Archive for Juli, 2019


Der Stauffenberg, der Gerngeehrte

Die Bevölkerung hier ist ein unglaublicher Pöbel, sehr viele Juden und sehr viel Mischvolk. Ein Volk, welches sich nur unter der Knute wohlfühlt. Die Tausenden von Gefangenen werden unserer Landwirtschaft recht gut tun. In Deutschland sind sie sicher gut zu gebrauchen, arbeitsam, willig und genügsam.

Claus Schenk Graf von Stauffenberg in einem Brief an seine Frau

Was bei aller Stauffenbergbesoffenheit in Politik, Presse und Glotze stets vergessen gemacht werden soll: Der Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg war so lange ein begeisterter Nationalsozialist, bis er (vermutlich zu seinem größten Missfallen) einsehen musste, dass der Krieg verloren ist und dass eine Fortsetzung des Krieges zur totalen Niederlage und zur Zerstörung des Deutschen Reiches führen wird — er hat sich bis dahin weder an Zwangsarbeit noch an der Entrechtung großer Teile der Bevölkerung noch an den Lagern ganz weit hinten im Osten gestört.

Im Spiegelbild ihres hochnotfeierlich medial aufgeführten „Antifaschismus“ zeigen die Herrschenden und Regierenden der BRD überdeutlich den Faschismus, der als treibende Kraft tief in ihnen steckt, um ihre Politik mitzuprägen, bis ins Jobcenter, in die angestrebte Totalüberwachung aller Menschen in Deutschland, ins staatlich geförderte Lohndumping und in die sogenannte „Pflege“ hinein mitzuprägen. Wenn es den herrschenden BRD-Faschisten aus dem Plenarbereich Reichstagsgebäude tatsächlich um eine Anerkennung für den Kampf gegen die Hitlerbarbarei ginge, würden Ludwig Aßner, Helmut Mylius, Hauptmann Friedrich Wilhelm Heinz, Korvettenkapitän Franz-Maria Liedig, Georg Elser und Erich Kordt geehrt, die schon mitten in der propagandistisch aufgeheizten Begeisterung bemerkt hatten, in welche Richtung das Deutsche Reich unter Adolf Hitler geht und die sich deshalb unter hohem persönlichen Risiko zum Äußersten entschlossen haben; zu einem Verbrechen, für das keine Ehrung und kein Heldenruhm zu erwarten war, um damit ein größeres Verbrechen zu beenden. Doch deren Namen sollen vergessen werden, sie waren ja anders als Oberst Stauffenberg gar keine richtigen Faschisten. Noch zwanzig Jahre dieses allmedialen Hirnpfluges aus dem Lügenmaul der Politiker und ihrer Speichellecker und aus den hirnzersetzenden Tintenklecksen der Journalisten, und die Nichtmitläufer unter den Hitlerattentätern können als „Terroristen“ bezeichnet werden, ohne dass noch jemand in Deutschland daran Anstoß nehmen wird.

Grund zur Freude

Die gegenwärtige Politik ist, als wenn ein wenig Vertrauen einflößender Arzt mit unüberhörbarem zynischem Unterton zum Patienten sagte: „Machen sie sich mal keine Sorgen, in zwei Wochen sind sie aus dem Krankenhaus draußen, so oder so„. Und. Als ob der Patient sich darüber wirklich freute. 😦

Die pawlowschen Hündchen

Als wären sie darauf konditioniert worden, sagen sie einfach zu allen Menschen, die ihnen in irgendeinem Punkt widersprechen „Das sind Rechte“ und halten sich dabei für Aufrechte.

Zweierlei arme Menschen

„Zweierlei arme Menschen gibt es in der kultivierten Habgier des Kapitalismus“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „Menschen, die niemals genug haben, und Menschen, die niemals genug bekommen können“.

Gut gelaufen

Besser als mit der hingemauschelten und mit Druck erzwungenen „Wahl“ Ursula von der Leyens zur EU-Kommissionspräsidentin hätte es für die Gegner dieser Europäischen Union gar nicht laufen können.

Rindvieh

Er sagte zum Vorübergehenden: „Wir sagen: Arbeite wie ein Tier, damit du leben kannst wie ein Mensch“, aber es bedurfte nur weniger Minuten des Hinschauens und Zuhörens, um zu bemerken, dass er lebte wie ein Tier und arbeitete wie ein Sklave.

Die Außerirdischen

„Es ist doch seltsam“, sagte der Vorübergehende im Vorübergehen, „dass diese Außerirdischen, wenn sie einen Menschen in eines ihrer UFOs entführen, immer nur den Fortpflanzungsapparat des entführten Menschen ganz genau und oft schmerzhaft untersuchen. Vermutlich halten sie das Gehirnchens eines Menschen für völlig irrelevant und glauben, dass das für sie so schwer verständliche Verhalten eines Menschen von einer ganz anderen Stelle gesteuert wird“.

Verleumdungen

„Sehr viele Politiker werden sich sogar über Verleumdungen und Verschwörungstheorien freuen“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „weil sie von der noch schlimmeren Wahrheit ablenken“.

Die Überzeugten

Die Welt und insbesondere die Politik ist voll von Menschen, die dermaßen überzeugt sind, dass sie gar nicht mehr genau zu sagen wissen, warum und wovon sie überzeugt sind.

Der Verschwörer

Wenn der Verschwörer erwischt wird, deutet er rasch mit dem Finger von sich weg und schreit „Verschwörungstheorie“.

Aufladen

Menschen, die sagen: „Ich bin Deutscher“, „Ich bin Muslim“ oder „Ich bin links“ laden mit dieser Haltung, mit dieser äußerst preiswerten Identifikation mit übergeordneten, antiindividuellen Ideen und Begrifflichkeiten ihr Dasein und ihr verhungertes Selbstwertgefühl mit einer narzisstisch wichtigen Bedeutsamkeit auf, ohne allzuviel für die so gewonnene Bedeutsamkeit tun zu müssen. Dies ist ein primitiver psychischer Mechanismus mit eingebauter konformistischer Forderung an andere Menschen nebst Gewaltbereitschaft gegenüber unfügsamen anderen Menschen, der mehr Schaden an der Zivilisation anrichtet als alle Naturkatastrofen der letzten paartausend Jahre zusammen, und der brülle Massensang der Identifikation mit Sportmannschaften ist die wirksamste Eingewöhnung in diesen psychischen Mechanismus, der geradewegs in die eine oder andere Form des Faschismus führt.

Wer zivilisiert ist, sagt „Ich bin ich“, und dies selbst dann noch, wenn sich dieses Ich wie ein leerer Fleck anfühlt. Denn Menschen sind kein Ameisenstaat, in dem jeder das gleiche Erbgut hat und in dem es keine Individuen gibt. Die Kraft menschlicher Zivilisation erwächst immer nur dort, wo Verschiedene beisammen sind, kooperieren und die antisozialen Regungen der dummen dummen Psyche zurückweisen, und die Kraft menschlicher Zivilisation wird vernichtet in dumpfem Konformismus und gewaltsamer Gleichmacherei.

„Die ’sozial fühlen‘ und es sich leisten können, versammeln sich beim ‚Poetry Slam'“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „und die vielen, die sich nichts mehr leisten können, stecken mit ungenannten Gefühlen im ‚Poverty Schlamm'“.