Als sein Zeitgenosse „Lasst uns vernünftig bleiben, auch wenn unsere Gegner es nicht sind“ sagte, antwortete der Vorübergehende etwas lauter als gewohnt: „Nein. Genau das ist der dumme, narzisstische Weg, angetrieben von der süßen Illusion endloser Kräfte, Zeit und Möglichkeiten, auf dem man nichts erreicht und alle seine begrenzte Kraft in einen aussichtslosen Scheinkampf steckt — bis man schließlich erschöpft feststellt, verloren zu haben, obwohl man die besseren Argumente hatte. Wenn du dich mit einem Schwein im Schlamm raufst, wirst du dabei zwei Dinge feststellen: Dass ihr euch beide dabei dreckig macht, es dem Schwein aber gefällt“. Und der Vorübergehende setzte fort: „Wenn jemand unvernünftig ist und dir damit Kraft rauben will, sag es ihm und beantworte auch gern Rückfragen, damit Vernunft einziehen kann! Wenn er dir gegenüber auf seiner Unvernunft beharrt und in seinem Versuch, deine Kraft auszulutschen, nicht nachlässt, bitte ihn freundlich, sachlich und erklärungsbereit, damit aufzuhören! Für sich selbst mag er gern unvernünftig sein, es ist ein Freier Mensch. Und wenn er dann immer noch nicht aufhört, vernichte ihn, so unvernünftig das auch sein mag! Es ist kein Gegner, sondern ein Feind; ein Mensch mit dem kein Frieden möglich ist, weil er keinen Frieden will“.

„Das klingt brutal“, sagte der Zeitgenosse.

„Es ist vernünftig, so lange du dabei vernünftig bleibst„, antwortete der Vorübergehende lächelnd.

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