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Screenshot Focus Online vom Freitag, den 24 März 2017, 12:29 Uhr -- +++ Bundestagswahl im News-Ticker +++ Schulz im Deutschlandtrend 'vorn', Merkel holt auf

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Übrigens, werte Qualitätsjournalisten (nicht nur bei dieser Bildzeitung mit Schlips): Die Verblödung und Entpolitisierung der Wahlberechtigten in der BRD ist euer Werk.

Gesundheitsgefahr

Von einer Zeitgenossin aus dem gender pay gap mit dem Argument konfrontiert, dass ungerechte Entlohnung für die Arbeit auch eine Gefahr für die Gesundheit sei, antwortete der Vorübergehende: „Dann ist es aber seltsam, dass die deiner Meinung nach schlechter bezahlten Frauen so leicht messbar länger und gesünder leben als die deiner Meinung nach besser bezahlten Männer“.

Liebe Feminist*innen

So lange Frauen so sehr dazu bereit sind, für das gleiche Produkt bis zu fünfzig Prozent mehr Geld als Männer hinzulegen, wenn man es nur entsprechend verpackt und den Werber draufstempeln lässt, dass es sich um ein Produkt für Frauen handele, so lange wird es derartige „Frauenprodukte“ geben. Die Grundlage für dieses lukrative Verpackungsgeschäft ist die Dummheit der kaufenden Frauen. Statt lustige Aktionen gegen dieses Geschäft zu machen, könnt ihr ja mal damit beginnen, etwas gegen die Dummheit der kaufenden Frauen zu tun, und schon wird dieses Geschäft zum Erliegen kommen — oder seid ihr Antisexist*innen etwa allen Ernstes der Meinung, diese Dummheit sei den Frauen zusammen mit ihren zwei X-Chromosomen angeboren?

Ich frage ja nur mal so und ganz harmlos und jetzt ducke ich mich ganz schnell wieder weg… 😈

Terrorexperte

„Oh, die haben einen Terrorexperten für die Nachrichtensendung“, sagte der Vorübergehende, weil es ihm so unwiderstehlich juckte, „der hat doch sicherlich viele Jahre lang als Terrorist gearbeitet“.

Fake ist alles, aber auch alles fern

Keiner stört sich daran, wenn dein Essen ein fake ist, der dir durch Einsatz von Chemie schmackhaft gemacht wird; keiner stört sich daran, wenn dein Bild von den Werten der Gesellschaft ein fake ist, der dir durch emotional und psychisch manipulative Klischees aus den Medien in das Bewusstsein gestopft wird, ohne den kleinsten Bezug zur gesellschaftlichen Wirklichkeit zu haben; keiner stört sich daran, wenn die Demokratie ein fake ist, der in Wirklichkeit eine Oligarchie verselbstständigter Parteienapparate aus einer Parallelgesellschaft ist — aber wenn die Nachrichten, aus denen du dich informierst, fake news sind, die nicht den fake news aus Presse und Glotze entsprechen, dann ist bei hinreichend großen politisch-gesellschaftlichen Auswirkungen das allmedial geäußerte Entsetzen groß. Friss weiterhin Scheiße, glaub weiterhin an kitschesüße Illusionen, wähl weiterhin das Übel, von dem du ein bisschen weniger kaltes Kotzen kriegst und bedank dich bei deinem Feind, dem Journalisten, der dich auch weiterhin im Auftrag von Milliardären und Werbern beliebig manipulieren können will! Dafür kannst du dich dann — du darfst dich nur nicht langweilen und musst deine Sinne mit ständigem input fluten, damit dein Gehirn auch ja nicht mit selbstständiger Denktätigkeit beginne — als guter Staatsbürger fühlen, der mit seinem Tun und Leben dazu beiträgt, dass alles in Ordnung bleibt.

