Der Vorübergehende sagte zu seinem ängstlichen Zeitgenossen: „Die Videoüberwachung öffentlicher Plätze und Räume wird von innenpolitischen Quacksalbern als Allheilmittel zur Prävention und Bekämpfung der Kriminalität angepriesen und bei jeder sich bietenden Gelegenheit eingefordert. Der Hauptbahnhof von Köln ist, wie jeder große Bahnhof in der BRD, vollständig videoüberwacht — und legt zurzeit ein vernichtendes Zeugnis davon ab, das diese Form der Überwachung weder bei der Prävention noch bei der Aufklärung von Straftaten hilft; dass sie nichts weiter als eine dumme, abergläubische Geldverschwendung wie ein homöopathisches Nichtarzneimittel voller Nichtwirkstoff ist. Sie hilft nur dabei, überall den zwingenden Blick des anonymen großen Bruders vor die Augen zu stellen und Angst auszubreiten; dumme, gefügig machende Angst“.

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