Nachdem die Leitmedien der BRD — das sind sechs Konzerne und das quasi-staatliche Fernsehen — ihre vorübergehende Fassungslosigkeit darüber verloren haben, dass sich ihre Konsumenten nicht jede Meinungsmacherei flutscheleicht ins Bewusstsein machen lassen; nachdem sie ihre offenen Münder wieder geschlossen haben und festgestellt haben, dass die Kommentarlöschungen im „Diskussions“-Bereich nur dazu führen, dass sich gar nicht so wenige Menschen, die eine an Kriegspropaganda gemahnende Einseitigkeit in der Berichterstattung über die Ukraine wahrnehmen, andere Kanäle suchen (die teils sehr fragwürdig sind); besinnen sie sich jetzt darauf, einfach unbelegte Verschwörungstheorien zu verbreiten um mit dieser Ausbreitung von Furcht, Unsicherheit und Zweifel darauf zu setzen, dass möglichst viele ihrer Leser glauben, diese ganzen kriegsmüden, NATO- und EU-kritischen sowie einseitige Berichterstattung und offensichtliche Propaganda benennenden Äußerungen stammten aus einer Fabrikhalle irgendwo im weiten Russland, in der halbverhungerte Gestalten unter der Terrorherrschaft Wladimir Putins im Schutze der Anonymität des Internet die Propaganda in billige Tastaturen hineindreschen — und das soll einfach nur deshalb geglaubt werden, weil es die Süddeutsche Zeitung so herausgekriegt hat. Aus 138 Megabyte Daten, die ominöse Hacker beschafft haben. Und natürlich, weil sich bei Umfragen der Leitmedien — siehe oben — ein ganz anderes Bild als bei den Kommentaren ergibt, was wohl auch mit der Formulierung der gestellten Frage zusammenhängt. Nach dem Qualitätsjournalismus kommt jetzt die Qualitätsverschwörungstheorie, die sich vor allem noch dadurch von der geächteten und verspotteten Verschwörungstheorie unterscheidet, dass ihre Verbreiter einen Presseausweis besitzen und ihre Publikationen vom so genannten „Leistungsschutzrecht“ geschützt sind, also kurz gesagt dadurch, dass sie ein Businessmodell ist.

Mit Gruß von Элиаз Швердтфегр, nach Meinung von Qualitätsjournalisten bezahlter Mitarbeiter in Wladimir Putins Internetpropagandaarmee an der Blog-, YouTube, Twitter und Pressefront¹. Gruß an meinen Propaganda-Kollegen Jens Berger, der sich ebenfalls einer kleinen Anmerkung nicht enthalten konnte. Die Links in der Anmerkung lohnen sich.

Nachtrag 13:20 Uhr: Premium Propaganda [sic!] eines bezahlten SZ-Trolls

¹Nur, um das für Menschen mit Satireerkennungsschwäche klarzustellen: Ich halte Wladimir Putin — anders als etwa der Hartz-IV-SPD-Ex-Bundeskanzler Gerhard „Putin ist ein lupenreiner Demokrat“ Schröder — für ein autokratisch regierendes Arschloch. Im Gegensatz zur FIFA — deren Entscheider sich für die propagandistisch höchst wertvolle Fußball-Geldmeisterschaft 2018 in Russland sicherlich gut und teuer schmieren ließen — bekomme ich kein Geld von Wladimir Putin und würde es auch nicht annehmen. Und jetzt wieder viel Spaß beim Brüllball!

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