Nichts macht so deutlich, dass Deutschland keine erstrebenswerte Zukunft haben wird, wie das Wahlkampf-Gerede jener Gerontokraten aus der classe politique über die „Zukunft“ und die dafür erforderliche „Innovation“: Siebzigjährige, die ihren voranschreitenden Zerfall in einer dick aufgetragenen Maske aus Kosmetik und Photoshop vor den Kameras der Werber und vor den Zuschauern an den Endgeräten verbergen, um den Show-Maßstäben zu genügen; Menschen, die ihre Zukunft schon vor zehn, wenn nicht gar zwanzig oder dreißig Jahren hinter sich hatten; sie reden vom Morgen wie ein Blindgeborener über das lebendige Grün der Bäume, und sie bemerken oft nicht einmal, dass ihr „Morgen“ heute längst schon zum „Gestern“ geworden ist. Es kommen gewiss welke Tage.