„Dadurch, dass man Politiker verspottet und möglichst verletzend beschimpft“, sagte der Vorübergehende zu seiner Zeitgenossin, „ist noch niemals eine Demokratie gefährdet wurden — aber sehr wohl dadurch, dass man diese Menschen verherrlicht oder auch nur ihre oft intelligenzverachtenden Äußerungen wiedergibt, während alles den Bach runtergeht. Wenn freidrehende politische Klassen den Rest der Bevölkerung verkaufen; wenn ‚Demokratie‘ nur noch darin besteht, dass man unterschiedliche Namen für das gleiche Programm und die gleichen charakterlichen Defekte auf den Landeslisten bekreuzigen darf, dann hat der verkaufte, entmächtigte Rest der Bevölkerung nur noch die Wahl zwischen Schimpf und Schande. Und wer schweigt oder gar zu einer alles verstärkenden Echokammer der bevölkerungsfeindlichen Politik wird, entscheidet sich für die Schande, so wie der gesamte contentindustrielle Journalismus sich schon längst für die Schande entschieden hat“.