Man sagt mir nach, dass ich ein Langweiler sei, weil ich ausführlich zu erklären versuche, wie mein Befinden ist (und dabei durchaus die eine oder andere erzählerische Verrenkung machen kann, um meine Selbstachtung nicht zu gefährden), wenn mich jemand formell-beiläufig fragt, wie es mir geht.

Menschen, die Fragen stellen, weil man eben Fragen stellt und nicht, weil sie etwas wissen oder besser verstehen wollen, sind sehr viel langweiliger. Die meisten von ihnen bekommen den einzigen intellektuellen Anreiz und einen Großteil ihres Nichtalltagswissens aus jenen Kreuzworträtseln, mit denen sie diese Langeweile unterdrücken wollen; die quälende Ödnis der Zeit, die immer dort entsteht, wo die Großhirnrinde eines Menschen verhungert.