Jetzt, wo immer mehr Menschen diesen irrationalen Glauben in den „Wert“ von Bitcoins entwickeln, so dass sich auch Kriminalität zunehmend „lohnt“, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der erste Bitcoin-Mord geschieht. Und selbst, wenn der erste Mensch wegen einer sich auf einen kryptografischen Schlüssel — also letztlich: auf eine Zahl — stürzenden Habgier getötet wurde, wird es immer noch nur eine Minderheit sein, die begreift, dass das Schlimme an der Idee des Geldes nicht im Bankwesen, nicht in der Kontrolle durch Zentralbanken, nicht in der Zentralisierung digitalen Zahlungsverkehrs, nicht im Betrug des Fiatgeldes oder anderen Schwächen ihrer derzeitigen Umsetzung liegt, sondern schlichterdings darin, dass die Idee eines Geldes für eine menschliche Psyche wie ein Gift ist. Genau so wenig, wie sich das „Problem“ eines Alkoholikers durch eine andere Darreichungsform des Alkoholes lösen ließe, lässt sich das Problem der geldvergifteten Psyche durch eine andere Darreichungform von Geld lösen.