Schaufenster am SPD-Büro des Ortsverbandes Linden/Limmer in der Fortunastraße (Linden-Nord)

Am Büro der in jedem Medium so erwärmlich bürgernahen SPD Linden-Limmer in der Fortunastraße (Linden-Nord) ein Schaufenster. Dort hinein drappiert die Leichen der letzten Wahl: Bunt bedrucktes Papier mit Worten, derer heut nicht mehr gedacht werden soll und mit einem darauf gestempelten, radioaktiv lächelndem Gesicht, dessen Trägerin nun wie geplant im Haus der Pfründe und im Heim des Bimbes sitzt. Die sogenannte „Wahl“, bei der es nur wenig Wahl gab, ist lange schon vorbei, das Fenster liegt immer noch herum als sei noch damals, die Sonne wirft seitdem ihr Licht jeden Tag aufs wehrlos bestempelte Papier und lutscht die verlogene Farbe aus ihm heraus, die eh nur einige Wochen halten musste und deshalb nicht haltbarer war. Was bleibt, so schön und klar, das ist ein großer, roter Würfel. Innen leer. Außen das Parteilogo der SPD. Vergessene Lügen drumherum, an denen nicht nur die vom Parteibetrieb tief verachteten Menschen achtlos vorbeigehen, sondern sogar jene Mitglieder der SPD, die für diesen Zustand zuständig sind… was daran liegen mag, dass es der gewünschte Zustand ist.

Und das erstaunlichste daran: Nicht einmal Steine fliegen in dieses Fenster, das einen geradezu obszönen Blick auf die Menschenverachtung der SPD gestattet.

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