„Wenn ich eine Gewerkschaft für die Angestellten im Öffentlichen Dienst wäre und den Nahverkehr bestreiken sollte, um dort angemessenere Gehälter zu erzwingen“, sagte der Vorübergehende leise zum gewerkschaftlich organisierten Mitmenschen, „dann würde ich das minimalinvasiv machen; bloß nicht alle Räder stillstehen lassen, um die vielen davon betroffenen, meist armen Menschen mit ihren teilweise existenziellen Problemen im Hartz-IV-Staat alleinzulassen. Ich würde nur für einige Wochen die Fahrkartenkontrolleure und die Menschen, die bei Fahrkartenverkaufsautomaten Wartungsarbeiten machen, das Geld leeren und Fahrkarten auffüllen und die Automaten damit betriebsbereit halten, streiken lassen — und Streikbrecherei durch flugs angestellte Zeitarbeits-Kontrolleure mit robusten Methoden unterbinden. Der Rückhalt und das Verständnis in jenem verarmten Teil der städtischen Bevölkerung, der auf den Nahverkehr angewiesen ist, wäre meiner Gewerkschaft sicher. Aber die vollständig korrumpierten BRD-Gewerkschaften, die offene Kumpanei zu ihren vorgeblichen Gegnern pflegen, während sie die Interessen ihrer Mitglieder verkaufen, werden sicherlich niemals auf so eine naheliegende Idee kommen“.

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