Tag Archive: Armut


Reichtumsspiegel

Die Paradiese der Reichen sind ein Spiegelbild der Hölle der Armut.

Die Lüge der Marktideologen

Die wichtigste, wirksamste, ständig wiederholte und inzwischen verbreitet als „Wahrheit“ geglaubte Propagandalüge der Marktideologen ist zweiteilig: Die Reichen haben sich ihren Reichtum selbst erarbeitet, und die Armen sind selbst schuld an ihrer Armut.

Beides ist nicht wahr (außer in sehr seltenen Einzelfällen, die sich bequem als Messfehler behandeln lassen), und schlimmer noch: Beides wird durch die Politik der Ideologen, die von diesem Glaubenssatz ausgehen, immer unwahrer. Die abhängig beschäftigten Menschen können sich noch so sehr anstrengen, einen schweren Stein eine Rampe hochzuschieben, sie werden niemals ihre eigene Pyramide erbauen.

Sozialpolitik

„Die so genannte ‚Sozialpolitik‘ der CDU, SPD, CSU, Grünen und FDP wird von zwei großen Befürchtungen geformt“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „nämlich, dass ein Hartz-IV-Empfänger zu viel Geld haben könnte und dass ein Milliardär zu viel Steuern zahlen könnte. Sie ist eine Politik, ja, aber sozial ist sie nicht — und sie wird es auch nicht durch Reden“.

Rot-grüne Kontinuität

Tweet von @robert_fietzke vom 31. Januar 2021, 12:02 Uhr: Ihr habt mitbekommen, dass #Grüne und #SPD in #Hamburg einen Antrag von #LINKE und #CDU (!) abgelehnt haben, Obdachlose winterbedingt in Hotels unterzubringen, obwohl die leer stehen und diesen Winter bereits elf (!) Menschen erfroren sind?

Sprengstoff

Als er hörte, dass der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un mit der Entwicklung neuer Atomwaffen drohe, sagte er mit leisem Seufzen: „So schade, dass man mit Lebensglück und Nahrungsmitteln keine Bomben bauen kann. Denn sonst wären die Bewohner Nordkoreas wohl immer satt und glücklich“.

Zahlmeister

Zu seinem Zeitgenossen sagte der Vorübergehende, bevor er wieder aufs Fahrrad stieg: „Ich habe kein Auto. Ich bezahle immer nur für die Autos und für die Autoinfrastruktur der anderen Menschen und atme das Abgas dieser Autos ein. So schade, dass ich jetzt keine paartausend Euro Prämie dafür bekommen kann, dass ich mir ein neues Auto kaufe, um die Umwelt noch besser zu schützen und etwas gegen die Klimakatastrophe zu tun“.

Europas Schande

Nicht, dass die Flüchtlinge aus einem überfüllten, antihygienischen Lager auf Lesbos nicht leidlich menschenwürdig untergebracht werden, ist Europas Schande, sondern dass die Menschen in Europa verarmen und für sich selbst nicht mehr genug bezahlbaren Wohnraum vorfinden. Der Markt regelt weder das eine noch das andere, auch wenn der Lobbyismus in Brüssel und Berlin ganz anders redet. Der von kalt dahergeschwätzten Politikerphrasen wie „Wir haben Platz!“ und „Wir schaffen das!“ ausgelöste Hass der vernachlässigten und jahrzehntelang verarmten Menschen in Europa ist mehr als nur ein bisschen nachvollziehbar.

Bargeld sofort

Dort, über der aufgeklebten Reklame „Bargeld sofort“, dort, wo das Glas vom Schaufenster des Pfandleihers nur verhangen wurde, damit es nicht durchschaubar werde, dort spiegelt sich das geschäftige Leben der Stadt.

Unterhaltung und Untenhaltung

„Die ’sozial fühlen‘ und es sich leisten können, versammeln sich beim ‚Poetry Slam'“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „und die vielen, die sich nichts mehr leisten können, stecken mit ungenannten Gefühlen im ‚Poverty Schlamm'“.

Die Penner der Zukunft

Als er unter der Brücke an zwei Obdachlosen vorbeiging, die in ihrem Schlafsack mit Smartphones hantierten, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen: „Schau, so sieht die Zukunft aus, und so sehen die Penner der Zukunft aus. Wenigstens ist man überall informiert und gut unterhalten“.

Nicht notwendig…

Werte Frau Merkel, die in Armut geratenen Menschen in der BRD bekommen nicht, wie sie es sagten, das Notwendige; sie bekommen also nicht das, was ihre Not wendete. Sie bekommen das Noterhaltende, also das, was ihre Not erhält oder gar noch ausweitet. Und genau das. Ist politische Absicht, die durchgesetzt wird, koste es, was es wolle.

Die gleichen Leute

„Es sind die gleichen Leute“, sagte der Vorübergehende zu seiner Zeitgenossin mit dem wehen Rücken, „die dich bis zum siebzigsten Lebensjahr arbeiten lassen wollen, um damit die massive Rentenkürzung in einer anderen Konstruktion vor deinem Blick zu verschleiern, die dich aber ab dem vierzigsten Lebensjahr kaum noch einstellen wollen, um dich für deine Arbeit zu bezahlen“.