Archive for April, 2019


Jetzt, nachdem Julian Assange verhaftet wurde und seiner Auslieferung an den Weltüberwachungs-, Kriegsverbrecher- und Folterstaat USA entgegenschaut, jammern höchstöffentlich und mit Schlachtzeilen voller preiswerter öffentlich dargebotener Entrüstung und Solidarität genau die gleichen Journalisten, die sich ansonsten in tiefgebückter Staatsfrömmigkeit, diensteifriger Schönschreiberei (oder häufiger: Verschweigen) des Zerfalls der europäischen Gesellschaften und der ungekennzeichneten Wiedergabe von PResseerklärungen im redaktionellen Teil gefallen, über den Verlust der Pressefreiheit. Unmittelbar, nachdem die professionellen contentindustriellen journalistischen Apparate nach jahrelangem Lobbyismus in den Dunkelkammern der Volksvertretungen ihr europäisches „Leistungsschutzrecht“ für Presseverleger bekommen haben, das in seinem Wesenskern auf ein Verbot jeglichen nicht-kommerziellen partizipartiven Internet und damit auch auf ein Verbot eines Journalismus für Jedermann und Allefruhn hinausläuft, damit die von solchen Standesrechten geschützte Pressefreiheit auch ja ein Privileg einiger Dutzend Milliardäre bleibe!

Diese Journalisten, die da mit industriell millionenfach verstärkter Lügenstimme im schrillen Chor über den Verlust der Pressefreiheit jammern, sind genau diejenigen Journalisten, an denen die Pressefreiheit schon seit Jahrzehnten völlig verschwendet ist. Was für eine spuckende Verachtung für Julian Assange, wenn sein Name, sein Bild und seine Person schließlich noch für derartige Machenschaften eines zutiefst lichtscheuen Packs durch den Dreck gezogen wird. Als ob eine Verhaftung nicht schlimm genug wäre! Ich wollte, dass ich tausend Münder und eine tausendfache Speiseröhre hätte, damit ich angesichts dieser Krokodilstränen angemessen erbrechen könnte!

Gruß auch an Claas Relotius!

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Die Postmodernen

„Erwachsene Menschen, deren Gehirn so sehr von magisch-narzisstischen psychischen Mustern eingenommen ist, dass sie allen Ernstes daran glauben, dass man durch Sprechakte hokus pokus erst die Wirklichkeit schaffe, statt mit der Sprache Gedanken, Ideen und Beobachtungen mitzuteilen“, sagte der sehr müde wirkende Vorübergehende zu seiner Zeitgenossin, „hätten vor noch gar nicht so langer Zeit auch an Hexerei geglaubt. Und in der Tat, mehr als nur ein bisschen sind ihre Methoden bei der Gegnerbekämpfung von den Hexenjagden abgeschaut“.

Rastplatz (16)

Sitzgelegenheit vor dem HannoverServiceCenter am Schützenplatz.

Sitzbänke vor dem gerade erst neu gebauten HannoverServiceCenter in Hannover, die von einem dafür mit städtischen Mitteln sicherlich recht gut bezahlten Menschen vorsätzlich so entworfen oder ausgewählt wurden, dass man sich weder beim Sitzen anlehnen noch darauf legen kann, damit sie auch ja nicht von obdachlosen Menschen benutzt werden können. Für diese gibt es ja schließlich den Boden, der ist Dreck gewohnt…

Die Macht

„Die Macht der Priester und Profeten ist an die stumpfsinnige Leichtgläubigkeit und weitgehende Denkverweigerung ihrer Mitmenschen gebunden, endet letztere, endet auch die erstere“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen. Und er setzte, in einem unpassenden Tänzeln schreitend, fort: „Das gleiche gilt für die Macht von Journalisten, Werbern, Politikern“.

Die Cyberdigitalisierenden

Ohne auch nur von einem dürren Lichtlein einer wirklichen und wirksamen Einsicht daran gehindert zu werden, ahmen sie in tiefstmöglicher Dummheit nach, genau so wie bei einem Cargokult.

Grüße auch an Ronald Pofalla.

Jedes Mal, wenn des Samstags und des Mittwochs in den Nachrichtensendungen die Lottozahlen verlesen werden, ganz so, als seien sie eine richtige Nachricht, ist diese Meldung ein kleines Denkmal dafür, dass außerordentlich viele Menschen ihre von der Armut aufgezwungene Erwerbsarbeit nicht so beglückend finden, wie die Classe politique und ein ganzes Heer von bei der Gehirnwäsche mithelfenden Sozialpädagogen, Therapeuten und Journalisten ihnen immer wieder einzureden versuchen, dass ihre von der Armut aufgezwungene Erwerbsarbeit doch beglückend sei.

Nächstenliebe

Wenn einer dieser Politiker aus den C-Parteien sich doch einmal in einen Gottesdienst verirrt und dort von der Forderung der „Nächstenliebe“ hört, dann sagt er sich nur: Das mache ich doch schon jeden Tag meines Lebens. Eine Hand wäscht die andere.

Unterricht

Unfassbar, wie viele Dinge ich eher und schneller begriffen hätte, wenn sie mir nicht in der Schule erklärt worden wären.

Auswärtiges Denken

Mit dieser Erkenntnis im Hinterkopf wird einem auch klar, warum der deutsche Untertanengeist in vorauseilendem Gehorsam Sprachdiktate einer ideologisch getriebenen Minderheit übernimmt und wie in Hannover ein ohnehin schwer verständliches Bürokratendeutsch aus opportunistischen Gründen noch unlesbarer macht. Wer von einer Sache keine Ahnung hat, wer wie Hannovers Bürgermeister schon Schwierigkeiten hat, den Unterschied zwischen Empfehlung und Verordnung zu verstehen, und eine autoritäre Einschränkung des Sagbaren mit Vielfalt verwechselt, beugt sich eben einfach der Macht oder den lautesten Schreihälsen

Das Alternativlos-Aquarium: Sprechen Sie noch Deutsch oder schon Untertanisch?

Wettbewerb

„Viele Menschen könnten viel mehr für sie Wichtiges und Erfreuliches erreichen“, sagte der Vorübergehende zu seinem ambitionierten Zeitgenossen, „wenn sie nur damit aufhörten, mit ihrer beschränkten Lebenszeit und Kraft andere immer übertreffen zu müssen und stattdessen damit anfingen, sich selbst übertreffen zu wollen„.

Dialog

Beteiligung an einem Dialog setzt voraus, dass auch auf der anderen Seite jemand sitzt, der hören will und verstehen kann. Alles andere ist nur Dialogsimulation, im Regelfall aufgeführt, um von der Durchsetzung eigener Interessen und Pläne mit jener rohen, kompromisslosen Gewalt abzulenken, die auch während des simulierten Dialoges weiter ausgeübt wird, gern unter Aufsagen des besänftigensollenden Spruches, dass Gewalt doch auch keine Lösung sei. Niemand mit einem Gehirn lasse sich in die fesselnden Fäden solcher „Dialoge“ einspinnen, schon gar nicht mit Journalisten, Politikern, ideologisch verblendeten Menschen und den Mietmäulern der Herrschenden und Besitzenden, die solche „Dialoge“ professionell betreiben!