Gruß auch an die „neue“ Kanzlerkandidatin der CDU, der unmittelbar nach Verkündigung ihrer erneuten Kandidatur eine große Bühne bei Anne Will zur Verfügung stand und die sich mutmaßlich jetzt schon darauf freut, dass sie die Fortsetzung der großen Koalition als einen großen Sieg feiern kann!

Gelaberkompetenz der Kompetenzforderer

Politiker, Journalisten und „Alphablogger“, die aufmerksamkeitsheischend in Kameras, Mikrofone und Social-Media-Diensten von der fehlenden „Digitalkompetenz“ unter den Menschen in der BRD sprechen, sind gar nicht so sehr anders als Analphabeten, die vom fehlenden Interesse der Menschen an Literatur daherlabern, obgleich sie kaum ihren eigenen Namen entziffern können, wenn er geschrieben vor ihnen steht.

Mit Gruß an die Förderer, Verlinker und Nachplapperer der netzpolitischen SPD-Tarnorganisation D64!

Digitalkompetenz

„Digitalkompetenz“, sagte der Vorübergehende, „was für ein schwachsinniges Wort, und wie oft es von völlig kompetenzfreien Gestalten im Munde geführt wird, weil es so einen schönen Klang hat, dass die Inhaltslosigkeit dahinter nicht auffällt. Von seiner Bedeutung her mutet es an, als ginge es um die Fähigkeit, Nullen von Einsen unterscheiden zu können. Angesichts solcher Blendwörter wäre in der Tat viel gewonnen, wenn wenigstens die meisten Menschen es endlich schafften, die Nullen schnell und ohne langes Nachdenken zu erkennen und mit ihnen so umgingen, wie es ihnen gebührt“. Nach kurzem Nachdenken fügte der Vorübergehende an: „Das gilt insbesondere für führende Nullen„.

Fakt

Fakten, Fakten, Fakten…

Aus einer frühen Reklame für das „Nachrichtenmagazin“ Focus

Einer dieser aufdringlichen, modernen Kampfbegriffe des gegenwärtigen Etablissments hat bei mir schon vollständige Wirkung entfaltet und wird von mir genau so behandelt wie der prolle, unsinnige Nazivergleich, der ihm in seinem dumpfen Schimpf übrigens recht nahe steht, so gut das auch hinter der rationalisierenden Fassade dieses Unwortes der Jetztzeit versteckt werden soll: Jedes Mal, wenn ich aus Feder oder Mundwerk eines Journalisten, Politikers, Soziologen oder sonstigen Volksbeeinflussers das analyseverneinende Wort „postfaktisch“ zur Bewertung jeweils unerwünschter Meinungen, Einlassungen, Geschehnisse und Lügen lese, höre ich auf der Stelle mit meiner Lektüre auf und wende mich etwas Erfreulicherem zu. Zum Glück gibt es davon noch genug.

Nichts gegen manipulative Propagandaversuche, alle versuchen so etwas manchmal… aber so plump, in ihrer ständigen Reproduktion einfallslos und in ihrer Darbietung intelligenzverachtend müssen sie doch nicht sein. Zeige mir doch mal einer, der das „postfaktische Zeitalter“ so demonstrativ, triumphierend und lächerlich im Munde trägt wie der Pfaffe die Monstranz mit der laschschmeckenden Hostie vor sich her, wo und wann dieses in solchem Sprech implizit behauptete „faktische Zeitalter“ war! Am Ort und in der Zeit meines Lebens war das jedenfalls nicht. Und zwar. Nirgends.

„Hater“

Eine Rhetorik wie ein Todesstreifen, hinter dem sich ein Berufsopfer verkrochen hat.

