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Da kam die Flut

Nach der Flut wird es zum politischen Thema, warum es im Vorfeld keine Warnung gab und es wird mit Wahlkampfgetöse nach der Verantwortung gefragt. Aber niemand fragt bei den zehntausenden an Corona verstorbenen Menschen in der weitgehend vermeidbaren zweiten und dritten Welle nach der Verantwortung, und politisch wird es höchstens ein Thema bei offener Korruption und Selbstbereicherung. Die „marktkonforme Seuchenbekämpfung“ und ihre Folgen eignen sich nicht für den Wahlkampf, und außerdem sind dabei doch nur Menschen gestorben oder schwer erkrankt. Bei der Flut gab es immerhin einen Sachschaden in Milliardenhöhe. Der ist für die Classe politique und ihre Speichellecker aus der Journaille viel wichtiger als jedes Menschenleben.

Im 21. Jahrhundert

Ich denke, also bin ich… hier falsch.

Wenn nur genügend Geld hinter den Partikularinteressen irgendwelcher Vermarkter steckt, dann wird auch jeder Gedanke an Seuchenbekämpfung und Gesundheitsschutz für die Menschen vergessen. Da ziehen sich die Menschen doch gleich viel lieber das Mund-Nasen-Wärmtuch ins Gesicht, ertragen die politischen Maßnahmen zur angeblichen Seuchenbekämpfung und „freuen“ sich auf die von asozialer Habgier und Gleichgültigkeit keineswegs verarmter Wirtschaftsverbände verursachte vierte Welle, während Politiker aller Farben die so genannten Grund- und Menschenrechte aus dem Ringbuchordner herausnehmen wollen, bis er leer ist:

Stuttgart (dpa) – Im Kampf gegen Pandemien sollte der Staat nach Meinung von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann drastischer als bisher in Freiheitsrechte der Bürger eingreifen dürfen. Der Grünen-Politiker sagte im Interview mit „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ (Freitag): „Meine These lautet: Wenn wir frühzeitige Maßnahmen gegen die Pandemie ergreifen können, die sehr hart und womöglich zu diesem Zeitpunkt nicht verhältnismäßig gegenüber den Bürgern sind, dann könnten wir eine Pandemie schnell in die Knie zwingen.“ Dann müsse man nicht monatelang und in Wellen Grundrechtseinschränkungen machen, mit erheblichen negativen Folgen für die ganze Gesellschaft. „Wir sollten also einmal grundsätzlich erwägen, ob wir nicht das Regime ändern müssen, so dass harte Eingriffe in die Bürgerfreiheiten möglich werden, um die Pandemie schnell in den Griff zu bekommen.“

Die schlimmsten und gefährlichsten Coronaleugner sind und bleiben nicht die vom Journalismus bizarr vergrößerten Demonstranten und Leerdenker, sondern die menschenverachtenden Geldanbeter und Coronaleugner in Wirtschaft und Politik — und ihre journalistischen Helfershelfer bei den contentindustriellen Print- und Guckmedien, die solchen Wahnsinn in alle Augen tragen. Aus asozialer Habgier und Gleichgültigkeit angesichts ihres geschäftlichen Modells der Reklameplatzvermarktung.

Schlagzeile Spiegel Online -- Erst Notreserve, dann Müllverbrennung: Jens Spahn will unbrauchbare Masken für eine Milliarde Euro verschwinden lassen -- Im Frühjahr 2020 bestellte das Gesundheitsministerium Hunderte Millionen nutzlose Masken aus China. Interne Unterlagen zeigen, mit welchen Tricks sein Staatssekretär das Problem loswerden will

Mit dieser Milliarde Euro, die da im CDU-Maskenkorruptionssumpf versickert sind, hätte man wohl jeden Klassenraum in der BRD mit denjenigen wirksamen Luftfiltern ausstatten können, für die dann leider kein Geld da war. So gab es halt Lüften und Kniebeugen, wenn den Schülern kalt wurde. Von Verbrechern regiert zu werden, tötet Menschen und schränkt — wegen der in die Länge gezogenen Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung — so genannte „Grundrechte“ ein.

Leider ist nicht zu erwarten, dass auch nur ein einziger Verantwortlicher für diese Verbrechen jemals ein Gefängnis von innen sehen wird. Das geht ja auch gar nicht, denn die Justizvollzugsanstalten sind ja schon voll belegt mit Schwarzfahrern, Cannabisrauchern und Hartz-IV-Containerbrötchendieben.

