Tag Archive: Bitteres


Zwanzig Prozent

So manches gegenwärtig umlaufendes Propagandabild christlich-religiös geprägter US-amerikanischer Judenhasser würde — wenn man nur einige nichtsubtile „Andeutungen“ durch andere überklare Andeutungen ersetzte — auch erschreckend vielen Grünen-Wählern und aktiven Mitgliedern der Grünen in der BRD recht gut gefallen, vor allem solchen aus der grün-esoterischen Ecke. Verwelkendes Laub wird gelb und braun.

Wir waren alle Menschen…

Man könnte ein Märchen mit den Worten „Wir waren alle Menschen, die Hand in Hand jedes Problem bewältigt hätten, bis Rassen uns voneinander entfremdeten, Religionen uns einander bekämpfen ließen, politische Ideen uns entzweiten und Besitzunterschiede uns einer gesellschaftlichen Klasse zuwiesen“ beginnen. Das ist aber keineswegs in jüngster Zeit geschehen. Es war bereits geschehen, als die Menschen noch nicht einmal Menschen, sondern noch Affen an der Front des Kampfes ums Dasein waren; lange, bevor sie mit der geringen Kraft ihres Verstandes Schritt um Schritt Kultur errangen, um das Äffische zusammen mit der kalten und brutalen existenziellen Not der Natur hinter sich zu lassen. Jeder Fortschritt der Menschheit, der dieses Wort wert ist, besteht darin, dass die dumpfe (aber leider lustvoll ausgelebte) Hordenpsyche des Menschen an Bedeutung verliert. Und. Der Verstand an Bedeutung gewinnt.

Es sieht nicht gut aus.

Mauerbau damals und heute

Die gleichen Gestalten aus der gegenwärtigen Classe politique, die den Beginn des Mauerbaus am 13. August 1961 durch die DDR-Regierung mit so deutlichen, aber auch recht preiswerten Worten als das Verbrechen brandmarken, das er war, haben keine Probleme damit, unter Aufbringung modernerer politischer Schlagwörter wie „Cyber“, „Fake News“ oder „Hate Speech“ immer mehr und möglichst willkürliche Zensur im Internet zu fordern und zum privatwirtschaftlich durchgesetzten öffentlichen Rechtsmaßstab ohne Rechtsbehelfmöglichkeit für davon betroffene Menschen zu machen, scheiß auf die Menschenrechte, damit der moderne „antifaschistische Schutzwall“ in jedem Kopf entstehe; damit kein unbedachtes und sorgsam abgewogenes Wort mehr kommuniziert werde, sondern alles stets gegen mögliche Interpretationen dummer Zensoren oder „künstlicher Intelligenzen“ abgewogen wird, die zwar Stellen „lesen“, aber keinen Text verstehen können. Die moralische Bankrotterklärung des „real existierenden Sozialismus“ durch Einsperren der eigenen Bevölkerung, um sie am Weglaufen zu hindern, spiegelt sich durch den Dunst der Jahrzehnte wider, und zwar in der nunmehr erreichten Zukunft des Einundzwanzigsten Jahrhunderts als die moralische Bankrotterklärung der „Demokratie“ des wirtschaftsfaschistischen Parteienstaates durch geistiges Einsperren der Bevölkerung, um sie an unerwünschten Gedanken zu hindern, wobei der größte Unterschied immer noch darin besteht, dass die Mauertoten nicht obszön offen sichtbar im Niemandsland zwischen zwei Staaten ausbluten, sondern vom staatlich geforderten und geförderten Terror der so genannten „Jobcenter“ in den Freitod getrieben werden, isoliert, einsam, still und unbeachtet von den wie beamtet staatsfromm auftretenden Journalisten im Lande, in dem „wir“ gut und gerne leben. Und über allem schwebt das zur Raute aus Blei gewordene symbolische Bild der mit den Händen geformten Vulva der Genossin Angela und ihrer verachtenswerten Komplizen in der gesamten Classe politique.

Müdigkeit

„Aber nein“, sagte der Vorübergehende ernst, „ich bin gar nicht lebensmüde. Ich bin menschenmüde“.

Erleichterung

„Jedes Mal, wenn mir jemand sagt, dass ich nicht gesellschaftsfähig sei“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „schaue ich mir noch einmal die Gesellschaft an. Danach bin ich immer sehr erleichtert“.

Eingrenzungspolitik

„Die Classe politique will keine Seuche bekämpfen, sondern ihre Macht erhalten und einen möglichen Machtverlust eingrenzen“, sagte der Vorübergehende zu seinem journalimusgläubigen Mitmenschen. Und er setzte fort: „Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass es die gegenwärtigen als Placebo zur Seuchenbekämpfung eingeleiteten Maßnahmen gegeben hätte, wenn nicht schließlich noch der Dax abgestürzt wäre! Nein, so lange nur genug alte Menschen gestorben wären, so dass die Renten- und Krankenkassen entlastet und Wohnungen frei geworden wären, so lange wäre die Entwicklung sogar klammheimlich begrüßt worden. Die du hier wählen sollst, alle vier Jahre wählen sollst, sind deine Feinde, wenn du leben willst“.

