Zu einem Zeitgenossen, der die ganz großen, weihevollen Worte der quasibeamteten Journalisten wiedergab, als sei sein Kopf nur ein Wiedergabegerät, sagte der Vorübergehende: „Stell dir nur mal für eine einzige Minute lang vor, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gäbe es noch nicht! Stell dir vor, Politik und Gesellschaft beschlössen erst jetzt, einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk aufzubauen! Glaubst du wirklich, dass dann von jemanden, der noch bei Troste wäre, vorgeschlagen würde, einundzwanzig Fernsehsender und siebzig Radiostationen aufzumachen? Jeder dieser Sender ausgestattet mit seinem eigenen Wasserkopf von Produktionsstätten, Verwaltung, Aufsichtsrat und ganz vielen gut dotierten Pöstchen, bei denen meist ausgebrannte Politiker endgelagert oder verdiente Freunde von Politikern alimentiert werden? Auf allen diesen Sendern im wesentlichen die gleichen Programme und Wiederholungen der Produktionen der anderen Sender? Glaubst du wirklich, das würde jemand so vorschlagen? Nein, was du mir eben erzählt hast, ist nur die Propaganda derer, die nicht genug kriegen können, und sie zeigen mit genau dieser schamlos intelligenzverachtenden Propaganda, wie unbedingt und ersatzlos sie weg müssen“.