Grundrechte

Wenn der Politiker und sein stinkender Freund, der Journalist, davon sprechen, dass man „Geimpften die Grundrechte zurückgeben müsse“, statt davon zu sprechen, dass man unnötig gewordene Einschränkungen zur Seuchenbekämpfung aufheben müsse, dann spiegelt sich in dieser Redensart deutlich, dass sie glauben, so genante „Grundrechte“ einfach entzogen zu haben, um sie in gönnerhafter Geste zurückgeben zu können — und dass das den Journalisten, der solchen Sprech wiedergibt und sich wie ein Sturmgeschütz der Demokratie in seiner täglichen Tätig- und Tätlichkeit fühlt, nicht einen Tag lang gestört hat. Wer Ohren hat zu hören, der höre!

#allesdichtmachen

„Dieses #allesdichtmachen war schon ziemlich dumm“, sagte der Vorübergehende zu seiner Zeitgenossin, „aber es war keine Verhöhnung der Toten und der von der Seuche betroffenen Lebenden, sondern eine Verhöhnung des politisch-journalistischen Komplexes, seiner Kommunikationsversuche, seiner Pathossimulation, seines zynischen und billigen Applauses für jene, die die Arbeit machen, und seiner menschenverachtenden marktkonformen Seuchenbekämpfung. Die tägliche Verhöhnung der Opfer kommt immer noch zusammen mit manifester Coronaleugnung aus den Staatskanzleien der BRD-Bundesländer und von der Berliner Regierungsbank, und sie ist viel empörender — und nach über einem Jahr angesammelten Kenntnisstandes der Täter übrigens auch vorsätzlich körperverletzend und mörderisch: Während die Büros voll sind und die Schulen unter dem Banner angeblicher Bildung und angeblichen Kindswohles zu Zwangsorten der Volksdurchseuchung gemacht werden, gibt es nächtliche Ausgangssperren, als käme die Seuche vom fahlen Mondlicht und aus der frischen Luft angeflogen und breitete sich nicht dort aus, wo Menschen lange Zeit in geschlossenen Räumen beieinander sein müssen. Die Dummheit von #allesdichtmachen ist nur ein ziemlich unterbelichtetes Spiegelbild, das angemessen verspottet gehört, während der Angriff und die erbarmungslose Kritik ausschließlich denen zu gelten hat, die für das Ausbleiben wirksamer Seuchenbekämpfung verantwortlich sind und dabei so korrupt sind, dass sie mindestens zum Teil offenkundig in die eigene Tasche gewirtschaftet haben. Wenn man ein Verschwörungstheoretiker wäre, könnte man auf die Idee kommen, #allesdichtmachen sei heimlich von der Bundesregierung veranstaltet worden, um vom eigenen Versagen und von der eigenen Korruption abzulenken“.

Die gleichen Leute

„Die gleichen Leute aus der Classe politique, die alles dafür tun,

Die Antwort

„Das einfache Betrachten der Entwicklung der nächsten zwei Wochen, das Verfolgen, ob diese Regierung ohne jede Konsequenz mit einer Gesetzgebung durchkommt, die zwar nächtliche Ausgangssperren anordnet, aber auf der anderen Seite Schulen bis an den Rand der Katastrophe geöffnet lässt und keinerlei Auflagen für Arbeitsplätze macht“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „wird mir die Frage beantworten, ob der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland überhaupt noch eine Bedeutung haben, oder ob man sich aus dem Papier der Grundgesetzausgaben besser ein paar joints dreht, um daraus wenigstens noch etwas Heiterkeit zu ziehen“.

Intensivbettenbelegung

Wer seine Maßnahmen zur angeblichen Seuchenbekämpfung einzig mit der Belegung von Intensivbetten begründet und nicht mit dem Recht eines Menschen auf Gesundheit, wer seine Maßnahmen seit über einem Jahr so einsetzt, dass die Belegung von Intensivbetten möglichst unterhalb eines als kritisch empfundenen Wertes bleibt und ansonsten „marktkonforme Seuchenbekämpfung“ macht, der zeigt im Spiegelbild dieses Handelns und Unterlassens, dass er zwar bereit ist, die gesamte Bevölkerung mit allen Folgen eines solchen politischen Tuns zu durchseuchen, dies aber so langsam haben möchte, dass das Gesundheitssystem dabei nicht zusammenbricht. Im vom Politiker am Geschehen angelegten Maßstab zeigt sich der Wirtschaftsfaschismus, der vom Politiker vorangetrieben wird.

