Nicht, daß du mich belogst, sondern daß ich dir nicht mehr glaube, hat mich erschüttert.

Friedrich Wilhelm Nietzsche

Wie fein der Herr Sozialpädagoge in seiner von den Herrschenden und Besitzenden bezahlten Tätig- und Tätlichkeit ein „das musst du differenziert betrachten“ zu seinem jeweiligen Opfer sagt, wenn er das von seinem Opfer Gesagte in Wirklichkeit relativieren und ignorieren will. Er äfft im Kleinen und Lächerlichen die sprachlichen Strukturen jener „Argumentation“ nach, mit denen die Ausübung der Herrschaft durch systematische (und zu ihrer Durchsetzung immer auch offen gewalttätige) Verneinung individueller Einsichts- und Verständnisfähigkeit gerechtfertigt wird. In der Kleinheit dieses Spiegelbildes der Herrschaft zeigt sich, was für ein großes Arschloch der Herr Sozialpädagoge ist. Es nimmt nicht Wunders, dass solches Geschmeiß nach einigen Jahren „Erwachsenennacherziehung“ an diversen, meist wegen ihrer Lebenssituation ausgelieferten und wehrlosen Opfern so häufig Interesse daran entwickelt, selbst politisch tätig zu werden und dass er dann in den Parteiapparaten der Herrschenden und Besitzenden mit größerem Willkommen empfangen wird und leichter zu Amt und Pfründen kommt als ein Maurer, Klempner, Programmierer, Physiker, Altenpfleger oder Arbeiter.

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