Les habitants du soleil jettent sur nous un regard impassible:
Nous appartenons définitivement à la Terre
Et nous y pourrirons, mon amour impossible,
Jamais nos corps meurtris ne deviendront lumière

Michel Houellebecq

Wenn in der so genannten zivilisierten Welt ein so genannter „Amokläufer“ schwer bewaffnet in eine Schule geht und dort mit gezielten, gut geübten Schüssen Kinder — hach, so unschuldige Kinder! — und Lehrer abmetzelt, ist es eine sichere Wette, dass der gesamte mediale und politische Apparat die psychischen Knöpfchen drückt, die diese irrationale Mischung aus leicht instrumentalisierbarer Empörung und Angst hervorbringen. Dafür drückt sich dann sogar ein US-Politschauspieler eine Krokodilsträne aus seinem herzförmigen Gefrierschrank und bietet mit schwankender Stimme genau so „echte“ Emotion dar wie ein gut geübter Schnulzensänger der Contentindustrie. Unterdessen werden die Kriegswaffenhändler und die Profiteure eines „Marktes“, der auf der einen Seite Lebensmittel vernichtet, um Preise hoch zu halten und auf der anderen Seite jeden Tag 50.000 Menschen in irgendeiner unbeachteten Ecke der Welt an permanenten Hunger verrecken lässt mit allen nur denkbaren Ehren überhäuft und als Idole für die Massen hingestellt. Wie ehrenvoll und aufrecht im Vergleich zu diesen blutschlürfenden Habgiermördern doch jeder wirkt, der aus rein intrinsischen Motiven sein Leben in einem Massaker ausgehen lässt!