Tag Archive: Absurdes


Erst dann…

Erst wenn das letzte Stäubchen Braunkohle verstromt wurde, nur, damit ihr immer weiter Bitcoin „schürfen“ konntet, werdet ihr bemerken, dass man Daten auch nicht essen kann.

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Zeit

„Ich habe es zu nichts gebracht, und darum habe ich stets sehr viel Zeit zu meiner freien Verfügung, Zeit für das Nichtsnutzige, das Warme und das Wichtige“, sagte der Vorübergehende, als ein geld- und medienverblendeter Zeitgenosse von seinen Karrierewünschen und Lebensplänen sprach, „und damit habe ich es schließlich doch zu mehr gebracht als die meisten meiner Mitmenschen in ihrer Hatz nach dem, was sie selbst verwarfen“.

Abendlandsverteidiger

Wieviele von denen, die zurzeit das „christliche Abendland“ so bedroht sehen, dass sie deswegen auf Demonstrationen gehen, wohl jeden Sonntag in die Kirche gehen…

Ich bin ein heterosexueller, weißer Mann…

Der nächste Sexist und… vor allem… die nächste Sexistin mit Bullshitstudiumhintergrund, der oder die mir sagt, dass ich als heterosexueller, weißer Mann ja schon privilegiert sei, darf gern mit mir tauschen. Ich werde dabei vermutlich ein gutes „Geschäft“ machen. Die Front verläuft nicht zwischen Geschlechtern, Sexualpraktiken und Hautfarben, sondern sie verläuft zwischen den Besitzenden und den Besitzlosen.

Der gut geschützte Jugendliche

Er ist fünfzehn Jahre alt, der gut geschützte Jugendliche, und damit im Rechtsraum der Bundesrepublik Deutschland zu jung für die allermeisten Dinge. Nur für eines ist er alt genug, ja, er soll und muss es sogar: Wissen, welchen Beruf er für den Rest seines Lebens ausüben will.

Schlaf weiter, alles ist sicher!

Der gleiche Staat, der es nicht einmal hinbekommt, die Kommunikation der Bundeskanzlerin und der Regierungsmitglieder abzusichern, erzählt den Bewohnern seines Staatsgebietes, dass er eine wirksame Absicherung bei den so genannten „elektronischen Krankenakten“ hinbekäme. Wers glaubt, wird selig vor Dummheit.

Nicht in der Garage parken…

Garage Tag und Nacht freihalten

Vom Volke

Wer behauptet, dass alle Staatsgewalt „vom Volke ausgehe“, der behauptet auch, dass sich die Menschen selbst um ihr Geld für nicht brauchbares Militärspielzeug und Rettungen für „notleidende Banken“ brächten, dass sie sich selbst mit dem Polizeiknüppel verprügelten und dass sie sich sogar — ganz, ohne selbst etwas davon zu wissen oder wissen zu sollen — selbst überwachten, damit sie auch ja nicht selbst aufständig gegen sich selbst werden.

Geistige Eigentümlichkeit

In welcher Unternehmung wohl zu ersten Mal ein intellektuell etwas unbewaffneter Mitarbeiter auf die Idee gekommen ist, unter jeder Mail an die Kunden in einer Fußzeile mit einer Standardphrase das Copyright auf dem Inhalt der Mail zu deklarieren und sich alle Rechte an diesem zwar meist mechanisch erzeugten, aber doch unfassbar wertvollen „Geistigen Eigentum“ vorzubehalten? Und warum in dieser Unternehmung wohl die ganzen Jahre vorher kein Mensch auf die Idee gekommen ist, einen gleichermaßen absurden und lächerlichen Text unter die normale Papierpost stempeln zu lassen? Und welche merkwürdig gestrickten Menschen in den ganzen anderen im Internet geschäftemachenden Unternehmungen in der folgenden Zeit wohl auf die sinnfreie Idee gekommen sind, diese unpersönliche und nutzlose Zeile Textes in ihren elektronischen Schriftverkehr zu übernehmen? Ob sie dabei wohl geglaubt — vom Denken mag ich bei solchem Denkverzicht nicht sprechen — haben, dass eine E-Mail wichtiger klingt und seriöser wirkt, wenn sie um eine idiotische und von niemanden gelesene Phrase angereichert wird, die doch vor allem wie eine geistige Eigentümlichkeit klingt, und zwar wie eine höchst lächerliche? Oder ob sie sich einfach gar nichts geglaubt haben und in einer kindischen Geste irgendwelche Rechte deklarieren, weil es ja Internet ist… denn genau das ist ja der Eindruck, der von einer solchen Phrase recht zuverlässig erweckt wird, wenn man sie trotz ihrer Belanglosigkeit bewusst wahrnimmt und nur kurz darüber nachdenkt.

Wenn sich geschäftliche Kommunikation ins Internet verlagert, hat der Verstand einen schweren Stand.

Tiere und Pflanzen

„Es ist doch seltsam“, sagte der Vorübergehende zu seinem kiffenden Zeitgenossen, „dass es hier völlig üblich und selbstverständlich straffrei ist, Tiere nur dafür zu züchten und zu halten, dass man sie töte und esse, dass es aber auf der anderen Seite verboten ist und mit staatlicher Gewalt verhindert wird, Pflanzen dafür zu züchten und anzubauen, dass man sie pflücke und rauche“…

Sommerzeitumstellungen

Nur ein Politiker kann daran glauben, dass ein Brett länger wird, wenn er an der einen Seite einen Meter absägt, um dieses Stück an der anderen Seite wieder anzuleimen.

Der Schutz des Lebens

Es ist immer wieder erstaunlich, dass so viele Menschen, die zum „Schutz des Lebens“ gegen jede Abtreibung sind und deshalb ein mit Staatsgewalt durchgesetztes Verbot jeder Abtreibung fordern, doch immer noch bei all ihrer plakativen Lebensschützerei mit der Todesstrafe sympathisieren können und nichts in vergleichbarer Lautstärke und Deutlichkeit gegen die industriell unterstützte Menschenmetzelei der Kriege zu sagen wissen.