Wie bemerkenswert, also wert, dass man es bemerkt, es doch ist, dass sich keine einzige Feminist:in¹ öffentlich darüber freuen kann, dass nach der jüngsten Wahl in Italien erstmals in der Geschichte Italiens mit Giorgia Meloni eine Frau zur Präsidentin des Ministerrates wird. Das Schweigen der sonst so Lauten zu diesem vor ein paar Jahrzehnten (die noch deutlich in meine politisch bewusste Lebensspanne hineinragen) unvorstellbaren Erfolg ist tosend, und im Spiegelbild dieses Schweigens zeigt sich, das beim vorgeblichen Einsatz für Frauenrechte und Gleichberechtigung in Wirklichkeit längst andere politische Ziele verfolgt werden, dass es sich nur um eine sympathisch anmutende Reklame handelt, hinter der die Wirklichkeit eines eigentlichen Produktes verborgen werden soll; dass der Feminismus schon in seiner Selbstbezeichnung eine Lüge ist.

¹Neudeutsche Neusprech-Genderschreibweise ausnahmsweise, aber vorsätzlich als Stilmittel eingesetzt.

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