Bundesnotbremse

Der Zweck einer „Notbremse“ ist es nicht, dass man einfach mit lediglich reduzierter Geschwindigkeit weiter gegen die Wand fährt und sich auf die Funktionsfähigkeit der Notbremse verlässt. Dass der Begriff „Notbremse“ in der politischen Sprache verwendet wird, ist ein deutliches Spiegelbild der Tatsache, dass die lediglich mit medienwirksamen Scheinmaßnahmen — wie etwa ums Verrecken offen gehalten Schulen mit Schulpflicht bei gleichzeitigen nächtlichen Ausgangssperren — und groß heraustrompeteten Worten vorgehenden Gestalten aus der Bundesregierung unter Angela Merkel im Zuge ihrer „marktkonformen Seuchenbekämpfung“ das Steuerrad längst aus der Hand gegeben haben.

„Zurück zur Normalität“

Das „zurück zur Normalität“, das von Gegnern der Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung eingefordert wird, ist eine völlig unreflektiete Forderung, in der sich allerdings eine Tatsache sehr deutlich widerspiegelt: „Normalität“ ist ein Durchschnittswert des Verhaltens, mehr nicht. Und so wandelbar ist die „Normalität“ auch. Unter den Bedingungen der Coronaseuche ist es zum Glück normal geworden, dass die meisten Menschen ein hoffentlich vernünftiges und wirksames persönliches Risikomanagement betreiben, um ihr individuelles Risiko zu senken; und es ist auch normal, dass sie Rücksicht auf ihre Mitmenschen nehmen, damit diese als mögliche Seuchenherde andere weder der Gefahr noch der Furcht vor einer Infektion aussetzen. Nur völlig asoziale Menschen, viele von ihnen mit einem bereits sichtbar werdenden Alkoholproblem, entziehen sich dieser Normalität. Wenn es die Coronaseuche nicht gäbe, wären die Vorkehrungen des persönlichen Risikomanagemens und der angemessenen Rücksichtnahme nicht nötig. Die Forderung nach „Normalität“ ist in Wirklichkeit eine Forderung des dummen, psychischen und antizivilisatorischen Bedürfnisses nach einer zügellosen Rücksichtslosigkeit, und genau so sehen die von Polizeien ungewöhnlich weich behätschelten Demonstrationen dieser Forderer auch aus. Noch in der Behätschelung dieser Fordernden durch die Polizei — die im Kontext von mit Wasserwerfern ausgeschossenen Augen bei friedlichen S21-Gegendemonstranten wie eine Liebeserklärung anmutet — zeigt sich ein Spiegelbild. In dieser ungewöhnlichen Milde der unmittelbar und sonst auch recht grob die Herrschaftsgewalt ausübenden Beamten spiegelt sich, dass die Forderung der Demonstranten nach unendlicher Rücksichtslosigkeit und Verantwortungslosigkeit ganz genau der Grundpfeiler jener notdürftig verlarvten rücksichtslosen Gier ist, die als so genannter „Kapitalismus“ nach Auffassung der Herrschenden und Besitzenden das gesamte Miteinander der Menschen durchwalten soll und die sich ebenfalls in der praktisch wirkungslosen und manifest irrsinnigen „marktkonformen Seuchenbekämpfung“ von Politik und Verwaltung widerspiegelt.

Am Tresen des angesehenen Quacksalbers

Als der Vorübergehende in eine Apotheke ging, deren Schaufenster mit Reklame für homöopathische Geistheilungsprodukte vollgestellt war, quacksalberische Scheinmedikamente, die allesamt mit den Geistern einer vollständig herausgeklopften Substanz zu „heilen“ versprechen und dabei zu allem Überfluss so angepriesen werden, als seien es Naturheilmittel, war er überdrüssig, diesen gefährlichen Unfug einfach hinzunehmen. Er hängte er sich zwei Gummibänder um die Ohren, bevor er eintrat. Aber in der Apotheke wollten sie seine „homöopathische Maske“ nicht akzeptieren und forderten, dass er sich eine „richtige“ aufsetze.

„Die wissen also genau, was sie tun“, sagte der Vorübergehende hinterher, als er diese alberne Schmonzette zum Besten gab, und er setzte fort: „Was man sich bei diesen Scharlatanen und offenen Quacksalbern des Apothekenwesens niemals abholen sollte, wenn man an seinem Leben hängt, ist eine Beratung zu Gesundheitsthemen und Medizinprodukten“.