Am Ende der Woche kommt Sean Spicer mit erfreulichen Nachrichten in den Briefing Room. Die neuen Arbeitsmarktdaten sind da. Diese monatliche Statistik hatte Trump während des Wahlkampfes stets als gefälschte Zahlen diskreditiert. Wenn ihr 4,9 oder 5 Prozent Arbeitslosigkeit hört, so der Kandidat Trump, sind es in Wahrheit 28, 29 oder 35 Prozent. Ich habe neulich sogar 42 Prozent gehört. An diesem Tag lautet die Nachricht: Die Arbeitslosigkeit ist, wie zuvor schon unter Obama, weiter gesunken. Ob Trump denn den Zahlen jetzt glaube, fragt ein Journalist. Ich habe vorhin mit dem Präsidenten gesprochen, verkündigt Spicer fröhlich, er braucht jetzt keinen Post-It-Zettel. Und er sagte, ich solle ihn ausdrücklich zitieren: Die Zahlen mögen in der Vergangenheit gefälscht gewesen sein, aber jetzt sind sie sehr wahr.

Und wenn sich der Spiegel, der sich befleißigte, die schöne Geschichte aus einem fernen Land auf die Seite 80 seines Printmagazines zu stempeln, jetzt auch noch befleißigte, die Statistiklügen der BRD-Bundesregierung immer wieder zu entlarven, statt sie als Wahrheit weiterzumelden… ach, vergessen wir es! 😦

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