Die Grünen-Wählerin sagte heiter schwätzend zum Vorübergehenden im Vorübergehen an den hässlichen Wahlplakaten zur hannöverschen Oberbürgermeisterwahl: „Ich kann diesen grünen Kandidaten nicht wählen. Er ist ein Moslem, und das fühlt sich nicht gut an„. Und der Vorübergehende sagte gar nichts dazu. Selbst sein Lächeln. Dass ihm sonst so anhänglich in die Finsternis begleitet. Verschwand kurz.

„Wenn dieses ‚Nicht-gut-Anfühlen‘ häufiger werden sollte und sich schließlich im Wahlergebnis spiegelte“, dachte er sich ein Stündchen später, „dann werden die Grünen sicherlich bei nächster Gelegenheit wieder jemanden aufstellen, bei dem die Zielgruppe ein besseres ‚Gefühl‘ hat; die Vermarktung von Politik und Hundefutter ist doch verblüffend ähnlich. Wie viel doch schon gewonnen wäre und wie anders es hier aussähe, wenn die Menschen mit ihrem Gefühl liebten und hassten und mit ihrem Verstand wählten und kauften“.