N.N. eben zu mir

Als dem Vorübergehenden von einer Zeitgenossin das Wort „Hater“ in die Ohren geätzt wurde, sagte er nur: „Ich weiß nicht, was ‚Hater‘ sein sollen und was das ständige Weitertragen dieses von Journalisten und Menschenbeeinflussungsprofis geprägten Wortes soll, das schon heute zur Grundlage der nächsten Internetzensurbestrebungen geworden ist, die morgen noch schlimmer sein werden. Ich weiß nur, dass es Menschen gibt, die ich meinem Dasein gern hinzufüge, dass es Menschen gibt, die ich in meinem Dasein ertragen kann und dass es Menschen gibt, die ich meinem Dasein nicht hinzufüge. Ich empfehle dir das zur Nachahmung, und es ist nirgends leichter als im Internet. Wenn du aber mit ‚Hatern‘ diskutieren willst, dann sei dir darüber gewahr, dass eine Diskussion auf beiden Seiten die Grundannahme voraussetzt, dass der jeweils andere auch einmal recht haben könnte. Wenn diese Grundannahme nicht da ist, handelt es sich nicht um eine Diskussion, sondern um einen rhetorischen Schaukampf oder eine ins rhetorische verlagerte Gewalt, wie du sie regelmäßig in Scheindiskussionen von Politikern und Journalisten erleben kannst“.

Hochdruck

Unsere Techniker arbeiten mit Hochdruck an der Behebung des Ausfalls

Vodafone in einer typischen Presseerklärung zu technischen Problemen

Mir, und vermutlich nur nur mir, wäre es ja lieber, die Techniker arbeiteten nicht unter einem selten hilfreichen Hochdruck (neudeutsch auch „Stress“ genannt), sondern besonnen, gründlich und effizient (und würden dafür auch sehr gut bezahlt). Eine solche Haltung führte nicht nur schneller zur Behebung der technischen Probleme, sondern hülfe vielleicht sogar, zukünftige Probleme zu verhindern.

Der Unterschied

Der wichtigste Unterschied zwischen Spielcasino und Börse liegt übrigens immer noch darin, dass es nicht jeden Abend kurz vor der 20:00-Uhr-Tagesschau in der ARD eine Liveübertragung aus der Spielbank Baden-Baden mit dem Titel „Casino vor acht“ gibt, in welcher ein Spezialexperte die Permanenzen wortreich und in ernstester Geste ausdeutet.

„Terror kennt keine Religion“ ist eine Lüge

Setzt entweder einen guten Baum, so wird die Frucht gut; oder setzt einen faulen Baum, so wird die Frucht faul. Denn an der Frucht erkennt man den Baum

Jesus aus Nazaret zugeschrieben, Mt. 12, 33

Die Vertreter der psychischen Prostitution namens „Religion“ stellen sich hin und pousaunen medial vervielfältigt und verstärkt in die Welt, dass der Terror keine Religion kenne, dass sich wohl selbst im Himmel noch die Balken biegen. Sie wollen mit dieser Blendrede vergessen machen, dass sich bislang noch nicht ein einziges Mal ein Idiot hingestellt hat, laut „Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott“ in eine desinteressierte Welt geschrien hat, um daraufhin einen Sprengstoffgürtel zu zünden, damit auch möglichst viele Menschen sterben und möglichst schreckliche und angstausbreitende Bilder für die beflissen berichtenden Medien entstehen.

Natürlich ist der Terrorismus — eine durch Mordgewalt erzeugte Angst, mit der Gefügigkeit gegenüber der objektiv idiotischen religiösen Forderung erzwungen werden soll — die satanische Fratze hinter der Religion; einer aus bereitwillig aussprechbaren Kalenderweisheiten und vorgezeigter Kultur gebastelten, güldnen Maske, hinter der sich kälteste, dümmste, tierhaft-psychische Menschenverachtung verkriecht, um unter zivilisierten Bedingungen ein Existenzrecht zu behalten. Bei der ersten sich bietenden Gelegenheit wird diese Maske abgenommen — und die Tatsache, dass jene Menschen, die in ihrem Leben nichts mehr zu erwarten haben, sich gern mit jenseitigem Trost für das entgangene Dasein abspeisen lassen, hilft sehr beim Rekrutieren jener, die sich einen Sprengstoffgürtel umbinden.

Ohne Religion wäre die Erde ein ungleich friedlicherer Ort. Und. Das gilt für jede Religion.