Ein monströser Klimagipfel, der bei der Anreise der Teilnehmer und bei seiner Durchführung wohl alles andere als klimaneutral sein wird und dessen CO₂-Bilanz der vorgeblichen Absicht spottet, wirft nur noch eine Frage auf: Können die dort versammelten Menschen und ihre weniger im Scheinwerferlicht stehenden wissenschaftlichen Berater nicht einfach regelmäßig miteinander videokonferieren und auf diese Weise verhandeln, ohne mindestens hundertfünfzig Flugzeuge aus aller Welt durch die Atmosphäre giften zu lassen, um in einer stinkenden Stadt im Ausnahmezustand unter obszöner Prachtentfaltung der Vernunft zu spotten? Und die Antwort auf diese naheliegende Frage lautet: Nein, sie können es nicht. Denn schon vorher steht fest, dass es keinerlei Resultate (außer einem unverbindlichen Kompromiss für den Anschein) geben wird, weil niemand dort ein Resultat will, und das medial nach allen Regeln der Kunst inszenierte Treffen simuliert dann wenigstens propagandawertig ein wenig Aktivität vor den Augen der Fernsehzuschauer und Zeitungsleser. Dieser so genannte „Klimagipfel“ ist eine auf jeder nur betrachtbaren Ebene dumme Veranstaltung, und diese Dummheit ist vorsätzlich.

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