Jene, deren Tun und Sprechen man jeden Moment anmerkt, dass sie narzisstische Psychopathen, sturztrunken im hemmungslosen Selbstrausch, sind, „begründen“ vor den Mikrofonen und Kameras aus Presse und Glotze ihr gegen die Menschen gerichtetes Tun damit, dass die Menschen im Lande es so wollen — und niemand aus der Journalistenmeute nimmt das Mikrofon und die Kamera weg, weil die Frage nicht beantwortet wird; weil das Gespräch sinnlos ist, denn der Sprechende will einen losgelösten Monolog voller narzisstischer Erbäulichkeit führen und vom Journalismus lediglich verstärken lassen. Kaum etwas ist giftiger für jegliche erstrebenswerte politische Kultur als der contentindustrielle Journalismus, der die Wahnsinnigen monströs vergrößert und die Denkenden und Vernünftigen marginalisiert. Da nimmt es nicht wunders, dass ausgerechnet diesem contentindustriellen Journalismus vom politischen Apparat gern und leichtherzig ein Standesrecht wie das „Leistungsschutzrecht für Presseverleger“ gewährt wird.

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