#Coronoia

Ich weiß nicht, was ich im Moment schlimmer finden soll: Die laufende Corona-Epidemie, oder die mitlaufende Coronoia-Epidemie.

Wer diesen Auspruch jetzt zynisch und menschenverachtend nennt, weil an irrationalen Befürchtungen und absurden Handlungen des Abwehrzaubers ja noch niemand gestorben sei, an Corona-Infektionen hingegen sehr wohl, bedenke in seinem Urteil bitte zwei Dinge:

  1. Wie viele Menschen noch an aus Arztpraxen und Krankenhäusern gestohlenen Desinfektionsmitteln sterben werden, weiß ich nicht. Dass jemals in der Zukunft versucht werden wird, diese Zahl zu ermitteln, halte ich für unwahrscheinlich, obwohl das Ergebnis einer solchen Untersuchung interessant wäre. Dass Menschen daran sterben werden — sei es direkt durch eine Infektion, sei es indirekt durch massenhafte Erkrankungen von Krankenhauspersonal, das dann im Krankenhausbetrieb ausfällt — ist angesichts des Ausmaßes der gegenwärtigen asozialen Massenidiotie sicher. Es wird von denen, die stehlen, billigend in Kauf genommen.
  2. Für jeden Menschen, der lebt, gibt es eine Krankheit, die seine letzte sein wird. Das gefällt meiner Psyche auch nicht. Die Wirklichkeit hat sich noch niemals darum gekümmert, was meiner Psyche gefällt. Findet euch damit ab! Vielleicht lasst ihr sogar fortan nicht mehr alles mit euch machen, nachdem ihr den Wert eures einmaligen Lebens erst einmal erkannt und gefühlt habt. Wenigstens manche von euch. Es kann das Leben nur verbessern.

Verschwendet

An den meisten Journalisten in der BRD — und an ihren vielen Zulesern und Zuhörern — ist die Pressefreiheit verschwendet.

Flohzirkus

Viele plakative, sich auf die leicht einzunehmende Geste der Gegnerschaft beschränkende Gegner der BRD und des Kapitalismus sind in Wirklichkeit nur allzu bereit, kapitalistisch erwirtschaftete Geldleistungen ebendieser BRD entgegenzunehmen — und wenn sie dann in ihren Treffen zusammenkommen, klingen sie wie eine Horde Flöhe, die sich saugend auf der Katze treffen, kollektiv die Katze beschimpfen und anschließend, gut gesättigt und mit gegenseitig frisch geklopften Schultern beim Bier noch darüber diskutieren, wie sie demnächst die Katze abschaffen. Und genau so sind die Ergebnisse ihrer politischen Tätigkeit.

Wirtschaftsgipfel

Die größten Brandstifter setzen sich zusammen und beraten darüber, wie man möglichst gewinnbringend die ganzen Feuer wieder löschen kann. Begleitet werden sie dabei von gefügigen Journalisten, die dem Rest der Welt erklären, dass es sich bei den versammelten Brandstiftern um die Feuerwehr handele.

Die Grünen-Wählerin

Die Grünen-Wählerin sagte heiter schwätzend zum Vorübergehenden im Vorübergehen an den hässlichen Wahlplakaten zur hannöverschen Oberbürgermeisterwahl: „Ich kann diesen grünen Kandidaten nicht wählen. Er ist ein Moslem, und das fühlt sich nicht gut an„. Und der Vorübergehende sagte gar nichts dazu. Selbst sein Lächeln. Dass ihm sonst so anhänglich in die Finsternis begleitet. Verschwand kurz.

„Wenn dieses ‚Nicht-gut-Anfühlen‘ häufiger werden sollte und sich schließlich im Wahlergebnis spiegelte“, dachte er sich ein Stündchen später, „dann werden die Grünen sicherlich bei nächster Gelegenheit wieder jemanden aufstellen, bei dem die Zielgruppe ein besseres ‚Gefühl‘ hat; die Vermarktung von Politik und Hundefutter ist doch verblüffend ähnlich. Wie viel doch schon gewonnen wäre und wie anders es hier aussähe, wenn die Menschen mit ihrem Gefühl liebten und hassten und mit ihrem Verstand wählten und kauften“.

Edeka

Stark digital bearbeitetes Foto des Einganges eines Edeka-Marktes mit dem Reklamespruch 'Schön, dass sie unsere Liebe teilen' über der Tür. Dazu der Text: Schon lange, bevor es richtig kalt in der Welt wurde, haben die Kaufleute und die Werber damit begonnen, das Wort 'Liebe' inflationär zu missbrauchen und damit in die Scheiße zu ziehen