Erst, wenn der bereits jetzt höchst fragwürdige und zutiefst unseriöse Markt für Werbung im Web endgültig weggebrochen ist; erst, wenn die „hochwertigen“ Inhalte aller journalistischen Auftritte nicht mehr mit einem für die Computersicherheit gefährlichen und durch das site-übergreifende Tracking der Werbefirmen für die Privatsphäre zerstörerischen Kommunikationsmüll vergällt werden können, um daraus ein paar Judascent Profit schlürfen zu können; erst, wenn die ersten Websites von einst hochangesehenen Tageszeitungen hinter einer Paywall verschanzt werden müssen — erst dann werden die Journalisten bemerken, wie lächerlich „viel“ Geld ihre Tätig- und Tätlichkeit den Lesern wirklich wert ist. Dieser Enttäuschung. Ging eine jahrzehntelange Selbsttäuschung voraus. Und. Es ist anzunehmen, dass selbst nach dem Fall noch Hochmut kommen wird.

Und nein, das tote Pferd reitet auch nicht besser¹, wenn der Pferdeflüsterer es mit einer sanfteren Stimme versucht.

¹Wer diese Metapher nicht versteht, lese hier weiter!

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