Ein Mensch, der es schafft, von einem deutschsprachigen politischen Buch über eine Million Exemplare zu verkaufen und dessen Thesen durch den medialen Apparat einer noch breiteren Öffentlichkeit vor die Augen gestellt werden, und der sich dennoch mit geübter Geste vorm contentindustriellen Apparat mit seinen Mikrofonohren und Kameraaugen in Pose wirft und als geübter Lügner so tut, als würde er totgeschwiegen, tugend-terrorisiert, ausgegrenzt, marginalisiert und mundtot gemacht, ist eine fleischgewordene Karikatur. Dass er allerdings mit gut eingenommener Opferpose auch Abnehmer für dürftig belegte Forderungen finden kann, das hat er sich mit großer Schläue von der Kommunikationskultur des längst im gartenzwergigsten Bürgertum angekommenen Feminismus abgeschaut.