Wenn man eine „Verkehrswende“ in den Innenstädten bewirken will, eine Reduktion jenes Autoverkehrs, der sich Kraftstoff sinnlos verbrennend durch die Städte steht und der schon jenseits jeder Gesundheits- und Umwelterwägung die Städte hässlich, stinkend, gefährlich und laut macht, dann gibt es verschiedene mögliche und beliebig kombinierbare Vorgehensweisen, wie man dieses Ziel erreichen kann. Zum Beispiel könnte man den öffentlichen Personennahverkehr in den Städten sehr preiswert bis kostenlos machen, statt einer Einzelfahrt den Preis von drei Kilogramm Nudeln zu geben, und man könnte diese Maßnahme ergänzen, indem man das Parken in der Stadt verteuert und vielleicht sogar zusätzlich an den Besitz einer (sehr preiswert gewordenen) Dauerkarte für den öffentlichen Nahverkehr bindet, so dass das Auto nicht mehr so häufig benutzt wird. Man könnte zudem große Bereiche der Städte vom Autoverkehr befreien, zu Flanierstrecken und Begegnungsorten für Menschen machen und für eine gute Erreichbarkeit dieser Bereiche mit Fahrrädern sorgen. Man könnte für auswärtige Besucher, die in die Städte strömen, Parkplätze an S-Bahnhöfen im Umland der Städte bauen, damit sie von ihrem teuer zu parkenden, in der „Verkehrswende“ unerwünschten und für Städte viel zu raumgreifenden Gefährt in einen sehr preiswerten bis kostenlosen öffentlichen Nahverkehr umsteigen und mit dem geringen Fahrgeld auch den Parkplatz bezahlen. Und generell könnte man die Erreichbarkeit der Innenstädte und das Stadtgebiet für Fahrradfahrer viel zugänglicher und sicherer machen, denn ein Fahrrad haben ja viele Menschen schon, und es hätte viele Vorteile, wenn sie es zumindest gelegentlich als Verkehrsmittel benutzten.

Alles das könnte man tun, wenn man wirklich eine „Verkehrswende“ in den Innenstädten erreichen wollte, eine Reduktion des Autoverkehrs. Wenn man ernsthaft darüber nachdenkt, werden einem vielleicht sogar noch bessere Ideen kommen als mir mit meinen „intellektuellen Schnellschüssen“.

Man kann aber auch Andreas Scheuer heißen, Bundesverkehrsminister mit CSU-Hintergrund sein, ständig von der „Verkehrswende“ faseln, während man so tief im Rektum der Autoindustrie gekrochen ist, dass nicht einmal mehr die Füßlein herausschauen… und wenn das der Fall ist, dann wird man für die „Verkehrswende“ Tretroller mit Elektromotor — neu- und blenddeutsch als E-Scooter bezeichnet, damit es nicht wie ein Kinderroller klingt — einführen, die man sich kaufen (oder mieten) muss und ansonsten alles so lassen, wie es ist.