Wie es klänge, wenn heutige Journalisten in Lohn und Brot der Contentindustrie in ihrem pseudoobjektiven, aber vor allem entpolitisierenden und verdummenden Stil Berichte über den dreißigjährigen Krieg schrieben, hat mir bei aller Bitterkeit sehr den Tag versüßt:

Hintergrund der am vergangenen Wochenende ausgebrochenen Unruhen ist ein Machtkampf des Kaisers und Wallensteins mit der Protestantischen Liga. Im Mitteleuropa leben mehrere verfeindete Volksgruppen. Der katholische Wallenstein gehört den Böhmen an, die die Katholischen Liga dominieren. Sein Rivale Gustav Adolf ist ein Schwede. Es wird befürchtet, dass sich die Kämpfe zu einem Krieg ethnischer und religiöser Gruppen ausweiten.

Ernsthafter Journalismus wäre: Mir zu erklären, wer welche Interessen hat.

Danke!

(Und unbedingt den ganzen Text lesen…)