Archive for November, 2014


Demonstration

So so, „Hooligans gegen Salafisten“… mir wäre eine Demonstration der verbliebenen denkenden Menschen gegen das überall um sich greifende Neu-Mittelalter sympathischer.

Scheißkrieg

Der Vorübergehende sagte zu seinem von Worten trunkenen Zeitgenossen: „Mir sind die kurdischen Kämpfer auch sympathischer als die Kämpfer des IS. Aber es widert mich an, wenn Krieg verherrlicht wird“.

Tradition, verschiedene Sorten

Edeka Wucherpfennig -- Seit mehr als 100 Jahren! -- Feodora Tradition, verschiedene Sorten, 100g-Tafel

Neunter November

Anstelle der Ausblicke ins Jetzt und Morgen wurden allmedial Rückblicke in Gänsehäuten präsentiert. Besser als an den mumifizierten Feierritualen und dem begleitenden Journalismussurrogatextrakt an diesem Neunten November könnte man kaum noch aufzeigen, warum es seit Jahren nur noch abwärts geht.

Existenzängste

Screenshot der Website der Frankfurter Allgemeinen -- Schlagzeile: 'Digitalisierung: Banken in Existenzangst'

Dieser Moment, in dem ich einem Milliardärsspeichellecker und FAZ-Scheißjournalisten wie diesem Markus Frühauf von ganzem Herzen wünsche, dass er die Bedeutung des Wortes „Existenzangst“ an seinem eigenen, von intelligenz- und menschenverachtenden Zynismus erfüllten Entseelungsrest von Körper in seiner ganzen Tiefe kennenlernen möge.

Die Schamunfähigen

Wenn ich Journalist wäre, würde ich jedesmal vor Scham im Boden versinken wollen, wenn ich ein Wort wie „Glaubwürdigkeit“ oder „Wahrheit“ in den Mund nähme.

Kurz verlinkt

[…] mich nervt’s auch, daß es so spät wird. Hätte der Idiot nicht vor die nächste Bahn stürzen können?

Brain. Fuck. Yourself.: Personenschaden

Fuck now, suffer later!

Der Vorübergehende sagte zu seiner Zeitgenossin: „Als Kurt Cobain in einem Augenblick der von ihm selbst nicht recht bemerkten Genialität die Zeile ‚I’ve been drawn into your magnet tar pit trap‚ zu Papier brachte, schuf er damit — wohl gut abgefüllt mit blondhaarigem Elend — die trefflichste lyrische Umschreibung einer Vulva, die das ganze vorige Jahrhundert hergevorbracht hat. Ich muss jedesmal daran denken, wenn ich die zur Raute geformten Hände Angela Merkels sehe“.

Kommentar des Tages

[…] ich bin mir extrem sicher, dass, wie Russland mit Schwulen umgeht, grauenvoll ist. Bösartig. Menschenverachtend.

Seit der Berichterstattung speziell über den MH17-Absturz wird mir aber klar, dass ich alle Informationen darüber, wie „Russland“ mit Schwulen umgeht, aus den selben Medien habe, die „Stoppt Putin Jetzt!“-Titelbilder machen, Fakten zu Massakern unterschlagen, denen immer wieder solch einseitigen „Fehler“ passieren

„Anderer Gregor“ im Blog von Stefan Niggemeier

Zum Gruseln

Es ist zum Gruseln und widerwärtig, wie leicht sich mit einer nahezu einstimmig und gleichgeschaltet vorgetragenen medialen Kampagne die berechtigte Empörung über die Deutsche Bahn auf die ebenfalls sehr berechtigt für ihre Interessen streikenden Lokführer umlenken lässt — einschließlich Internetpranger mit Aufforderung zum Telefonstalking und nur noch durch eine sehr dünne Schicht Zivilisation davon entfernt, Lynchmobs ins Leben zu rufen.

Zumindest jeder Mensch, der für seine Arbeit immer weniger Geld und immer mehr persönliche Unsicherheit erhält, sollte da wissen, auf welcher Seite der Journalismus steht, der ihm seine politische Meinung bildet.

Rat und Schlag

„Fall nicht auf die dummen und unseriösen Verschwörungstheorien rein“, sagte der Verschwörer und rückte mit beiläufiger Geste seine Krawatte zurecht, das Insignium seiner Seriosität.

Das Gadget

Der Vorübergehende sagte zu seinem Zeitgenossen, als dieser von der großen Freiheit durch das Internet schwärmte und aufmerksam sein gelegentlich vibrierendes Telefon streichelte: „In der Fabrik, in der sie dein iPhone hergestellt haben, haben sie rund um das Haus Netze gespannt, weil sich dort so viele Menschen aus dem Fenster stürzten, um ihr ekles und aussichtsloses Dasein als Nutzvieh durch einen Freitod zu beenden“.