Zwei Sozialpädagogen gehen spazieren und sehen einen Mann auf der Straße liegen. Der Mann ist schwer verletzt, liegt in einer beunruhigend großen Blutlache und winselt mit kaum noch vernehmbarer Stimme um Hilfe, sich die Todesangst aus den Augen weinend.

Sogleich schauen sich die beiden Sozialpädagogen an und der eine sagt mit professionell verständnisvoller Stimme zum anderen: „Der, der das getan hat, benötigt dringend unsere Hilfe“. Der andere nickt. Entschlossen und in der Überzeugung, das Richtige und Nötige zu tun, lassen sie den Verletzten liegen und gehen weiter, um den Täter zu finden und ihm zu helfen.

Wenn der verletzte Mann überlebt, bekommt vielleicht auch er eine Hilfe: Einen sozialpädagogisch begleiteten Kurs, in dem er lernt, wie er dem Täter vergibt, sein Trauma überwindet und sich so wiederhergestellt erneut in den Arbeitsmarkt integriert, auf dass er durch freimachende Arbeit wieder ein Gefühl für seinen Selbstwert als Mensch entwickele.

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