Die Welt ist voller Menschen, die das Wort „Meinungsfreiheit“ hören, und es nicht so verstehen, dass sie ein Recht auf das Eintreten für ihre eigene Meinung haben (selbst dann noch, wenn sie dumm ist), sondern so, als ob sie ein Recht auf „eigene Fakten“ hätten — und wer diese nicht anerkennt, ist in ihren Augen ein Extremist, Nazi oder Unterdrücker. Und nicht nur die Welt ist voll davon, vor allem Politik, Parteien, Kultuswesen, Verwaltung und Sozialwissenschaften sind voll mit diesen Menschen, die dort ausgedehnte, von der Wirklichkeit emanzipierte Parallelgesellschaften bilden. Nicht erst seit der Coronaseuche.

Oder, um es mit der gegenwärtigen Verwaltung und Politik angesichts der über der Gesellschaft ablaufenden Coronaseuche und mit Jens Spahn zu sagen: „Im Supermarkt gilt: Ein Kunde auf zwanzig Quadratmetern. In den Schulen gilt: 33 Schüler auf siebzig Quadratmetern. Und im Bus gilt: Hundert Personen auf 27 Quadratmetern. Das ist doch einfach, logisch und einleuchtend“.