„Eine Erfindung, eine Innovation“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „ist so etwas wie der Abschluss eines langen, aufmerksamen und wahrhaft offenen Suchens und Fragens. Dort, wo das Suchen und Fragen keine Kraft mehr hat; dort, wo den Menschen schon im zartesten Alter das Suchen und Fragen abgewöhnt wird; dort, wo allerlei Ablenkungen oder magische Erklärungsmodelle über die Not des eigenen Seins hinwegtäuschen und genau damit die Not des eigenen Seins zum ewigen Sachzwang machen, dort gibt es auch keine Erfindungen mehr, dort gibt es niemals mehr etwas Neues. Der Geist machte sich einst frei und atmete spürbar auf, als er die Religion ablegte, und er beendete seinen kurzen, erfreulichen Tanz der Freiheit wieder, als schließlich und endlich das Fernsehen, das Auto und der Supermarkt erfunden waren. Denn der Mensch. Wird von seiner Psyche beherrscht, nicht von seinem Geiste“.

Advertisements