Neue Gestalten im Parteivorstand mit noch ungewohnten Charaktermasken nützen nichts, wenn hinter ihnen weiterhin gruslig und doch unübersehbar die alte Gestalt sichtbar bleibt, dieser seit zwei Jahrzehnten durch die ganze Partei dünstelnde, kalte Geist der Gerhard-Schröder-SPD mit ihrem staatlich subventionierten Lohndumping, ihrer Ausweitung der von Jobcentern erzwungen Zeitarbeit, ihrer Massenverarmung der Menschen in Deutschland, ihrer angefangenen Abschaffung der solidarischen, umlagefinanzierten Rentenversicherung und ihrem dummen, irrationalen Aberglauben, dass es allen Menschen besser gehe, wenn nur Arme noch ärmer gemacht, Reiche noch reicher gemacht und viele Menschen jeden Tag von existenzieller Angst getrieben werden. Wer seine Wähler wie Feinde behandelt, wird irgendwann nicht mehr von ihnen gewählt, da helfen auch Bild, BamS und Glotze nicht.

Ich wage vorauszusagen, dass viel von der noch vorhandenen und von der SPD-nahen Presse hochgejazzten angeblichen „Glaubwürdigkeit“ der neu gewählten Parteiführung verlorengehen wird, wenn die gegenwärtige Regierungskoalition der Bleiernen Raute am nächsten Sonntag immer noch nicht aufgekündigt wurde. Noch einmal zwanzig Jahre wird niemand auf glaubwürdige Werke der Buße warten. Schon zwanzig Tage sind eine harte Geduldsprobe.