Tag Archive: Bildzeitung


Ein Fingerzeig für den inneren Nazi der Mediengenießer

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Tweet von Hans-Jörg Vehlewald, Chefreporter für Politik bei der Bildzeitung: '#70.auschwitz.org TV-Reporter im Schnee (Felljacke,Winterstiefel), beginnen zu verstehen, wie Überlebende vor 70 J. im Häftlingshemd litten'

Zum Gruseln

Es ist zum Gruseln und widerwärtig, wie leicht sich mit einer nahezu einstimmig und gleichgeschaltet vorgetragenen medialen Kampagne die berechtigte Empörung über die Deutsche Bahn auf die ebenfalls sehr berechtigt für ihre Interessen streikenden Lokführer umlenken lässt — einschließlich Internetpranger mit Aufforderung zum Telefonstalking und nur noch durch eine sehr dünne Schicht Zivilisation davon entfernt, Lynchmobs ins Leben zu rufen.

Zumindest jeder Mensch, der für seine Arbeit immer weniger Geld und immer mehr persönliche Unsicherheit erhält, sollte da wissen, auf welcher Seite der Journalismus steht, der ihm seine politische Meinung bildet.

Die Nase ist so weit weggegangen

Allein die Überschrift des ursprünglichen Artikels war größer als die gesamte Richtigstellung

Pinocchio mit langer NaseAusgerechnet das gossenfaschistische Verlagsprodukt, das ich bislang noch allerorten in Deutschland verkauft bekommen habe, wenn ich um “Ein Lügenblatt, bitte” bat, fragt auf seiner Titelseite, was man “dem Fernsehen” — und damit den quasistaatlichen Sendeanstalten der BRD im Kriegspropagandamodus — glauben darf.

Vor dem inneren Auge des Vorübergehenden am Verkaufsstand für das Altpapier von morgen läuft ein absurder Film ab, in dem Pinocchio vergeblich versucht, sich an seine eigene Nase zu fassen…

Bild: Adrian Michael, Lizenz: CC-BY-SA 3.0

Krieg ist Frieden

Krieg ist Frieden, Unwissenheit ist Stärke und ausgerechnet die Bildzeitung spielt sich als neue “APO” auf.

Habe ich einen Stern in der US-Flagge übersehen?

Lieber Edward Snowden. Darf ich ihnen erklären, warum sie kein Asyl in Deutschland bekommen. Sie bekommen kein Asyl, weil wir Amerika sind. Wir sind es, seit Amerika uns von den Nazis befreit hat.

Die Bildzeitung

“Die Bildzeitung”, sagte der Vorübergehende zu seiner Begleiterin, “wäre viel harmloser, wenn sie von anderen ‘Qualitätsjournalisten’ aus Presse, ARD und ZDF nicht immer wieder so ernst genommen würde, dass ihre Schlachtzeilen in scheinbar seriöser Einkleidung wiederholt würden. Unverkleidet ist dieses Machwerk doch von beinahe jedem als das zu erkennen, was es ist: An die unterdrückenswertesten psychischen Regungen appellierender Müll, jeden Tag altneu aus der Rotationsmaschine.”

Ab 20.45 Uhr wird zurückgeschossen!

Bildzeitung -- EM 2012: SCHWARZ-ROT-GEIL! 1. Heimspiel in Danzig -- Vier schwarz-rot-goldene Fans mit Durchblick. Heute steigt die nächste Party.

[via]

Vorzug

Der Vorübergehende sagte zu seinem Begleiter: Ich nehme doch wesentlich lieber einen kostenlosen Koran, der mir von religiotischen Fundamentalisten angeboten wird, als eine kostenlose Bildzeitung, die mir vom verlogenen, menschenverachtenden, offen manipulativen Axel-Cäsar-Springer-Verlag aufgezwungen werden soll.

Nachtrag: Beim Postillon weiterlesen!

Friss weiter

Eine kurze realsatirische Botschaft der Online-Bildzeitung aus dem Nebeneinader der Schlachtzeilen: Friss einfach weiter und schmeiß ein paar Hormone hinterher! Das ist deine Hoffnung.

Die Bildzeitung, nachdem sie in ihren schreienden Schlachtzeilen erst so richtig die “Atomangst” angesichts brennender Kernkraftwerke in Fukushima angeschürt hat, beantwortet auch gewohnt beflissen die besonders brennenden Fragen ihrer Leser:

Importe: Liefert Japan noch Autos zu uns? -- Japan und die Börsen: Soll ich mich um mein Geld sorgen? -- Krisengebiet Japan: Was ist mit meinem Asien-Urlaub?

Wahr und unwahr

Wahr ists, dass Guido Westerwelle, Außenminister der BRD und großer Vorsitzender der FDP, in einem Interview ausgerechnet gegenüber der Bildzeitung gesagt hat, dass er das Deck nicht verlassen werde, wenn es stürmt.

Unwahr ists hingegen, dass Guido Westerwelle oder die Bildzeitung einmal darauf hingewiesen hätten, dass dieser “Sturm” nur deshalb entsteht, weil die Mannschaft auf dem sinkenden Schiff FDP so heftig pustet.

Völlig unbemerkt ists dabei geblieben, wie der Herr Wirtschaftsm… Außenminister und Vorsitzende der FDP sich in seinem Interview mit der Bildzeitung außenpolitisch positioniert hat, als es um die Frage der Positionierung der Bundesrepublik in der EU ging:

Ich denke nicht, dass uns Europa oder der Schutz unserer Währung mehr Geld kosten, als uns die EU bringt. Wir Deutsche exportieren immer noch mehr in die Niederlande als nach China, mehr nach Frankreich als in die USA und mehr nach Belgien als nach Indien. Ein Viertel bis ein Drittel unserer Arbeitsplätze hängt direkt von unserer Vernetzung in Europa ab.

Die Frage, wie die BR Deutschland zurzeit offiziell zum geeinigten Europa steht und aus welchen Gründen sie diese Stellung einnimmt (und vielleicht auch wieder aufgeben könnte), klärt sich beim Lesen der Worte des Herrn Außenministers. Kleiner Tipp für jene, denen es noch nicht klar ist: Mit der europäischen Geschichte, die leider auch eine Geschichte sinnloser Kriege ist, hat es eben so wenig zu tun wie mit irgendwelchen kulturellen Erwägungen oder gar mit Diplomatie.

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