaligen Regierung Schröder/Fischer. Die heutigen Querdenker sind – ganz im Sinne des Extremismus der Mitte – nur eine Verwilderungsform ihrer neoliberalen Vorgänger.

Tomasz Konicz

Von der politischen Furcht

Ich fürchte mich mehr von den antiwissenschaftlichen Reflexen des lifestyle-esoterisch verblödeten Bürgertums, die schon seit Jahrzehnten in ihrem latenten Faschismus innerhalb der grünen Partei politisch wirkmächtig und würgmächtig sind, die so gerne die hartzvierig-kalt in die Not schimpfende Geste des „Eure Armut kotzt mich nicht nur an, sondern sie schadet auch noch der Umwelt“ einnehmen, ja, die in höchst bourgeoisen Kontexten sogar schon so salonfähig geworden sind, dass sie von quasi besoldeten Journalisten des Parteienstaatsfunks völlig unwidersprochen als ernstzunehmende Weltsicht präsentiert werden… ich fürchte mich davor viel mehr als vor dem kleinen Haufen so genannter „Reichsbürger“, die mir von Journalisten regelmäßig als eine riesige Gefahr vor Augen gestellt werden.

Wie reagiert man bei den Grünen darauf, wenn ein Mörder in Frankfurter Hauptbahnhof eine Mutter und ihr achtjähriges Kind vom Bahngleis vor dem einfahrenden Zug schubst und das Kind dabei stirbt?

Die Antwort gibt Eike Lengemann (Die Grünen), Beisitzer im Vorstand der Grünen Hannover, Volkswirt mit dem Schwerpunktthemen Verkehrswende und Energiewende. Ich bitte Menschen mit empfindlichem Magen darum, eine Speitüte bereit zu halten:

Tweet von @EikeLe, verifizierter Account, vom 30. Juli 2019, 18:44 Uhr: Im Autoverkehr streben jährlich mehr als 3.000 Personen - keine allzu großen Diskussionen. Im Bahnverkehr stirbt eine Person - Interview mit dem Chef eines Sicherheitsdienstes, Bundesminister unterbricht Urlaub.  Bitte immer die Verhältnismäßigkeit wahren, @HAZ & Hr. Seehofer.

Offenbar sind solche Morde für in Hannover kommunalpolitisch führende und politisch recht ambitionierte Mitglieder der Grünen bei ihren politischen Instrumentalisierungsversuchen auf dem Rücken eines toten Kindes und einer vermutlich lebenslang traumatisierten Mutter ganz gewöhnliche Vorfälle des „Bahnverkehrs“, grob vergleichbar mit einem Autounfall. Zumindest so lange der Täter kein „Nazi“ war… 😦

Ein widerwärtiges Geschmeiß ist das!

Wie man im Screenshot sehen kann, habe ich die Madsackpresse auf Twitter blockiert, und zwar aus Gründen. Halbmechanische Dampfzwitscherer, die mir voller contentindustrieller Beflissenheit hannover-bezügliche Hashtags mit ihrem reklamevermarktenden Infomüll oder gar Links hinter ihren Bezahlschranken vollspülen, gebe ich mir nicht freiwillig, sondern gehe mit ihnen um wie mit jedem anderem Feind und Spammer auch. Möge das Sterben der Zeitungen und Presseverlage ganz schnell gehen, und doch allen Beteiligten sehr weh tun! Karma is a bitch.

Stadtluft macht grün

„Die ‚Grünen‘ sind stark in den größeren Städten“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „also dort, wo es wenig Natur gibt und wo die fehlende Natur als innerpsychische Projektionsfläche für ein Spiegelbild des gesamten entgangenen Lebens, der geraubten Zukunftsaussichten und der Hässlichkeit der Städte herhalten muss. Je mehr ein Mensch von der Kälte, Dummheit und geistlosen Grimmigkeit der Natur mitbekommt — und das geschieht schon durch geringfügig ländlicheres Leben, es bedarf gar nicht richtiger Zivilisationsferne — desto geringer wird seine Neigung, ‚grün‘ zu wählen. Nur, wer aus erfahrungsfreier Naivität heraus die niedlich-kindische Wahnwelt aus Disneys Bambi-Film mit der Natur verwechselt, kann der Natur etwas abgewinnen“.

Grün und braun

Im Vorübergehen an ein großes Haus, das durch sein Schild als „Freie Waldorfschule“ ausgewiesen war, sagte der Vorübergehende zu seiner Begleiterin: „Die Brauen haben ihre kommissarische Reichsregierung und die Grünen haben ihre anthroposophische Gesellschaft; so hat doch jeder, der das Vollbad in der sämigen Dummheit seiner Psyche vorm Denken bevorzugt, etwas, wo er Gleichgesinnte trifft, die niemals widersprechen und den eigenen Wahn zum kollektiven Erleben erheben“.

Berechtigt

Das Misstrauen gegen die Parteiendemokratie ist älter als die Piratenpartei und älter als die Grünen, deren Beispiel zeigt, dass es auch mehr als berechtigt ist

juh’s Sudelbuch: Was lernen wir aus den Fehlern der Piratenpartei?

Erinnerung

Die Art und Weise, mit der betuliche Betschwestern damals auf Busen reagierten, erinnert frappant an die heutigen Reaktionen von SJW-Puritanern auf 4chan-Prankster

Peter Mühlbauer, Telepolis, Grüne: Inbegriff des Uncoolen

Spießer

„Noch niemals waren die deutschen Spießer so kalt, selbstgerecht und widerwärtig wie heute“, sagte der Vorübergehende, als das Gespräch auf die Wähler der Grünen kam.