Tag Archive: Corona


Die bessere Welt dank Corona

„Ist es nicht wunderbar“, sagte der Vorübergehende zu seinem nachrichtengläubigen Zeitgenossen, „dass dir dieser Journalist in allen Blättern und auf allen Kanälen schon seit Wochen jeden Tag nur noch von Corona erzählt, dass sich also die Klimakatastrophe, von der er zuvor jeden Tag erzählt hat, offenbar irgendwie von allein gelöst hat? Denn sonst würde dir der Journalist ja davon erzählen, wenn das Thema weiterhin wichtig wäre“. :mrgreen:

Konsumlaune

Als am Vorübergehenden ein Nachrichtenticker mit dem Text „Corona: Konsumlaune sinkt auf Rekordtief“ vorbeiscrollte, sagte er leise: „Das ist aber auch immer ein Jammer für diese Wirtschaftsredaktionen in Presse und Glotze, dass diese Menschen so eine geringe Sterbelaune haben! Wenn sie sich doch nur opferten und entschlossen für die wahren Werte der Wirtschaftsredaktion und ihrer Sponsoren stürben, für die guten Zahlen und das Wachstum und die Dividenden“.

„Social Distancing“

„Dieses zum Schutz vor einer Corona-Infektion eingeforderte und inzwischen sogar politisch erzwungene Social Distancing ist für mich kein Problem“, sagte der Vorübergehende unverschämt grinsend, „denn ich komme aus Hannover“.

Lebensretter

„Seltsam“, sagte der Vorübergehende in die Flut des Geschwafels der Nachrichten hinein, „im Moment kann man also Leben retten, indem man einfach seine Wohnung nicht verlässt und seinem Lieblingssessel ein dekoratives Hinternmuster eindrückt. Und selbst das ist einigen Menschen noch zu viel Mühe, so dass es politisch angeordnet werden muss“.

Motivation

„Die Regierungen reagieren ja nicht auf die Corona-Pandemie, um den regierten Menschen zu helfen und ihnen das Leben zu retten“, sagte der Vorübergehende gelassen zu seinem Zeitgenossen, der ihm aufgeregt von der Ansprache der Bundeskanzlerin erzählte, „sondern nur, um ihren Günstlingen zuzuarbeiten und ihre Macht zu erhalten. Und jeder, der Posten und Pfründe erringen oder behalten will, nickt zustimmend“.

Im Vorübergehen vor einem Supermarkt sagte der Vorübergehende zu seiner Zeitgenossin: „Schau dir die hamsternden Menschen ganz genau an, wie sie die Regale in ihre Einkaufswagen und anschließend die Einkaufswagen in ihre Kofferräume umräumen! Sie tragen keinen Mundschutz und sie stehen dicht gedrängt in der Schlange vor der Kasse. Niemand von ihnen hat Angst vor Corona. Sie haben allesamt Angst vor gewaltsam durchgesetzten Ausgangssperren in den Corona-Peststädten und dem Zusammenbruch des öffentlichen Lebens, und vor nichts anderem. Und je mehr in Presse und Glotze beschwichtigt wird, desto gewisser sind sie sich der Gründe ihrer Angst, denn sie wissen aus lebenslanger Erfahrung, dass sie belogen und manipuliert werden“.

Mahnwachen

Gibt es eigentlich schon Mahnwachen und Lichterketten gegen den Coronavirus und für seine Opfer? Diese wären sicherlich genau so wirksam wie die seit Jahren rituell veranstalteten Mahnwachen gegen Judenhass, Ausländerhass, Faschismus und politische motivierte Prügel- und Mordbanden und wie die Lichterketten für ihre Opfer.

Übrigens: Die gleichen quasi-faschistischen und überparteilich der staatlich subventionierten Zwangsarbeit zugeneigten BRD-Politiker, die jetzt mit schlecht gespielter Dankbarkeit in ihrer verlogenen Stimme betonen, dass Pflegepersonal und Rettungskräfte „systemkritische Berufe“ seien, sorgen ansonsten dafür, dass sich das weiterhin nicht im Gehalt der Menschen in diesen Berufen widerspiegelt. Stattdessen werden sie wohl bei nächster Gelegenheit eine Dienstpflicht ähnlich der früheren Wehrpflicht einführen, damit dort weiterhin hemmungsloses Lohndumping herrschen kann. Dafür wird es niemals eine Mahnwache geben. Und die Gewerkschaften haben auch besseres zu tun…

#Coronoia

Ich weiß nicht, was ich im Moment schlimmer finden soll: Die laufende Corona-Epidemie, oder die mitlaufende Coronoia-Epidemie.

Wer diesen Auspruch jetzt zynisch und menschenverachtend nennt, weil an irrationalen Befürchtungen und absurden Handlungen des Abwehrzaubers ja noch niemand gestorben sei, an Corona-Infektionen hingegen sehr wohl, bedenke in seinem Urteil bitte zwei Dinge:

  1. Wie viele Menschen noch an aus Arztpraxen und Krankenhäusern gestohlenen Desinfektionsmitteln sterben werden, weiß ich nicht. Dass jemals in der Zukunft versucht werden wird, diese Zahl zu ermitteln, halte ich für unwahrscheinlich, obwohl das Ergebnis einer solchen Untersuchung interessant wäre. Dass Menschen daran sterben werden — sei es direkt durch eine Infektion, sei es indirekt durch massenhafte Erkrankungen von Krankenhauspersonal, das dann im Krankenhausbetrieb ausfällt — ist angesichts des Ausmaßes der gegenwärtigen asozialen Massenidiotie sicher. Es wird von denen, die stehlen, billigend in Kauf genommen.
  2. Für jeden Menschen, der lebt, gibt es eine Krankheit, die seine letzte sein wird. Das gefällt meiner Psyche auch nicht. Die Wirklichkeit hat sich noch niemals darum gekümmert, was meiner Psyche gefällt. Findet euch damit ab! Vielleicht lasst ihr sogar fortan nicht mehr alles mit euch machen, nachdem ihr den Wert eures einmaligen Lebens erst einmal erkannt und gefühlt habt. Wenigstens manche von euch. Es kann das Leben nur verbessern.

Ausverkauft

„Schau nur“, sagte der Vorübergehende zum Zeitgenossen, „beim Aldi gibt es kein Klopapier mehr, beim Edeka gibt es kein Klopapier mehr, beim Lidl gibt es kein Klopapier mehr, beim Rewe gibt es kein Klopapier mehr. Das gleiche gilt für Nudeln. Selbst in der von BRD-Bewohnern so gern verlachten Mangelwirtschaft der DDR mit ihren vielen leeren Regalen gab es so gut wie immer Nudeln und Klopapier“.