Dass im Koalitionsvertrag der so genannten „Großen Koalition“ so häufig von „Gerechtig­keit“ abgeleitete Wörter zu lesen sind — etwa „Generationen­gerechtig­keit“, „Chancen­gerechtig­keit“, „gerechte Bildung“, „gerechte Weltordnung“, „alters­gerecht“, „tier­gerecht“, „geschlechter­gerecht“, „gerechte Haushalts­politik“, „gerechte Teilhabe“ (unvollständige Liste) — und dass alle diese Wörter, wenn man prüfend darauf klopft, recht hohle Klänge von sich geben, ist ein Spiegelbild der in Wirklichkeit beabsichtigten Kontinuität der bestehenden Ungerechtigkeit. Denn von einer Gerechtigkeit ist an keiner Stelle des blähwütigen, nichtssagenden Polit-Dada-Werkes die Rede: Von einer auch nur halbwegs gerechten Verteilung der Güter und Profite.

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